Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
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Training für die linke Hand (5)

Patrick Metzger Drum-Workshop: Left Hand Training (5)

Left Hand Accents

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Im wahrsten Sinne des Wortes geht es in dieser Folge unserer „Left Hand Training“ Workshop-Serie Schlag auf Schlag weiter mit dem Training für die linke Hand. Jetzt sind wir schon bei Teil 5 angekommen, und vielleicht habt ihr durch das fleißige Üben der Beispiele aus den vorherigen Workshop- Folgen schon eine Verbesserung eurer schwächeren Seite feststellen können – das ist schließlich auch der Sinn und das Ziel dieser Serie.

Hier spreche ich aus eigener Erfahrung als natürlicher Rechtshänder: Die rechte Hand wird immer unsere stärkere Seite bleiben, was auch bei den meisten Drummern auf Grund von Spielweise (Crossed-Sticking) und durch den uns allen bekannten und geläufigen Drumset-Aufbau logisch ist. Aber: Bei den Übungsbeispielen dieser Workshop- Reihe wird die linke Hand mal etwas stärker gefordert, muss mal ein paar Sachen üben bzw. spielen, die sie „im Alltag“ nicht macht – und steht somit im Vordergrund. In diesem Sinne wünsche ich euch auch mit dieser Folge von „Left Hand Training“ viel Spaß. Also: auf die Plätze, fertig, Links!

LEFT HAND ACCENTS

In dieser Folge ist unsere linke Hand allein für die Akzente zuständig. Wir kommen hier zum „Left Hand Lead“-Prinzip zurück, jedoch mit bestimmten Akzentmustern.

GROUPINGS & PATTERNS

Wir alle kennen die bekannten Einteilungen in verschiedene Gruppierungen (Groupings) über unterschiedliche Notenwerte. Interessant für uns sind solche Gruppierungen, die sich gegenüber einer geraden Subdivision ungerade verschieben. Beispiel: 3er- oder 5er-Gruppen über Sechzehntelnoten (4er-Einteilung). Bei den Patterns habe ich mich hier an zwei Klassikern aus dem Latin-Genre bedient. Diese kennt jeder und sie bieten sich auch gut an, da es nie mehr als zwei Akzente, bzw. zwei Ghostings in einer Hand sind.

BEISPIEL 1
Left Hand Lead 3er Grouping
Tempo: Viertel = 80 bpm
Die linke Hand führt hier mit der bekannten Dreiergruppe über Sechzehntelnoten: Ein Akzent mit links und zwei Ghostings mit rechts (L r r). Spielt im ersten Takt beim Üben das Grouping immer im Loop. Bei der Wiederholung hat man somit einen Doppelakzent. Die Drumset-Variante ist ein gutes Beispiel für einen „Left Hand Lead Fill“. Hier führt die linke Hand mit den Akzenten auf der Snaredrum, und die rechte Hand verteilt die Ghostings auf die Toms. Also genau die umgedrehte Version von dem, was wir sonst so kennen. Da der letzte Akzent auf „4de“ auch links auf der Snaredrum liegt, sollte man keine Probleme haben, auf die neue „1“ mit rechts auf einem Crash-Schlag rauszukommen.

BEISPIEL 2
Left Hand Lead 5er Grouping
Tempo: Viertel = 80 bpm
Hier das gleiche Prinzip wie in Beispiel 1, nur jetzt mit einer 5er-Gruppe. Diese ist wie folgt aufgeteilt: Die linke Hand spielt Akzente auf das jeweils erste und dritte Sechzehntel der Gruppierung. Die restlichen Schläge werden mit Rechts als Ghosting gespielt (L r L r r). Im ersten Takt bleibt wieder ein Akzent übrig und man hat bei der Wiederholung erneut einen Doppelakzent. In Takt 2 ist wiederum eine mögliche „Fill in“-Variante notiert. Auch diese endet wieder mit links, und auf der neuen „1“ kann es mit rechts weitergehen.

BEISPIEL 3
Left Hand Lead Cascara Pattern
Tempo: Viertel = 96 bpm
In diesem Beispiel spielt die linke Hand alle Akzente des Cascara-Patterns und die rechte Hand füllt mit Ghostings aus. Traditionell wäre dies in Achtelnoten zu notieren, damit wir es aber besser als „Fill-in“ verbraten können, habe ich alles in Sechzehntelnoten notiert. Die Drumset-Variante am Ende mit den Toms klingt etwas gewöhnungsbedürftig, das gebe ich zu. Achtet hier darauf, dass die Tom-Schläge mit rechts eher als Füllmaterial zur linken Hand zu sehen sind. Alternativ könnt ihr diese auch auf einer zweiten Snare (Snares off) als Timbales-Effekt spielen, wenn ihr dies in einem Latin Groove spielt. Schaut euch hierzu bitte das ganze Video an, besonders das Beispiel mit Latin Groove und Fill auf der kleinen Snaredrum.

BEISPIEL 4
Left Hand Lead Afro-Cuban Bell-Pattern
Tempo: Viertel = 112 bpm
Wie immer gibt es auch dieses Mal wieder ein ternäres Beispiel, hier in Achteltriolen mit den Akzenten des Afro-Cuban Bell-Patterns. Traditionell sind diese Rhythmen alle im 6/8- oder 12/8-Metrum, lassen sich aber ohne Probleme in einen triolischen 4/4-Takt kopieren. Spielt auch hier den ersten Takt nur auf der Snare und verteilt im zweiten Teil die Ghost Notes mit der rechten Hand auf die Toms.

In der nächsten Workshop-Folge von „Left Hand Training“ kehren wir mal wieder ans Practice Pad zurück und schauen uns ein paar Übemethoden im Detail an. Bis dahin alles Gute für eure linke Hand, viel Spaß beim Üben und beste Grooves, euer Patrick. //

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