Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Zauberer der Grooves & Tricks

Workshop: Tamburin spielen

Ein Klassiker der Small Percussion ist unanfechtbar das Tambourine (Tamburin, Schellenring). Der Schellenring ist weltweit verbreitet, und jeder kennt die silbrigen Klänge, deren Einsatzmöglichkeiten stilübergreifend in der Musik rund um den Globus Karriere machten. Doch wie jedes Percussion-Instrument lebt auch der Schellenring von einer speziellen Spieltechnik, die es erlaubt, präzise Klänge zu gestalten und diese rhythmisch so zu formen, dass sich daraus interessante Grooves entwickeln.

Tamburin halten

Anzeige

ARCHITEKTUR

Tambourines gibt es in drei grundlegenden Formen: oval, halbmondförmig und kreisrund. Die Rahmen bestehen entweder aus Holz, aus Kunststoff oder aus Leichtmetall. Mittels kleiner Metallstifte sind darin Schellen eingearbeitet, die sich frei bewegen können und dadurch den Klang des Instruments hervorrufen. Diese Jingles gibt es wiederum in unterschiedlichen Qualitäten zwischen Blech, Nickelsilber, Aluminium oder Messing sowie in glatter Form oder mit gehämmerter Oberfläche.

HALTUNG

Man hält das Tambourine am vorgesehenen Griffelement (gepolsterter Teil), so dass es senkrecht nach oben steht und vor dem Körper in einer „links/rechts“-Pendelbewegung mit einer Hand geführt werden kann (Foto 1). Um unerwünschte Rasselgeräusche zu vermeiden (das Tambourine ist ja sehr aktiv und klingelt gerne auch ungefragt mit) legt man den Schellenring zur Seite, so dass die Jingles aufeinander liegen und ihre Ruheposition einnehmen (Foto 2).

SPIELWEISEN

Bewegt man den Schellenring vor dem Körper hin und her, so können einfache binäre oder triolische 1/8- und 1/16-Rhythmen gespielt werden (Beispiele 1 – 3). Gute Akzente erhält man, wenn die linke Hand die Bewegung des Tambourines stoppt und damit einen Anschlagpunkt bildet. Hierbei können frei wählbare Akzente gesetzt werden, indem man innerhalb des Grooves manuelle Schlagimpulse addiert (Gegenschlag: Tambourine – Handballen). Durchaus üblich sind Akzente zum Beispiel auf „2“ und „4“.

Noten für das Tamburin

In der Popmusik wird damit gerne die Snaredrum gedoppelt, womit der Backbeat dann „versilbert“ werden kann (Beispiel 4). Weitere Akzentbeispiele sieht man in den Grooves der Notenbeispiele 5 und 6 (hier eine Offbeat-Figur). Weitaus deutlichere Akzente entwickeln sich, wenn anstelle der linken Hand ein zweites Tambourine als Gegenschlag-Instrument dient (Foto 3). Diese Addition vieler Schellensounds führt hier zu klaren und sehr lebhaften Akzenten.

TIPPS

Beim Kauf eines Tambourines unbedingt darauf achten, dass die Schellen sicher gestiftet sind! Tambourines mit Kunststoffrahmen sind haltbarer als Holzrahmenmodelle. Sehr praktisch in der Handhabung sind „Halbmond“-Modelle oder auch solche mit ovalem Profil, da sie flinken Bewegungen leichter folgen. Die Auswahl eines Tambourines sollte auch dadurch bestimmt werden, dass es leicht und bequem in der Hand liegt, denn präzises Spiel mit durchhaltender Power ist hier das A und O. Gerade beim Tambourine kommt es auf eine absolut exakte Spielweise an, weil es den Drive und den GrooveFluss eines Songs stärken soll und rein frequenzmäßig immer gut hörbar ist.

 

Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren