Produkt: Rock This Town – Stray Cats
Rock This Town – Stray Cats
Rock This Town: Hol Dir die Playalong-Versionen des Klassikers von den Stray Cats!
Workshop aus dem STICKS-Archiv

Mike Portnoy: Classic Drum Grooves seiner Heroes

Mike Portnoy veröffentlichte 2007 mit „In Constant Motion“ seine damals dritte Video-Produktion. Der Titel ist dabei sozusagen Programm: Mike bezeichnet sich selbst als absoluten Workaholic, dessen Leidenschaft die stete Bewegung der Dinge ist, mit denen er sich beschäftigt. In unserem Workshop mit klassischen Grooves klassischer Rock-Songs.

Die DVD

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„In Constant Motion“ bietet einen umfassenden Überblick über das Schaffen Mike Portnoys. Die Produktion besteht aus drei DVDs mit insgesamt über sieben Stunden Laufzeit. Die einzelnen DVDs sind dabei verschiedenen Themen gewidmet.

DVD 1 mit dem Titel „In The Dream“ konzentriert sich auf die Musik der drei Dream-Theater-Alben „Six Degrees Of Inner Turbulence“, „Train Of Thought“ sowie „Octavarium“. Sechs Songs aus diesen Alben werden dabei live wie auch als Studio-Versionen vorgestellt und von Mike eingehend hinsichtlich seiner Grooves analysiert.

DVD 2 mit dem Namen „On The Side“ beschäftigt sich mit Mike Portnoys Arbeit bei anderen musikalischen Projekten, so z. B. mit Transatlantic, OSI, Neal Morse, John Arch, John Petrucci/G3, Fates Warning und Overkill.

Zudem gibt Mike einen detaillierten Einblick in die Ursprünge seiner musikalischen Einflüsse durch seine Drum-Heroes (Ringo Starr, John Bonham, Keith Moon, Neil Peart) und demonstriert diese bei Live-Auftritten in diversen Songs und Soli beim Spiel mit verschiedenen Coverbands: „Yellow Matter Custard“ (The Beatles), „Hammer Of The Gods“ (Led Zeppelin), „Amazing Journey“ (The Who) und „Cygnus & The Sea Monsters“ (Rush).

DVD 3 enthält jede Menge Bonus Material, so z. B. Video-Mitschnitte von Dream Theater Live-Auftritten während der „20th Anniversary Tour“, verschiedene Drum-Soli und Drum-Duette mit Charlie Benante, Jason Bittner und Richard Christy sowie ein Interview mit Mikes Drum-Tech. PDF-Notenfiles mit kompletten Transkriptionen, Discography und Videography sowie eine Foto-Galerie vervollständigen die Produktion.

„In Constant Motion“ vermittelt sehr authentisch und nachvollziehbar die musikalischen Hintergründe dieses Ausnahme-Drummers. Neben dem umfassend und qualitativ hervorragend zusammengestellten Ton- und Video-Material, bei dem das Spiel Mike Portnoys aus verschiedenen Kameraperspektiven hervorragend nachvollziehbar ist, gibt es von Mike viele Infos, Statements, Analysen und Erläuterungen zu seiner Arbeits- und Herangehensweise, die ein optimales Nachvollziehen seines Spiels erlauben. Insgesamt eine kurzweilige, spannende und sehr informative Produktion. Absolut hervorragend und empfehlenswert!

Für den Workshop habe ich Auszüge aus diesem Programm zusammengestellt. 

Besonders interessant sind auf DVD 2 von Mike Portnoys  „In Constant Motion“ die von ihm als Tribute an seine Drum-Heroes Ringo Starr, John Bonham, Keith Moon und Neil Peart interpretierten klassischen Songs von The Beatles, Led Zeppelin, The Who und Rush. Hier zeigt Mike Portnoy eindrucksvoll, wie er musikalisch respektvoll mit den Vorlagen seiner Drum-Heroes umzugehen versteht, sondern auch seine Gabe der charakteristischen eigenen Interpretation.  Eine beeindruckende musikalische Leistung.

Notenbeispiele

„MAGICAL MYSTERY TOUR“ (THE BEATLES)

Mike Portnoy Drum Grooves

Notenbeispiel 1: Hier ist das Intro des Songs notiert; interessant sind dabei die mit der rechten Hand auf dem Floor-Tom gespielten Viertelnoten, die in den Takten 1 und 2 jeweils auf der Zählzeit „3“ sowie in den darauf folgenden Takten auf den Backbeat-Zählzeiten „2“ und „4“ als leichte Flams zu den Snaredrum-Akzenten gesetzt sind.

Notenbeispiel 2: Im weiteren Verlauf wechselt Mike nach einem kurzen Fill-in (Takt 2) mit der rechten Hand vom Floor-Tom zur halb geöffnet gespielten Hi-Hat und setzt dort die Viertelnoten-Akzente.

Notenbeispiel 3: In diesem Song-Teil wechselt das Tempo auf ein Halftime-Feel, wobei die ursprünglichen Halben Noten den neuen Viertelnoten entsprechen.  Ebenso ändert sich das Feeling von binär zu ternär, wobei jedoch z. B. das kurze Fill-in in Takt 2 auf der Zählzeit „4“ mit binär gespielten Achtelnoten interpretiert wird.

„MOBY DICK“ (LED ZEPPELIN)

Notenbeispiel 4 zeigt das Song-Intro; markant sind die einzelnen neben dem Snaredrum-Backbeat auf den Zählzeiten „2“ und „4“ die einzelnen zusätzlichen Snaredrum-Akzente auf den Zählzeiten „3e“ und „4a“ in Takt 1 und 3, „3e“ in Takt 2 oder auch die „2a“ und „3e“ in Takt 4, die zusammen mit den auf der Kuppe des Ride-Cymbals mit gleicher Akzentuierung gespielten Achtelnoten für viel Drive sorgen.

Die Notenbeispiele 5 und 6 zeigen das Intro bzw.  einen weiteren Ausschnitt aus dem im Song „Moby Dick“ gespielten Drumsolo. Das Solo basiert hier im Prinzip auf durchlaufend auf der Snaredrum gespielten Sechzehntelnoten. Die rhythmische Struktur und Charakteristik entsteht durch das Spielen von Akzenten, die auf der Snaredrum und den Toms gesetzt werden, häufig kommen dabei Dreiergruppen zum Einsatz.

Mike Portnoy Drum Grooves

Notenbeispiel 7: Zum Ende des Solos und als Übergang zum nächsten Part spielt Mike dieses Fill, das aus einer Dreier-Gruppen Hand/Fuß-Kombination besteht und hier im Prinzip ohne wirkliche Time eingesetzt wird. Dieses Pattern kommt in den unterschiedlichsten Variationen, was die Akzentuierung sowie die Verteilung der einzelnen Schläge angeht, auch in den verschiedensten Variationen im Drumsolo vor.

Notenbeispiel 8 zeigt den Basis-Groove des sich an das Solo anschließenden Teils. Markant sind hier die dominant auf der Hi-Hat akzentuierten Achtelnoten.

„AMAZING JOURNEY“ (THE WHO)

Notenbeispiel 9 zeigt das Intro zum Song. Die aus den mit der Band zusammen interpretierten ausschweifenden Fill-ins (ganz in der Tradition von Keith Moon!) sowie dem anschließend gespielten Basis-Groove besteht, bei dem der zusätzlich zum Backbeat gespielte Snaredrum-Akzente auf der Zählzeit „2a“ für viel Drive sorgt.

„YYZ“(RUSH)

Notenbeispiel 10: Das Intro besteht aus einem im 5/4-Takt gespielten Pattern, das von den rhythmischen Schwerpunkten wiederum im zwei Parts, 9/16 sowie 11/16, untergliedert ist und hinsichtlich der Akzente synchron mit der Band gespielt wird.

Notenbeispiel 11 zeigt den anschließend im neuen Tempo gespielten Rhythmus, der seine Charakteristik vor allem durch das synkopische Bassdrum-Pattern auf den Zählzeiten „1“, „1a“ sowie „3 und“ erhält.

Notation Beispiele 9, 10 und 11

Mike Portnoy Drum Grooves

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Produkt: Wheel In The Sky – Journey
Wheel In The Sky – Journey
Wheel In The Sky: Hol Dir die Playalong-Versionen des Klassikers von Journey!

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