Produkt: Who Did You Think I Was – John Mayer Trio
Who Did You Think I Was – John Mayer Trio
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Schlagzeug-Workshop

Thomas Lang Workshop: Grooves und Fills

(Bild: Tom Schäfer)

In diesem Workshop geht es um die Grooves und Fills von Thomas Lang. Auf „I Can Destroy“ von Gitarrist Paul Gilbert gibt es 13 recht unterschiedliche Rock-Tunes zu hören, das Repertoire reicht stilistisch vom Blues-Rock bis zum Soul-Funk. Grund genug für uns, wieder einmal ein paar von Thomas Langs klasse gespielten Grooves vorzustellen, die er hier mal wieder im musikalischen Kontext einer tollen Band präsentiert.

WOMAN STOP
Notenbeispiel 1 zeigt die ersten beiden Takte des Intros. Nach einem kurzen einleitenden Fill spielt Thomas einen über 13/8 laufenden Beat, der sich hinsichtlich der rhythmischen Schwerpunkte in einen 7/8- sowie einen 6/8-Takt untergliedert. Diese Aufteilung ist durch das Gitarren-Pattern bedingt, das ab Takt 3 startet und eben über diese beiden 7/8- und 6/8-Takte läuft. Dies bedeutet, dass der Groove ab der achten Achtelnote bzw. siebten Achtelnote wieder von vorne beginnt.

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Das lässt sich auch optisch am Notenbild im zweiten Takt gut nachverfolgen, da Thomas hier auf der vierten Achtelnoten-Zählzeit des 7/8-Taktes wie auch des 6/8-Taktes beide Sechzehntel-Bassdrum-Akzente anschlägt und der Beat daher in der Notation deutlicher erkennbar ist. Da sich beide Rhythmen vom Feel her stark am Viertelpuls orientieren und der 7/8-Takt im Prinzip als 4/4-Takt bei dem eine Achtelnote wegfällt umgesetzt wird, bzw. der 6/8-Takt im 3/4-Feeling daher kommt, habe ich dies in der Notation berücksichtigt und jeweils vier Sechzehntel-Noten, wie bei einem 4/4 bzw. 3/4 Takt üblich, zusammenhängend notiert. Zum besseren Verständnis ist in Notenbeispiel 1a der zweite 13/8-Takt aus Notenbeispiel 1 auch notationsmäßig in einen 7/8- Takt sowie einen 3/4-Takt aufgeteilt notiert.

noten

ONE WOMAN TOO MANY
Notenbeispiel 2: Diese Figur kommt in recht schnellem Tempo der Viertelnoten von immerhin ca. 160 bpm daher. Aus diesem Grunde klingt das über zwei Takte gespielte einleitende Fill-Pattern wirklich ziemlich cool, obwohl es rhythmisch betrachtet mit Ausnahme der Zählzeit „2“ in Takt 2 basismäßig hauptsächlich lediglich aus durchlaufenden Sechzehntel-Noten besteht. Diese werden allerdings über Snaredrum/Toms und Bassdrum interessant verteilt orchestriert, wobei die zum Teil synkopische Platzierung markanter Anschläge für viel Bewegung sorgt.

Zum Abschluss des Fill-ins kommen in Takt 2 auf den Zählzeiten „3“ und „4“ durchlaufende Achteltriolen zum Einsatz. Durch diese Kombination binärer und ternärer Rhythmik wird zusätzliche, effektive Spannung erzeugt, bevor der eigentliche Beat in Takt 3 des Beispiels startet. Die Zweitaktigkeit dieses Grooves entsteht allein durch das Verschieben des ansonsten obligatorischen Bassdrum-Akzentes von der Zählzeit „1“ auf die synkopische Zählzeit „1und“ – so einfach wie einfach effektiv

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