Drums & Business

Patrick Metzger über Self Promotion

Herzlich willkommen zu einer weiteren „DRUMS & BUSINESS“- Kolumne. Ich hoffe, euch mit meinen Tipps und Ansätzen zum Drummer-Business hinsichtlich dieses nicht so einfachen Themas etwas weiterhelfen zu können.

Patrick Metzger
Anzeige

Nach dem Studium der Checklisten, die ich in den beiden letzten Kolumnen vorgestellt habe, habt ihr bestimmt auch schon herausgefunden, wie euer aktueller Stand (Status Quo) im Bereich Business ist, und euch entschieden, welche Bereiche ihr an Fachleute abgibt und welche Aufgaben ihr selbst erledigen könnt und wollt. Schauen wir uns in dieser Kolumne doch einmal an, wie wir uns selbst in der Musiker- und Schlagzeuger Szene promoten können. Stichwort: Self Promotion!

Definition

Unter „Promotion“ versteht man im Allgemeinen nichts anderes als eine Werbung und eine Förderung für ein Produkt – oder auch, wie in unserem Falle, eine Person. Somit ist „Self Promotion“ also eine Eigenwerbung. Als freiberuflicher Künstler sind wir unser eigenes „Produkt“. Wir verkaufen, präsentieren und vermarkten uns selbst, also trifft hier der Begriff Self Promotion bei den meisten von uns wohl zu. Viele sprechen hier auch von „Marketing“, einer bewussten marktorientierten Führung in allen Bereichen, um höheren Umsatz und somit höheren Gewinn zu erzielen. Da wir jedoch in einem künstlerischen Beruf tätig und kein Unternehmen sind, nutze ich persönlich lieber das Wort Promotion. Grundsätzlich unterscheidet man in „Offline“ und „Online“ Promotion/ Marketing.

Offline Promotion: 

Dazu gehören zum Beispiel Visitenkarten, Aufkleber, Flyer, Poster, Plakate, Demo CDs, T-Shirts etc. Speziell in unserem Gewerbe zählen auch Workshops, Vorträge und telefonische Konversationen dazu. Durch ein persönliches Telefonat kommt man mit dem potenziellen Kunden in Kontakt und bietet eine Dienstleistung an.

Online Promotion: 

Diese erfolgt zum Beispiel über die Website, E-Mails, Newsletter, Blogs, Werbebanner, YouTube-Videos, Facebook, Instagram, Twitter und weitere Social-Media-Kanäle. Ein gesunder Mix aus beiden „Tools“ ist in unserem Genre grundsätzlich gut. Ihr müsst „nur“ entscheiden, was für welche Zielgruppe, Kunden und Partner am besten funktioniert (Stichwort: Marktanalyse). Hierzu ein paar Beispiele und Tipps in Kurzform.

Visitenkarte, Flyer, Poster/Plakate:

Eine Visitenkarte ist immer noch ein gutes Mittel, um schnell jemandem deine Kontaktdaten in die Hand zu drücken. Achte hier auf die Inhalte wie Name, Telefon, E-Mail-Adresse, Website etc.

Flyer sind gerade bei Bands oder Musikschulen (Unterricht) immer noch sehr beliebt, da hier mehrere Infos platziert werden können. Für Veranstaltungen wie Workshops oder Konzerte sind Flyer und Poster/Plakate als lokale Werbung sinnvoll.

Eine Website ist die Visitenkarte im Internet. Neben deinen Kontaktdaten, Infos, Vita, aktuelle Tätigkeiten (News), Termine, Fotos, Videos etc. kannst du hier auch einen Shop mit deinen Artikeln anbieten. Biete gegebenenfalls auch Downloads an. Diverse soziale Netzwerke können diese Bereiche nicht alle gleichzeitig abdecken und anbieten.

Social Media: Facebook, YouTube, Instagram & Co.

Facebook ist seit einigen Jahren das Nr.-1-Medium in Sachen Online-Promotion. Es ist wie ein Flyer, nur im Internet. In keinem anderen Netzwerk hast du derzeit so viele Möglichkeiten und kannst in kürzester Zeit so viele Leute und Kollegen, ganz speziell auch deine Zielgruppe, erreichen. Entscheide selber, ob du ein privates Profil oder ein Künstler-Profil anlegen möchtest. Tipp: Vermische hier nicht Privates mit Beruflichem!

Bestimmte Zielgruppen findest du bei Facebook in diversen Gruppen, wie für uns Schlagzeuger zum Beispiel: Drummer in Deutschland, Drummer-Foren, Schlagzeuglehrer, Regionalgruppen etc. Eine weitere sehr gute Online-Promotion bietet YouTube. Achte hier auf einen gut überschaubaren Kanal und vor allem auf die Qualität deiner Videos in Bild und Ton. Die Standards sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Ein gutes Video hat die Funktion, wie sie früher ein Demo-Tape hatte. Einen Link zum Video kannst du wiederum auf anderen Portalen teilen oder auch per E-Mail versenden. Tipp: Nutze hierbei keine schlechten Handy-Videos aus dem Proberaum mit übersteuertem Sound und schlechtem Licht!

Demo-CDs & Audiotracks:

Weiterhin gehören zu einer guten Promotion neben Downloads und Streams immer noch CDs. Gerade für Musiker und Bands empfiehlt es sich, immer ein gutes Demo an der Hand zu haben, das mal schnell ausgehändigt werden kann. Außerdem kann dies auch als Merchandise-Produkt verkauft werden und somit neue Einnahmen generieren. Nutze für die Audiotracks ebenfalls Online-Portale wie iTunes, Musicload, Amazon Music, Spotify und Soundcloud etc., um deine Musik online zu präsentieren. Abschließend möchte ich noch kurz erwähnen, dass alles, was ich bisher geschrieben und erklärt habe, kein Gesetz ist. So auch in dieser Kolumne nicht. Es sind meine ganz persönlichen Ansätze und Anregungen, welche für mich als freiberuflicher Musiker/ Schlagzeuger in irgendeiner Form funktionieren und mich in diversen Bereichen weitergebracht haben. Findet also heraus und entscheidend selbst, was für euch funktioniert, und versucht, hierbei beständig zu bleiben.

Selbstverständlich könnt ihr mir auch gerne eure Fragen und Themenwünsche per E-Mail senden. In diesem Sinne viel Erfolg und alles Gute bis zum nächsten Mal, euer Patrick.


>Wer weitere Details und Infos haben möchte, kann die „Drums & Business“-Broschüre jederzeit hier bestellen.<<

[4700]

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: