Jam Track des Tages: Sting

Sting Playalong: Seven Days

Sting-Seven-Days

Als Sänger, Bassist und Songwriter des legendären Rock-Trios The Police war Sting bereits ein Superstar, als er, inspiriert von einem Traum, sich eine Band zusammenstellte, deren Line-up jeden Jazz-Fusion-Fan mit der Zunge schnalzen ließ. Mit Branford Marsalis (ts/ss), Kenny Kirkland (kb), Darryl Jones (b) und Omar Hakim (dr) spielte Sting 1985 sein sensationelles SoloDebüt „The Dream Of The Blue Turtles“ ein. Acht Jahre später war bei „Ten Summoners Tales“ kein Musiker aus diesem Line-up mehr beteiligt. Der Gitarrist Dominic Miller hatte sich als legitimer Andy-Summers-Nachfolger etabliert, die Keyboards bediente David Sancious, und hinter dem Drumset saß kein Geringerer als Vinnie Colaiuta.

Anzeige

Notation

Die im Intro gespielte Basis-Rhythmik dieses 5/8- Grooves, der rhythmisch in eine 3er- sowie eine 2er-Gruppe untergliedert ist, wird durch den Bassdrum- bzw. Snaredrum-Rimclick-Akzent auf der ersten bzw. vierten 1/8-Note bestimmt. Spannend ist die äußerst filigrane und hintergründig wirkende Hi-Hat-Arbeit von Drummer Vinnie Colaiuta. Die auf der Hi-Hat gespielten 1/16-Noten werden im 1/4-Noten-Abstand betont, das ganze Pattern erstreckt sich somit über zwei 5/8-Takte bzw. einen 5/4-Takt. Durch das durchlaufende Akzentuieren des 1/4-Notenpulses wird der ungerade Groove sozusagen geglättet, der Rhythmus klingt aufgeräumter, fließender und weniger „ungerade“. Als Variation dieser Rhythmik baut Vinnie dagegen z. B. auch auf der Hi-Hat akzentuierte 3er-Gruppen von 1/16-Noten in den Groove ein. So auch in den Takten 7 und 8 im Intro bzw. in den Takten 7 und 8 des zweiten A-Teils (ab CD-Zeit 00:26). Auch im B-Teil des Songs wird die Idee der durchlaufend über zwei 5/8-Takte akzentuierten 1/4- Noten konsequent weitergeführt, wobei der 1/4-Puls nun basismäßig auf der Cup des Ride-Cymbals platziert wird. Zudem kommen weitere Bassdrum-Akzente hinzu, der wichtigste von ihnen ist die synkopische Platzierung auf der „und“ der zweiten 1/8-Note. Diverse rhythmische Hi-Hat-Verdopplungen von 1/16- zu 1/32-Noten verleihen dem Rhythmus weiteren Speed, so z. B. zum Ende des A-Teils ab CD-Zeit 02:01 oder im Outro des Songs. Achtet auch einmal auf die rhythmische Wirkung, die durch die ab diesem A-Teil hintergründig in 1/8-Noten durchlaufend gespielte Bassdrum entsteht. Die einzelnen Fill-ins leben rhythmisch von der gegen den Puls gesetzten synkopischen Platzierung diverser Tom- und Snaredrum-Akzente. Ein rhythmisches Meisterwerk von Vinnie Colaiuta.

—> Hier geht’s zum PLAY ALONG Download <—

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: