Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Gadd-Groove

Steve Gadd an den Drums in Paul Simons Late in the evening 

 

Jetzt mögen einige vielleicht denken: „Ach Mann, so ein alter Hut – Paul Simon haben meine Eltern damals gehört.“ Kann alles sein, aber der „alte Hut“ ist ein verdammt trickreich gespielter Groove aus der Feder eines der einflussreichsten Drummer der Gegenwart: Steve Gadd.

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Steve Gadd Drum Chords

Wohl kaum jemand kann sich der Faszination seiner magischen Spielweise entziehen, und alle Drummer dieser Welt zitieren Steve Gadd als die „DNA des Grooves“. Unter den vielen Gadd-Juwelen habe ich die Aufnahme „Late in the Evening“ aus dem Paul-Simon-Album „One Trick Pony“ von 1980 ausgesucht.

Steve Gadd verleiht dem Song eine starke rhythmische Prägung, denn er tritt hier nicht als Song-Begleiter in Erscheinung, sondern entwickelte eine äußerst kreative Groove-Idee, die „Late In The Evening“ ein starkes Profil schenkt. Was Steve Gadd hier trommelt, liegt auf dem Fundament einer „Four on the floor“-Basis.

Das Lebendige und Antreibende gestaltet er mit einer Verkettung von Rim-Sounds und Tom-Beats, die einer genauen, melodiösen Ordnung folgen. Wie Steve Gadd selber sagt, hat ihn der kubanische Rhythmus Mozambique zu diesem Groove inspiriert. Zumindest sind deutliche Anleihen zu hören, wie z. B. die rollende Tom-Figur, die er vom traditionellen Bombo-Pattern (Basstrommel) adaptiert hat. Notiert seht ihr das Basic-Pattern mit Handsatz.

Paul Simon Album

Auch wenn Steve diesen Groove mit vier Drumsticks spielt, was natürlich auch einen ganz individuellen Sound erzeugt, so lässt sich dieses Pattern ganz wunderbar auch mit nur zwei Drumsticks auf den Tom-Rims spielen, um den rollenden Flow dieses Grooves aufzuspüren. In der weiteren Notation seht ihr eine von vielen möglichen Spielweisen dieses Drum-Grooves (Tempo: ca. 120 bpm/Viertel). Steve Gadd selber hat hier stets variiert und mal mehr oder weniger dichte Tom-Figuren eingebaut.

Auch kann der Handsatz durchaus mal variieren. Wichtig sind allerdings die tonal von oben nach unten geführte Tom-Figur sowie die auf den Tom-Rims gespielten Click-Sounds (obere Notenzeile). Es gibt übrigens auch einige sehr schöne YouTube-Clips, bei denen Steve Gadd feine Versionen und Varianten seines „Late In The Evening“-Grooves zum Besten gibt. Viel Spaß mit diesem außergewöhnlich tollen Groove!

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