Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums
Training für die linke Hand (7)

Patrick Metzger Drum-Workshop: Left Hand Training (7)

Turnaround Workouts am Drumset

Herzlich willkommen zur siebten Workshop-Folge der „Left Hand Training“ Workshop-Serie. Dieses Mal legen wir die Messlatte etwas höher, was den Schwierigkeitsgrad der Übungen angeht. In der vorherigen Workshop-Folge habe ich euch bereits mein Konzept der „Turnaround Workouts“ erklärt. Dieses bleibt auch hier bestehen, doch wir verlagern dies nun an das Drumset und ergänzen die Füße (Pedale), was das Ganze auf einen etwas höheren Koordinations-Level bringt.

Anzeige

TURNAROUND PRINZIP
Nochmals zur Erinnerung: Unter diesem Prinzip verstehe ich das Umdrehen bzw. das Kopieren bestimmter Übungen von rechts auf links. Mit rechts zu beginnen ist für uns Rechtshänder-Drummer kein Problem, und wir fühlen uns sofort sicher. Nach einem kleinen Stop/Cut durch einen Abschlag als Akzent, spielen wir das Ganze in einem zweiten Takt beginnend auf links (Left Hand Lead oder Left Hand Starts).

TURNAROUND WORKOUTS AM SET
Um den Schwierigkeitsgrad mal etwas zu erhöhen, verlagern wir in dieser Workshop- Folge unsere Turnaround-Beispiele vom Pad auf die Snaredrum und ergänzen passende Fuß-Patterns mit Bassdrum und Hi-Hat. Eventuell bietet es sich sogar an, bei dem einen oder anderen Akzentmuster diese auf die Toms zu verteilen. Wichtig ist aber, dass das Turnaround-Prinzip immer bestehen bleibt! Egal was ihr spielt: Der erste Takt beginnt mit der rechten Hand, und im zweiten Takt wird rhythmisch exakt das Gleiche gespielt, aber alles auf links „gestrickt“. Vergleicht auch einmal die dabei entstehenden Sound-Unterschiede. Klingt es in beiden Takten dann cool? Wobei fühlt ihr euch am wohlsten? In dem Moment, wo unsere Füße ins Spiel kommen, ergänzen wir auch eine weitere Koordinationsebene. Je nach ausgewähltem Fuß-Pattern fällt im zweiten Takt die „1“ mit der linken Hand und dem rechten Fuß (Bassdrum) zusammen. Das kann am Anfang schon etwas ungewohnt sein und ebenfalls zu Klangunterschieden zwischen den mit rechts bzw. mit links begonnen Patterns führen.

BEISPIEL 1
Turnaround Workout mit 3er-Grouping und Samba-Fuß-Pattern
Tempo: Viertel = 106 bpm
Die bekannte 3er-Gruppe über Sechzehntel- Noten, welche bereits in Teil 5 dieser Workshop-Reihe besprochen wurde, wird hier auf Snaredrum und Toms übertragen. Die Akzente im ersten Takt mit rechts liegen alle auf dem Floor- Tom, und die Akzente der linken Hand im zweiten Takt werden alle auf dem Rack-Tom gespielt. Alle anderen Schläge werden als Ghostings auf der Snaredrum gespielt. Kombiniert wird das Ganze nun mit einem Samba-Fuß-Pattern. Als kleine Hilfe habe ich über den Noten nochmals das Sticking notiert.

BEISPIEL 2
Turnaround Workout mit 3er-, 5er- und 7er-Grouping und Songo-Fuß-Pattern
Tempo: Viertel = 100 bpm
Hier eine Kombination aus einer 3er-, einer 5er- und einer 7er-Gruppe, welche direkt aufeinander folgen. Hier ergeben sich somit 15 Schläge, und durch Schlag 16 (Akzent) bietet sich auch hier das Turnaround-Prinzip an. Alle Akzente liegen wieder auf den Toms und die Ghostings bleiben auf der Snaredrum (siehe Sticking). Die Bassdrum spielt hier eine typische Songo-Figur, und die Hi-Hat wird als Timekeeper auf alle Viertel getreten.

BEISPIEL 3:
Turnaround Paradiddle Workout binär mit Fuß-Pattern
Tempo: Viertel = 132 bpm
Natürlich darf auch der Paradiddle nicht fehlen. Hier werden der Single- und der Triple-Paradiddle in einem Takt hintereinander gespielt, weshalb sich auch das Sticking im zweiten Takt automatisch umdreht – das passt also perfekt als Turnaround Workout. Hier bleiben die Akzente auf der Snaredrum. Achtet genau auf die dynamischen Unterschiede zwischen Akzenten und Ghostings. Aufgrund des etwas schnelleren Tempos werden Bassdrum und Hi-Hat hier immer abwechselnd gespielt, die Bassdrum auf den Zählzeiten „1“ und „3“, die Hi-Hat auf „2“ und „4“.

BEISPIEL 4
Turnaround Paradiddle Workout ternär mit Fuß-Pattern
Tempo: Viertel = 86 bpm
Und für alle Freaks noch ein schönes ternäres Beispiel zum Schluss. Hier werden der Double- und der Single-Paradiddle in Form von Sechzehntel-Triolen gespielt. Somit ergibt sich am Ende jedes Taktes eine polyrhythmische Akzentverschiebung (3 über 2). Natürlich bleibt auch hier wieder das Turnaround-Prinzip bestehen; der erste Takt beginnt mit rechts und der zweite mit links. Alle Akzente bleiben wieder auf der Snaredrum. Für die Füße wird es hier etwas interessanter. Die Hi-Hat spielt auf alle Viertel (Timekeeper) und die Bassdrum doppelt alle Snare-Akzente.

Da wir nun unsere Koordination auch mal ordentlich gecheckt haben, kommen wir in der nächsten Workshop-Folge zu den „Left Hand Lead Fills“. Bis dahin wünsche ich viel Spaß und eine gute Zeit beim Üben – und alles Gute für die linke Hand! Euer Patrick //

[13419]

Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren