Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
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Training für die linke Hand (4)

Patrick Metzger Drum-Workshop: Left Hand Training (4)

Left Hand Lead (Teil B)

(Bild: Christian Weber)Patrick Metzger  In unserer Serie „Left Hand Training“ kommen wir nun zum zweiten Teil des „Left Hand Lead“-Workshops. Nach den Basics im ersten Teil geht es in dieser neuen Folge mal wieder etwas mehr zur Sache geht. Ich hoffe, ihr konntet mit den in den ersten drei Folgen bereits gezeigten Übungen eure schwächere  Hand schon etwas flott(er) machen. In dieser Workshop-Folge bleibt das „Left Hand Lead“-Prinzip bestehen, jedoch darf jetzt die rechte Hand auch mal wieder etwas mitmachen. 😉

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RUDIMENT-PHRASIERUNGEN
Wir alle kennen unzählige Rudiments und ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen. Für diesen Workshop habe ich mal nur zwei herausgesucht, welche ich gerne auch als „Phrasierungs-Rudiments“ bezeichne. Mit Flams und Diddles lassen sich jegliche Akzente phrasieren. Was passiert aber, wenn diese Phrasierungen ausschließlich in der rechten Hand liegen und die linke Hand ein bereits vorhandenes Pattern weiter spielt, also Left Hand Lead?

PHRASIERUNGEN
In den vier Beispielen 1 bis 4 findet ihr jeweils fünf Variationen, von A bis E. In allen Variationen führt die linke Hand immer mit dem gleichen Pattern des jeweiligen Beispiels, und die rechte Hand ist für die Phrasierung und Variation zuständig.

A) Hier steht nur das Basic-Pattern für die linke Hand.
B) Die rechte Hand ergänzt einen Flam (Rudiment-Phrasierung).
C) Die rechte Hand füllt die fehlende Note des Patterns als Ghosting aus.
D) Das urspüngliche Ghosting wird jetzt verdoppelt, also ein „Diddle“ (Rudiment-Phrasierung).
E) Die Kombination von Flam und Ghosting.

BEISPIEL 1
Left Hand Lead „Teelöffel“
Tempo: Viertel = 90 bpm
Hier spielt die linke Hand ein Sechzehntel-Pattern (sogenannte „Teelöffel“-Figur) mit Akzent auf dem ersten Schlag (siehe Beispiel A). Die rechte Hand ergänzt dann die Variationen B bis E.

BEISPIEL 2
Left Hand Lead „Teddybär“
Tempo: Viertel = 82 bpm
Die linke Hand spielt hier zwei Sechzehntel und eine Achtel (sogenannte „Teddybär“- Figur) mit Akzent auf dem ersten Schlag siehe Beispiel A). Die rechte Hand ergänzt wieder die Variationen B bis E.

BEISPIEL 3
Left Hand Lead „e+de“
Tempo: Viertel = 68 bpm
Dieses Beispiel ist etwas komplizierter, da der erste Schlag fehlt. Die linke Hand spielt immer nur die „e+de“ (siehe Beispiel A). In B bis E spielt die rechte Hand wieder die Phrasierungen, und somit wird die Figur teilweise einfacher, da die fehlende „1“ ausgefüllt wird. Im Video habe ich deshalb dieses Beispiel etwas langsamer und einzeln für euch aufgenommen und erklärt. Auch hier gibt es am Ende eine Übertragung dieser Übung auf das komplette Drumset.

BEISPIEL 4
Left Hand Lead „Shuffle“
Tempo: Viertel = 112 bpm
Zu guter Letzt noch ein Beispiel im Shuffle. Die linke Hand spielt das Shuffle-Pattern permanent durch, und die rechte Hand ergänzt wieder die Phrasierungen B bis E. Dieses Beispiel rollt erst richtig, wenn das Tempo etwas schneller ist. In der Drumset-Variante am Ende des Videos werdet ihr hören, dass wir hier dem berühmten „Blushda“ schon sehr nahe kommen … 😉 Dazu mehr in einer der nächsten Workshop-Folgen.

DRUMSET-VARIATIONEN
Natürlich könnt ihr alle Beispiele auch auf das Drumset übertragen. Spielt die linke Hand hierzu permanent auf der Snaredrum, und verteilt die Phrasierung in der rechten Hand auf Toms, Snaredrum oder auch Cymbals. Schaut euch hierzu bitte die Videos an. Am Ende zeige ich jeweils noch eine mögliche Drumset-Variante. Diese im Detail zu notieren, würde hier leider den Rahmen sprengen. Versucht auch einmal, eure eigenen Interpretationen und Ideen zu finden. Mehr zu diesem Thema folgt demnächst, wenn wir uns mit „Left Hand Fills“ beschäftigen.

ÜBETIPPS & DETAILS
1. Achtet darauf, dass die rechte Hand in ihrer Position auch wirklich tief ist und die jeweilige Phrasierung aus einer kleinen Bewegung und leise spielt. Als Rechtshänder ist dies oft eine ungewohnte Bewegung.
2. Spielt in eurem persönlichen „Wohlfühltempo“, damit die linke Hand nicht verkrampft und ihr die Übungen auch eine Weile durchziehen könnt. Stichwort: Ausdauer!
3. Achtet auf die Dynamik in der linken Hand zwischen Akzent und nicht akzentuierten Schlägen. Man sollte wirklich hören und erkennen, dass die linke Hand hier „der Chef“ ist und führt!

Eure Fragen und Anregungen zu diesem Workshop sind stets willkommen! In der nächsten Workshop-Folge beschäftigen wir uns speziell mit verschiedenen Akzentmustern in der linken Hand. ich wünsche eich viel Spaß beim Üben! Bis zum nächsten Mal, euer Patrick. //

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Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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