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Drum Essentials

Steve Gadd: Paradiddle Konzepte

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Die STICKS-Ausgabe 06.2008 widmete sich u.a. der DVD von Drummer-Legende Steve Gadd, die 2006 während einer ausgedehnten WorkshopTour durch Nordamerika aufgenommen wurde und einen tiefen Einblick in die Schlagzeugwelt dieses Ausnahmeschlagzeugers vermittelt.

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Eins seiner dort vorgestellten Konzepte ist der praktische Einsatz von Paradiddles. Das dahinterstehende Konzept ist in Notenbeispiel 1 notiert: Ausgangspunkt ist der in NB 1a gezeigte Single Paradiddle mit dem Handsatz „RLRR“ sowie seiner anschließenden Umkehrung „LRLL“, der jeweils erste Anschlag jeder 4er-Gruppe wird dabei akzentuiert. In NB 1b wird dieses Pattern permutiert, d. h. es startet um eine 1/16-Note versetzt auf der Zählzeit „1e“. In NB 1c beginnt der Single Paradiddle nun um eine weitere 1/16-Note versetzt auf der Zählzeit „1und“, in NB 1d startet die Figur auf der „1a“.

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Zur optischen Verdeutlichung sind die jeweils ersten Handsätze dabei von der Schrift her größer notiert. Die Idee besteht also darin, dass das originale Single Paradiddle Handsatz-Pattern auf vier verschiedenen Zählzeiten jeder Viertelnoten-Zählzeit beginnen kann, wobei natürlich, je nach musikalischer Situation, mit der rechten oder auch linken Hand begonnen werden kann. Es macht logischerweise nur Sinn, das Ganze zu einem Time-Bezug wie z. B. einem Viertelnoten-Click zu üben. Oder lasst einfach die mit dem linken Fuß auf den Viertelnoten-Zählzeiten getretene Hi-Hat mitlaufen. Übetipp: Spielt zuerst einmal einzeln die in NB 1a bis 1d notierten Patterns.

Sobald jede Figur für sich alleine im Zusammenspiel mit der mit dem linken Fuß gespielten Hi-Hat koordinationsmäßig funktioniert, kombiniert zwei verschiedene Beispiel miteinander, z. B. 1a und 1b etc. Zum Schluss solltet ihr in der Lage sein, alle vier Figuren mit durchlaufender Hi-Hat hintereinander zu spielen. Dabei kommen in der notierten Version schon mal drei von der linken Hand hintereinander zu spielende Schläge vor, so beim Übergang von NB 1a zu NB 1b. Aus diesem Grund ist es eventuell bei einem schnelleren Tempo angesagt, die Handsätze zu wechseln und bei NB 1b den Single Paradiddle ab der Zählzeit „1e“ mit der linken Hand zu beginnen. Daher ist dieser Handsatz hier auch noch einmal in Klammern notiert.

Praktische Anwendung: In NB 2 ist eine von Steve Gadd auf seiner DVD gezeigte Anwendung der oben gezeigten Patterns notiert. Dabei spielt er die rechte Hand auf der geschlossenen Hi-Hat und die linke Hand auf der Snaredrum, wobei alle nicht akzentuierten Schläge als Ghost Notes ausgeführt werden. Dazu werden einzelne Bassdrum-Akzente gesetzt. In der praktischen Anwendung kombiniert Steve Gadd diese Figuren miteinander, zu sehen ab DVD-Spielzeit 01:05:08 im Kapitel „Paradiddles“.

Es ist schon erstaunlich, welche interessanten Figuren sich aus dieser Idee heraus entwickeln lassen. Im Prinzip geht Steve Gadd bei der Anwendung verschiedener Rudiments immer auf die gleiche Weise vor: Man nehme sich ein Pattern und verteile es auf alle möglichen Arten am kompletten Drumset als Grooves und Fills, wobei die Dynamik und Phrasierung der einzelnen Schläge entscheidend dafür ist, ob das Ganze auch klingt

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