Produkt: Sultan’s Curse – Mastodon
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Patrick Metzger Drum-Workshop

The Next Level Workshop: Der böse Zeigefinger

Stick(Bild: Hage Musikverlag)

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Workshop. In „The Next Level“ wird es darum gehen, wie sich jeder Schlagzeuger individuell verbessern kann, egal ob Hobby oder Berufsmusiker und egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

Für jeden Spieler wird etwas dabei sein, und wir werden in die unterschiedlichsten Themenbereiche eintauchen, dazu gibt’s einfache und praktische Beispiele zum Nachspielen oder als Anregung für eigene Ideen. Ich wünsche viel Spaß mit  „The Next Level“ und freue mich jetzt schon auf eure Fragen und Feedbacks. Also, auf zum nächsten Level!

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The Next Level

Ich habe diesen Titel ganz bewusst gewählt, da jeder von euch ein unterschiedliches Ausgangs-Level hat, auf dem er sich aktuell befindet. Jeder möchte allerdings besser werden, sich weiterentwickeln und jedoch kennt jeder wohl auch das Problem, dass man irgendwann an einer Stelle angelangt ist, an der man nicht mehr weiterkommt und die Hilfe eines Lehrers/ Coach benötigt.

In meinem Buch „Tools & Skills“ sind viele meiner persönlichen Übekonzepte und Hilfestellungen zum Weiterkommen ausführlich erklärt. Selbstverständlich werde ich in dieser neuen Workshop-Serie nicht einfach nur einige Inhalte aus dem Buch aufgreifen oder wiederholen, sondern euch einiges an Material liefern, was aus Platzgründen im Buch nicht mehr abgedruckt werden konnte. Ihr bekommt also einiges an Zusatzmaterial.

Der böse Zeigefinger

Beginnen möchte ich in diesem ersten Workshop mit dem „bösen“ Zeigefinger. Diese „technische Baustelle“ ist mir im Laufe der letzten Jahre meiner Unterrichtstätigkeit bei unzähligen Drummern aufgefallen. Worum geht es dabei genau?

Viele Schlagzeuger machen den Fehler, dass sie mit dem Daumen und dem Zeigefinger den Stock zu fest zudrücken, und/oder den Stock abbremsen und sich somit in Kontrolle, Lautstärke und auch Geschwindigkeit selbst reduzieren. Oftmals fehlt sogar die Kontrolle über den Stock bei schnellen Bewegungen über das ganze Drumset aufgrund einer „ungünstigen“ Stockhaltung.

Dies ist oft die erste „Technik-Baustelle“, bei der sich viele Drummer selbst im Wege stehen, um auf das nächste spieltechnische Level zu kommen. Aber warum? Viele Sachen lassen sich mit einer schlechten bzw. ungeschickten Stockhaltung nicht umsetzen und spielen, wenn wir den Stock zu fest in der Hand halten oder sogar zwischen Daumen und Zeigefinger zudrücken. Wie im Foto zu erkennen ist, sollte der Zeigefinger seitlich am Stock wie eine Art Führungsschiene sein, an der der Stock hoch und runter gleiten kann. Mit dem Daumen wird der Stock auf der Innenseite (zum Körper hin) nur fixiert. Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger halten den Stock hinten fest und haben immer Holzkontakt, drücken jedoch nicht fest zu. Somit habe ich als Spieler immer noch die Möglichkeit, bei Bedarf den Stock zusätzlich mit den Fingern anzutreiben (Stichwort: Finger Control).

Notenbeispiel

Hier geht´s zu den passenden Videofiles!

 

Egal ob am Practice Pad oder am ganzen Drumset – versucht mal mit einer solchen lockeren Stockhaltung zu spielen, den Stock zu führen, aber nicht zu bremsen! Und schaut euch hierzu das Video an, bei dem ich noch mehr auf Details eingehe.

Notenbeispiele

Singles & Doubles

Denkt hier nicht unbedingt bei den angegebenen Notenwerten (Sechzehntel-Noten) ans schnelle Spielen, sondern versucht die Einzel- und Doppelschläge jeweils für eine Minute gleichmäßig und locker zu spielen. Nutzt den Rebound, der euch den Stock wieder zurück bringt und denkt an den Basketball-Effekt, wie auch im Video erklärt. Immer locker den Stock aus dem Handgelenk nach unten bringen.

Haltet den Stock hinten mit Mittel-, Ring- und kleinem Finger fest und achtet darauf, nicht zwischen Daumen und Zeigefinger fest zuzudrücken!

Dies verlangsamt quasi die Eigeninitiative des Stocks zum freien Springen. Liegt der Stock sogar auf dem Zeigefinger auf, so wird dieser abgebremst bevor er überhaupt auf das Pad oder das Fell trifft. „Der Stock macht die Arbeit, ich sage ihm was er machen soll!“ – ein genialer Spruch, den ich von Dom Famularo gelernt hab.

Speziell bei Doubles werde ich mit einer falschen Stockhaltung schnell ans Limit kommen, da der jeweils zweite Schlag eigentlich durch den Rebound entstehen soll. Geschieht dies nicht, weil ich den Stock zwischen Daumen und Zeigefinger zu fest halte und zudrücke, so muss ich den Schlag bewusst ausspielen, was mich in der erreichbaren Geschwindigkeit reduziert.

Übetipp

Hier noch ein allgemeiner Übetipp. Schreibt euch eure persönliche Checkliste von Dingen, die ihr verbessern wollt, in Stichpunkten auf einen Zettel, den ihr während des Spielens/Übens immer lesen könnt. Diese Punkte erinnern euch ständig an eure aktuellen Probleme und Baustellen. Egal was ihr spielt, es geht um das wie Zum Beispiel:

  • Zeigefinger wegstrecken
  • Stock locker halten nicht zudrücken
  • Locker aus dem Handgelenk / Basketball

Schickt mir jederzeit gerne eure Fragen, Anregungen, Themenwünsche und Kritik per E-Mail an mail@dumsolo.de! Bis zum nächsten Mal, euer Patrick


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