Backing Tracks The Black Keys

The Black Keys Playalong: Lonely Boy

The Black Keys, das sind Gitarrist/Sänger Dan Auerbach und Schlagzeuger Patrick Carney. Für ihr siebtes Album gingen sie für 40 Tage in Klausur. In Auerbachs spartanisch eingerichtetem Heimstudio entstanden elf Songs, alle kürzer als vier Minuten.

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Entstanden ist eine schräge, anachronistische Mixtur aus billigen Uralt-Orgel-Sounds, aus Gitarren, die durch Fuzz-Boxes gejagt wurden und die man heute eigentlich nicht einmal mehr mit der Kneifzange anfassen will, Drum-Beats aus den 60ern, Handclaps und anderen obskuren Zutaten. „El Camino“ hört sich an „… wie eine Sammlung von elf verloren gegangenen 45er-Singles, von denen jede einen noch fetteren Beat oder einen dreckigeren Hook hat als die zuvor gespielte“ (allmusic. com). Dazu kommt, dass die Tracks sich zwar alle aus dem stilistischen Inventar der Popgeschichte bedienen, dabei aber trotzdem einen unverwechselbar eigenen Charakter zeigen. So auch „Lonely Boy“. Hier beweisen die beiden Musiker und ihr Produzent Danger Mouse, dass sie auch vor der größten denkbaren Banalität nicht zurückschrecken. Der von einer echt grausig klingenden, angezerrten Orgel gespielte synkopierte Hook ab 00:16 min ist so platt, dass man beim ersten Hören seinen Ohren nicht traut! Ist nun der CD-Player hinüber, oder haben die das echt so aufgenommen? Egal wie man dazu stehen mag, aalglatter Mainstream ist das ganz bestimmt nicht!

Notation

Das eher beschwingte Feeling dieses Titels entsteht nicht zuletzt durch das schnelle Tempo der Halben Noten. Hinsichtlich der verwendeten Grooves kommen drei Variationen zur Anwendung, die im Prinzip neben herkömmlichen Snaredrum-Backbeats auf den Zählzeiten „2“ und „4“ auf dem Floor-Tom (Intro) bzw. der Snaredrum (A-Teil) bzw. dem Ride-Cymbal (B-Teil) durchlaufend angeschlagenen Achtelnoten basieren. Durch das zusätzliche Akzentuieren der Achtelnoten-Zählzeit „2und“, so z. B. im Intro sowie im B-Teil, wird der Effekt des leichten Swing-Feelings verstärkt. Als rhythmischer Ruhepol im Gegensatz zu den durchlaufenden Achtelnoten sorgt das Platzieren der Bassdrum-Akzente auf den Zählzeiten „1“ und „3“.

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