Produkt: Sticks Digital 07-08/2019
Sticks Digital 07-08/2019
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Groove-Workshop

Groove-Workshop Vinnie Colaiuta: Sting -Seven Days

Sting-Seven-Days

Als Sänger, Bassist und Songwriter des legendären Rock-Trios The Police war Sting bereits ein Superstar, als er, inspiriert von einem Traum, sich eine Band zusammenstellte, deren Line-up jeden Jazz-Fusion-Fan mit der Zunge schnalzen ließ.

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Mit Branford Marsalis (ts/ss), Kenny Kirkland (kb), Darryl Jones (b) und Omar Hakim (dr) spielte Sting 1985 sein sensationelles Solo-Debüt „The Dream Of The Blue Turtles“ ein. Acht Jahre später war beim Album „Ten Summoner’s Tales“ kein Musiker aus diesem Line-up mehr beteiligt. Der Gitarrist Dominic Miller hatte sich als legitimer Andy-Summers-Nachfolger etabliert, die Keyboards bediente David Sancious, und hinter dem Drumset saß kein Geringerer als Vinnie Colaiuta.

Notation

Die im Intro gespielte Basis-Rhythmik dieses 5/8- Grooves, der rhythmisch in eine 3er- sowie eine 2er-Gruppe untergliedert ist, wird durch den Bassdrum- bzw. Snaredrum-Rimclick-Akzent auf der ersten bzw. vierten Achtelnote bestimmt. Spannend ist die äußerst filigrane und hintergründig wirkende Hi-Hat-Arbeit von Drummer Vinnie Colaiuta. Die auf der Hi-Hat gespielten Sechzehntel-Noten werden im Viertelnoten-Abstand betont, das ganze Pattern erstreckt sich somit über zwei 5/8-Takte bzw. einen 5/4-Takt. Durch das durchlaufende Akzentuieren des Viertelnotenpulses wird der ungerade Groove sozusagen geglättet, der Rhythmus klingt aufgeräumter, fließender und weniger „ungerade“. Als Variation dieser Rhythmik baut Vinnie dagegen z. B. auch auf der Hi-Hat akzentuierte 3er-Gruppen von Sechzehntel-Noten in den Groove ein. So auch in den Takten 7 und 8 im Intro bzw. in den Takten 7 und 8 des zweiten A-Teils (ab 00:26).

Auch im B-Teil des Songs wird die Idee der durchlaufend über zwei 5/8-Takte akzentuierten Viertelnoten konsequent weitergeführt, wobei der Viertelpuls nun basismäßig auf der Cup des Ride-Cymbals platziert wird. Zudem kommen weitere Bassdrum-Akzente hinzu, der wichtigste von ihnen ist die synkopische Platzierung auf der „und“ der zweiten Achtelnote. Diverse rhythmische Hi-Hat-Verdopplungen von Sechzehntel- zu Zweiunddreißigstel-Noten verleihen dem Rhythmus weiteren Speed, so z. B. zum Ende des A-Teils ab 02:01 oder im Outro des Songs. Achtet auch einmal auf die rhythmische Wirkung, die durch die ab diesem A-Teil hintergründig in Achtelnoten durchlaufend gespielte Bassdrum entsteht. Die einzelnen Fill-ins leben rhythmisch von der gegen den Puls gesetzten synkopischen Platzierung diverser Tom- und Snaredrum-Akzente. Ein rhythmisches Meisterwerk von Vinnie Colaiuta!

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Is this the album version by Sting or a cover version by someone else?

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    1. This is a cover version.

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