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Toto-Schlagzeuger Workshop

Simon Phillips Groove: So gewinnst du an Rhythmus

Dass Simon Phillips eine große Nummer im Drum-Business ist, wäre völlig untertrieben. Als Musiker arbeitete er im Laufe seiner mittlerweile jahrzehntelangen Karriere mit vielen großen Künstlern und Bands wie u. a. Toto, The Who, Pete Townshend, Mick Jagger, Jeff Beck, Mike Oldfeld, Jack Bruce, Joe Satiani, Brian Eno, Roxy Music, The Pretenders und Hans Zimmer („Pirates Of The Carribean“).

In unserem heutigen Workshop zum Thema Rhythmus sollen dich unsere Soundfiles, auf denen du die einzelnen Groove-Patterns in verschiedenen Tempi zwecks besserer Nachvollziehbarkeit anhören kannst, unterstützen:

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 Notenbeispiel 1 zeigt den basismäßig gespielten einfachen 12/8-Groove, bei dem beide Hände abwechselnd durchlaufende 1/8-Noten spielen. Die auf den Taktschwerpunkten durchlaufend gesetzten Bassdrum-Akzente sorgen für das rhythmische Fundament. Ein Snaredrum-Backbeat wird jeweils auf der Zählzeit „4“ (die vierte 1/8-Noten 3erGruppe) gesetzt. Spannend und die Charakteristik des Grooves bestimmend ist der Einsatz der Octobans. Im ersten Takt werden die entsprechenden Akzente auf der vierten und sechsten 1/8-Note platziert, also auf einem rhythmischen Schwerpunkt beginnend. Im zweiten Takt dagegen steht der erste OctobanAkzent synkopisch auf der zweiten 1/8-Note, der zweite Akzent wieder im Abstand von zwei 1/8- Noten auf einem rhythmischen Schwerpunkt, der vierten 1/8-Note. Durch diese verschobene Rhythmisierung und die tonal unterschiedlichen Octobans entsteht ein sehr spannender und für Simon typischer Groove. Die eingebauten leichten Hi-Hat-Öffnungen setzen zusätzliche Betonungen. Da Simon seine Octobans auf der linken Seite des Drumsets postiert hat, beginnt er das Pattern mit der rechten Hand auf der Hi-Hat.

Notenbeispiel 2: Bei diesem im 3/4- Takt interpretierten Groove setzt Simon die Snaredrum-Backbeats sehr konventionell auf die Zählzeiten „3“ und „4“. Die Spannung entsteht durch das sehr offen gespielte Ride-CymbalPattern sowie die vielen Snaredrum Ghost Notes. Der Tom-Akzent auf der Zählzeit „2e“ in Takt 2 sorgt für zusätzliche Klangfarbe. Dieser Rhythmus ist ein schönes Beispiel für das von Simon praktizierte „Open Handed Playing“, das aufgrund der offenen und somit besseren Beweglichkeit beider Hände wesentlich mehr Orchestrierungsmöglichkeiten als die herkömmliche Spielweise mit lediglich einer Führungshand eröffnet.

Notenbeispiel 3: Dieses Groove-Pattern basiert von den rhythmischen Schwerpunkten her auf einem 4/4-Takt mit angehängtem 3/8-Takt. Auch hier sorgen jede Menge Ghost Notes hintergründig für die feine Bewegung des Grooves.

Übetipp: Die wenigstens von euch haben sicherlich ein Octoban-Set in ihr Drumset integriert, dennoch lässt sich Simons Groove leicht auf ein konventionelles Drumset übertragen. Statt der Octobans spielt ihr dabei die entsprechenden Akzente auf den beiden Toms sowie dem FloorTom eines Standard-Drumsets. Damit das funktioniert müsst ihr das Pattern lediglich mit der linken Hand beginnen.

Simon-Phillips-noten

 

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