Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Breakdowns & Double-Kicks für Parkway Drive

Ben Gordon im Interview

Ben Gordon Parkway Drive(Bild: Tom Schäfer)

Ben Gordons Welt war immer schon das Double-Pedal-Play, dessen Extreme-Performance er mit Neugierde, Pioniergeist und auch einer gewissen Besessenheit vorantrieb. Es sind geradezu dämonische Breakdowns, die akustischen Wahnsinn entfachen. Und abgefahrene Double-Kicks bringen den Metalcore von Parkway Drive zum Kochen. Schlagzeuger Ben Gordon trommelt, als sei er der wahrhaftige Orkan im Zentrum einer Bombast-Show, die nicht nur die Ohren überflutet, sondern auch dem Auge eine gewisse Höllen-Affinität beschert.

Im Rahmen der „Reverence“ Europa-Tour von Parkway Drive trafen wir uns mit dem überaus sympathischen Surfer zum Gespräch über sein Trademark des Double-Pedal-Players, über Breakdowns und den massiven Drumsound seines Pearl-Reference- Kits, über die Geschicke des Metal-Drummings und natürlich über den berüchtigten „Cage of Death“.

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Ben, du bist ein wahnsinnig energetisch spielender Schlagzeuger und jemand, der die Vitalität cool designter Metal-Gooves regelrecht auslebt. Woher kommt diese Attitude?

Ben Gordon: Eine Haltung oder auch ein bestimmter Style ist meistens auf persönliche Dinge zurückzuführen. Wahrscheinlich reflektiert mein Schlagzeugspiel einen Teil dessen, was ich bin und wie ich lebe. Als Kind war ich ein Unruhegeist, und das Schlagzeug war ein ideales Medium, um meine Energie zu kanalisieren. Angefangen habe ich in einer Punk-Band. Ich wollte laut sein und Krach machen! Mein Schlagzeuglehrer versuchte mir traditionelles Spiel beizubringen, Jazz und solche Sachen. Aber nach wenigen Stunden schmiss ich den Unterricht. Als Zwölfjähriger hatte ich eben keinen Sinn für diese Art von Disziplin. Ich brauchte die Energie und war ein wilder Schnellspieler. Das Double-Kick-Pedal hatte mich von Anfang an fasziniert, und so habe ich sehr früh begonnen, die Tricks des Pedals auszuchecken. Dies führte dazu, dass mein Musikgeschmack immer mehr in Richtung Hardcore und Metal ging. Punk war letztlich doch recht limitierend und hatte sich schnell ausgeschöpft. Metal war sehr viel ausgecheckter. Im Speed Metal und Hardcore konnte ich all die technischen Sachen ausprobieren. Für mich war die ganze Metal- Welt irrsinnig spannend.

Metal ist ein Oberbegriff für eine Menge Sub-Genres. Welches Genre ist deine Welt?

Ben Gordon: Ich war nie jemand, der ein Label für etwas gebraucht hat. Und diese ganzen Sub-Genres sind wirklich nur Label. Sie bedeuten im Grunde nichts. Als wir mit Parkway Drive anfingen, nannte man das Metalcore. Aber mit den Jahren entwickelt man sich weiter, und wir haben uns nie irgendwelchen Genres untergeordnet. Für uns gab und gibt es keine Grenzen.

Was bedeutet für dich Metal-Drumming? Was ist die grundsätzliche Idee dieses Drum Style?

Ben Gordon: Double-Kicks! Im Double-Kick-Playing liegt das Hauptaugenmerk, das Metal-Drumming von anderen Genres unterscheidet. Das muss nicht immer schnell sein jenseits der 200 bpm, aber Double-Kick-Groove- Parts und Tom-Fills mit Double-Kick- Kombinationen besitzen Metal-genetische Merkmale. Sechzehntel- und Zweiunddreißigstel-Kick-Parts sind halt bedeutende Tools. Die Power des Metal-Drumming generiert sich im Wesentlichen über die Schubkraft des explosiven Bassdrum-Spiels. Hinzu kommen harte Backbeats und Powercrashes. Ein Metal- Drummer ohne Double-Kick ist kein Metal-Drummer!

Das besagt im Prinzip, dass Metal-Drumming der Gegenpol zu Jazz-Drumming ist: Der Jazz-Schlagzeuger zockt den Swing aus dem lockeren Handgelenk, während der Metal-Drummer schwerwiegendes Material auf den Pedalen treibt. Richtig?

Ben Gordon: Stimmt! Jazz-Drumming beinhaltet eher die leichte Note. Und ein Metal-Drummer definiert sich durch den Faktor Power … you can not be a soft metal drummer in a successful band! (lacht)

Beim Metal-Drumming stellt sich dann auch die Frage des dynamischen Spiels. Was meinst du dazu?

Ben Gordon: Die Intention von Metal-Drumming liegt nicht unbedingt in großer Dynamik. Ich will nicht sagen, dass Dynamik ein Fremdkörper ist, aber beim Metal-Drumming geht es doch eher um on und off. In ruhigeren Song-Passagen kann ich natürlich auch mal Ghost-Notes einsetzen und Hi-Hat-Akzente spielen.

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>> Das ganze Interview gibt’s in STICKS 05-06/2019 <<

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