Power Sound für Heavy Hitter

Test: Extreme Crash-Sounds in der 2002-Serie von Paiste

Paiste 2002 Extreme Crash Cymbals(Bild: Dieter Stork)

In der ewig beliebten und bewährten Paiste-2002-Cymbal-Serie gibt es drei neue Crash-Cymbals. Mit den „Extreme“-Modellen bedient Paiste die energetischen Spielweisen heutiger Rock- und Metal-Drummer. Und schon mit den Größen 18″, 19″ und 20″ zeigt der Hersteller eindeutig, dass es hier um extrem kräftige Akzent-Sounds für Power Play geht.

Technisches

Gefertigt werden natürlich auch die 2002 Extreme Crash Cymbals wie eh und je in Handarbeit in der Schweiz und selbstverständlich aus der bewährten B8 Bronze (CuSz8). Vergleicht man die Extreme-Crash-Cymbals mit den Standard-Crash-Cymbals der Serie 2002, so fallen die höheren und im Durchmesser größeren Kuppen als erstes ins Auge. Auch das Profil ist etwas höher gestaltet und beschreibt einen deutlichen Bogen. Damit ist also mehr Vorspannung in den Extreme-Crash-Cymbals vorhanden. Das 18″-Extreme-Crash bringt satte ca. 1660 Gramm auf die Waage und damit locker 250 Gramm mehr als unser 18″-2002-Crash als Vergleichsmodell. Das Abdrehmuster und die Hämmeurng sind prinzipiell identisch, jedoch ist z. B. die Setztiefe der Einschläge bei den Extreme-Crash-Cymbals etwas tiefer. Die Verarbeitung ist wie gewohnt ausgezeichnet: Die drei Modelle sind sauber balanciert, es gibt keinerlei scharfe Kanten in Kuppenlöchern oder an den Rändern. Auch die Optik der Cymbals besticht mit dem typischen goldenen Glanz der 2002-Serie und mit makellosen Oberflächen.

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Klangliches

Die Paiste-Extreme-Crash-Cymbals bedienen die Heavy-Hitter des modernen Schlagzeugspiels, und sie fordern dementsprechend auch eine energetische Spielweise. Wer hier sachte anschlägt, erntet keinen explosiven Crash, da sollte man mit schon mit mittelschweren Sticks anfangen und eine kernige Spielweise an den Tag legen. Erst dann entwickelt der Attack eine gewisse Spritzigkeit, etwas Obertonschimmer sowie ein breites Frequenzspektrum.

Durch die großen Kuppen wird der Attack sehr deutlich in den hohen Mitten betont. Das Ganze wirkt durchweg bissig, wenn auch nicht zu harsch. Das Sustain kombiniert sehr helle Obertöne mit transparenten tiefen, leicht gongig wirkenden Klanganteilen. Somit sind die Sounds der Extreme-Crash-Cymbals entsprechend mächtig und stehen auch sehr lang. Nach oben hin gibt es dynamisch kaum eine Grenze, man kann hier wirklich mit extremer Rockstar-Attitüde zu Werke gehen. Unsere Testkandidaten sind harmonisch aufeinander abgestimmt und ergeben zusammen einen schönen Cymbal-Satz.

Fazit

Die drei neuen Extreme-Crash-Cymbals der Serie 2002 wollen mit einer energiegeladenen Spielweise gefordert werden. Sie sind also genau das Richtige für alles was hard and heavy und ist; und ja, es geht hier auch um Lautstärke – definitiv! Sie bieten neben ihren „2002“-Genen genau den Schuss mehr Giftigkeit im Attack und ein gongiges, transparentes Sustain, so dass man von einem modernen, durchsetzungsstarken Power-Sound reden kann. Besser ist es, wenn der Sänger/die Sängerin etwas Abstand hält, was für den prädestinierten Einsatz der Cymbals auf meist größeren Bühnen sicherlich kein Thema ist. Wer also hierfür passende Crash-Cymbals sucht, ist gut beraten die Paiste 2002 Extreme Crash Cymbals einmal anzutesten.

Facts

Hersteller

Paiste

Herkunftsland

Schweiz

Serie

2002

Bronze

B8 (CuSn8, 92% Kupfer, 8% Zinn)

Vertrieb

Gewa

Internet

paiste.com

gewamusic.com

Preise (UvP)

  • 18″ 2002 Extreme Crash: ca. € 333,–
  • 19″ 2002 Extreme Crash: ca. € 361,–
  • 20″ 2002 Extreme Crash: ca. € 387,–

(aus STICKS 07-08/2019)

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