Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
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Sounds und Grooves, Tipps und Tricks

Workshop: Satellite Shaker

Workshop Satellite Shaker(Bild: Tom Schäfer)

Der kleine Koffer mit den sechs Klangkapseln dürfte die Neugierde vieler Perkussionisten und Schlagzeuger geweckt haben. Denn mit dem Satellite Shaker präsentiert sich ein modulares System mit Wechsel-Sounds. Wie aber funktioniert das Ganze? Und welche Klangoptionen stehen zur Verfügung?

Die sechs Quader-Satelliten bieten unterschiedliche Sounds, die aufgrund der Füllinhalte sowie durch verschieden konstruierte Gehäuse entstehen. Somit liegt die Idee auf der Hand, Klangmischungen zu komponieren, die den eigenen Sound-Vorstellungen entsprechen oder dem Kontext der Musik angepasst sind. Manchmal müssen es eben superfein und leise klingende Shaker sein, ein anderes Mal scheint der grob rasselnde Sound sinnvoller. Vielfach sorgen auch Shaker-Akzente für ein lebendiges Sound-Design. Und genau hier setzt die Idee des Satellite Shaker an, dessen Kapseln durch frei wählbare Kombinationen diverse Klangspektren offerieren.

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Einsetzen, Arretieren und Wechseln der Shaker-Kapseln

Das Prinzip ist selbsterklärend, doch ein paar Tipps können nicht schaden. So ist es wichtig, dass die Satellite-Kapsel senkrecht von oben in die Führungsschiene eingeschoben wird. Mit einem „Click“ wird der Body automatisch in der richtigen Position arretiert (siehe Foto 2).

Workshop Satellite Shaker
Foto 2: Der Daumen drückt die Kapsel von oben herab, während Zeige-, Mittel- und Ringfinger unten am Griff gegenhalten. (Bild: Dieter Stork)

Beim Wechsel der Kapsel (aus der Arretierung lösen) drückt der Daumen auf den Griff, während Zeige-, Mittel- und Ringfinger gleichzeitig von unten gegen die Kapsel drücken (siehe Foto 3). Mit einem „Click“ löst sich diese aus der Arretierung.

Workshop Satellite Shaker
Foto 3: Kapsel aus der Arretierung lösen: Der Daumen drückt auf den Griff und die Finger schieben die Kapsel nach oben. (Bild: Dieter Stork)

Grundhaltung des Shakers

Der ergonomisch geformte Alu-Handgriff wird zwischen Daumen und Fingern geführt (siehe Foto 4). In dieser Position liegen die Shaker-Kapseln waagerecht und flach (also nicht hochkant), so dass der volle Sound ausgeschöpft werden kann. Durch die klassische Vor- und Zurückbewegung plus entsprechender Bewegungsdynamik gleitet der berühmteste aller Shaker-Grooves leicht aus der Hand.

Workshop Satellite Shaker
Foto 4: So liegt der Satellite Shaker perfekt in der Hand! (Bild: Dieter Stork)

Kapseln kombinieren & Sounds kreieren

Das grafische Design der Kapseln in Form verschiedener Kreisbögen dient der optischen Klangunterscheidung. Zudem gibt es zwei „Big Satellites“ und zwei „Small Satellites“. Durch das modulare Konzept sind zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten wählbar. Die folgenden beiden Abbildungen zeigen zwei sehr unterschiedliche Klangmischungen.

Workshop Satellite Shaker
Foto 5: Laut und perlig raschelnder Shaker (Bild: Tom Schäfer)

Die Kapseln mit dem Pfeil: Single Shots

Zwei weitere „Big Satellites“ aus dem Sechser-Set sind mit Pfeilsymbolen markiert. Diese sind sogenannte „Single Shot“ Shaker, die ausschließlich in der pfeilgerichteten Bewegung einen Sound erzeugen. Die Idee dahinter: Es lassen sich saubere Akzent-Beats spielen.

Workshop Satellite Shaker
Foto 6: Dezent und fein rauschender Shaker (Bild: Tom Schäfer)

Tipp 1: Zeigen die Pfeile nach vorne, ergeben sich Downbeats. Auf diese Weise lassen sich extrem langsame Shaker-Rhythmen sehr exakt spielen, wenn die Armbewegung z. B. dem Sechzehntel-Muster folgt und der Shaker aber nur Achtel-Beat-Sounds erzeugt.

Tipp 2: Zeigen sie nach hinten, kann man erstaunliche Offbeat-Grooves spielen.

Tipp 3: Montiert man die Kapseln so, dass die Pfeile in entgegengesetzte Richtung zeigen, erhält man ein stereoartiges Wechselspiel. Da beide Kapseln unterschiedlich gefüllt sind (sandig/fein und perlig/prickelnd), entsteht beim Spielen ein „chick/chock“-Effekt.

Tipp 4: Das Mischen der klassischen Shaker-Kapseln mit „Single Shot“-Kapseln führt zu feinen Akzentgebungen innerhalb eines Groove-Patterns (siehe Foto 7).

Workshop Satellite Shaker
Foto 7: Die Kombination ausFoto 7: Die Kombination aus klassischem Shaker und „Single Shot“-Kapsel effektiert lebendige Klangakzente klassischem Shaker und „Single Shot“-Kapsel effektiert lebendige Klangakzente. (Bild: Dieter Stork)

Beidhändiges Spielen

Die Shaker können auch einzeln und ohne den Handgriff als Mini-Soundshaker eingesetzt werden. Insbesondere durch die Kombination aus einzelner Kapsel (linke Hand) und bestücktem Satellite (rechte Hand) sind spannende Groove-Variationen möglich (siehe Foto 8). Sehr delikat ist auch die Kombination aus Satellite (rechte Hand) mit einer „Single Shot“-Kapsel (linke Hand) … oder auch zwei(!) „Single Shots“ im Groove-Einsatz (siehe Foto 9).

Workshop Satellite Shaker
Foto 8: Kreative Groove- und Sound-Kombination (Bild: Dieter Stork)
Workshop Satellite Shaker
Foto 9: Akzentuiertes Spiel mit den „Single Shot“- Kapseln. (Bild: Dieter Stork)

Alle hier gezeigten Beispiele dienen der Inspiration, denn mit Fantasie könnt ihr das kreative Potenzial des Satellite Shaker Stück für Stück selbst erobern. Das modulare System erlaubt facettenreiche Klangkombinationen, die dazu anregen, tief in die Groove-Welt des Satelite Shaker einzutauchen. Viel Spaß dabei!

Workshop Satellite Shaker NotenWorkshop Satellite Shaker NotenWorkshop Satellite Shaker Noten


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Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
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