Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Komplex, minimalistisch, virtuos, authentisch

Dan Mayo im Interview

Dan Mayo(Bild: Tom Schäfer)

Die Schlagzeugwelt steckt voller Wunder. Da glaubt man alles schon gesehen zu haben, und plötzlich taucht ein Drummer wie aus dem Nichts auf und hebelt jegliche gesetzte Vorstellung des Schlagzeugerbewussteins aus dem Ruhezustand der Wahrnehmung.

Dan Mayo hat alles andere als eine typische Rock-Drummer- Vergangenheit hinter sich. Seine Wurzeln zogen den Nährstoff aus dem Punk genauso wie aus dem Jazz, der World Music und dem avantgarden Umfeld. Dabei ist er kein Vertreter eines Styles, sondern ein Drummer, der seine Vision über das Schlagzeug transportiert. Immer hundert Prozent. Immer authentisch.

Anzeige

Sein Sound zeigt eine bemerkenswerte Eigenständigkeit aus komplexem Spiel, minimalistischem Ansatz und umwerfender Virtuosität. Aktuell war es kein geringerer als Linkin-Park-Gitarrist Mike Shinoda, der ihn quasi vom Fleck weg für seine „Post Traumatic“-Tour verpflichtete. Die wohl eher zufällige „post-traumatische“ Verbindung bekommt anlässlich Dan Mayos Background zudem eine andere Gewichtung. Denn der Mann aus Tel Aviv hat das autoritäre Prinzip seines früheren Schlagzeugergehorsams und manch anderes über Bord geworfen, um sich in seiner heutigen Schlagzeugwelt ausschließlich auf sich selbst und seine eigene Vision einzulassen. The Inner Voice bestimmt den Groove von Dan Mayo.

Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

Interview

Dan, du bietest ein höchst eigenständiges Spektrum des Schlagzeugspiels. Das reicht von brachialer Backbeatpower bis hin zur perkussiven Geräuschekunst. Dabei scheint jeder einzelne Schlag voller Sinnlichkeit und Magie zu stecken. Wie hast du zu deinem Sound gefunden und deinen Style entwickelt?

Dan Mayo: Ich kann nicht sagen, dass ich mit Absicht einen bestimmten Style entwickelt, oder mir besondere Skills antrainiert habe. Meine Beweggründe, etwas zu tun, waren immer von Selbstbestimmtheit geprägt. Das ganze System des Lernen-Müssens mit einem Schlagzeuglehrer entsprach überhaupt nicht meiner Vorstellung vom Musikmachen … for me, practicing was the worst thing ever! Auch meine Zeit auf der Musikakademie in Tel Aviv hat mich eher blockiert und künstlerisch beschnitten. Also habe ich alles geschmissen und konsequent meine eigenen Visionen verfolgt. Ich spürte die absolute Freiheit, wenn ich mich alleine an mein Schlagzeug setzte und den Dingen freien Lauf ließ. Stundenlang! Ich solierte am Drumset und habe meine Gedanken über Rhythmen und perkussive Sounds zum Ausdruck gebracht. Das habe ich jahrelang so betrieben … das war alles, was ich gemacht habe.

Aber wie hast du deine feine „Stick Control“-Technik entwickelt? Spieltechnische Fertigkeiten muss man doch über Jahre üben und erlernen.

Dan Mayo: Ich habe den Fokus nie auf Spieltechnik gelegt, sondern ausschließlich auf Phrasierungen und Sound. Die Spieltechnik kam ganz von alleine hinzu – quasi als Reflex auf musikalische Ideen. Theorie und Technik waren nie mein Ding. Umso mehr aber die Bewusstseinsschärfung dafür, wie sich ein Stock in der Hand anfühlt. Denn er ist das ausführende Tool einer Idee. Auf der Bühne zu sein ist die effektivste Art zu lernen. Ich bediene mich keiner gelernten Chops, die ich abrufe. Das ist nicht meine Welt. Was mich reizt sind Spontaneität und das Entstehenlassen griffiger Ideen aus dem Moment heraus.

Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

Du bist in Tel Aviv aufgewachsen, einem Ort, der multikulturell geprägt ist und eine Konzentration von World Music und Rock-, Punk- und Jazz-Bands aufweist. Inwieweit hat dich diese Szene beeinflusst?

Dan Mayo: Aufgewachsen bin ich natürlich mit Rock, Prog, Funk und Fusion. Zudem hatte ich eine lange Zeit, in der ich mich mit Jazz befasst habe. Danach entdeckte ich Avantgarde und Free Music. Es gibt also recht viele Styles, die ich kennengelernt habe, aber es ist nicht nur die Musik, die einen im Leben beeinflusst. Meine Inspirationen hole ich von überall her. Ich bin auch kein Dummer, den man einem Genre zuordnen kann, weil ich nie über Styles nachgedacht habe. Wenn ich eine Punk-Band höre und danach ein klassisches Konzert besuche, dann finde ich beides auf eigene Art deshalb interessant, weil mich die Intention interessiert, die dahintersteckt. Schlagzeugspiel hat kein Dogma – für mich ist es der Ausdruck eines musikalischen Empfindens. Jeder hat diese „Inner Voice“. Und meine Stimme ist das Schlagzeug.

Du hast eben Free Music und Avantgarde erwähnt. Ist es nicht so, dass gerade dieses Feld die freiheitliche Vision eines musikalischen Ausdrucks begünstigt?

Dan Mayo: Völlig korrekt! Avantgarde basiert auf dem Prinzip, Dinge aus unendlichen Perspektiven zu betrachten. Daraus entsteht eine Vielfältigkeit an Möglichkeiten. Alle sind dabei völlig ungebunden und absolut frei in ihrer Ausgestaltung.

Du arbeitest offensichtlich gerne mit perkussiven Elementen und kombinierst Drumbeats mit zum Teil abgefahrenen Percussionsounds.

Dan Mayo: Percussionsounds finde ich ungeheuer ansteckend. Und wann immer ich irgendwelche abgefahrenen Dinge sehe und höre, experimentiere ich damit im Kontext meines Drumset. Auf diese Weise entsteht Potenzial für Expressivität. Ein neuer Sound ist für mich eine Tür für neue Phrasings. Da ich Percussion-Spiel im klassischen Sinne jedoch nie geübt habe, betrachte ich die vielen Instrumente aus meinem eigenen Blickwinkel und nicht aus dem traditionellen.

Wie hast du dein Leben in der Anfangsphase als Drummer organisiert?

Dan Mayo: Ich habe nicht wirklich über die Zukunft nachgedacht. Es haben sich einfach Dinge um mich herum ergeben. Und darauf konnte ich aufbauen. Crunch 22 war mein erstes Trio damals. Wir spielten mit Turntables, Fender Rhodes Piano und Drums. Unser Sound war ein Mix aus funky Pocket Grooves und psychedelischen Avantgarde Beats. Dann spielte ich mit dem jemenitischen Fusion/Jazz-Artist Ravid Kahalani. Ein weiterer Schritt war die Zusammenarbeit mit der äthiopischen Soul/R&B-Sängerin Ester Rada. Und aktuell habe ich meine Band Tatran …

… ein Power-Rock-Trio!

Dan Mayo: Wie auch immer du die Musik bezeichnen willst – wir sind vor allem drei musikvernarrte Freunde. Tatran ist in erster Linie eine improvisationsstarke Live-Band, die in den USA und in Südafrika recht erfolgreich ist. Wenn wir auf die Bühne gehen, überraschen wir uns selber, denn nicht immer wissen wir, wohin unsere musikalische Reise gehen wird. (lacht) Zwar gibt es von uns Studio- und Live-Alben, aber das sind Momentaufnahmen. Live werden wir das Material niemals genauso reproduzieren wollen.

Tel Aviv oder überhaupt Israel scheint eine gute Plattform für vielfältige musikalische Entwicklungen zu sein.

Dan Mayo: Israel ist ein junges Land und wir haben einen sagenhaften Mix verschiedener Kulturen aus Äthiopiern, Jemeniten, Arabern und Europäern. Durch diese kulturelle Zusammensetzung begegnen sich die unterschiedlichen Welten des Jazz, der Folklore, Punk und Metal bis hin zu afrikanischer World Music. Tel Aviv ist ein vergleichsweise kleiner Ort, an dem sich viele gute Musiker tummeln. Man muss schon gut sein, um aus der Masse hervorzustechen und einen Job zu bekommen. Tatsächlich war ich immer sehr untalentiert darin, wirtschaftlich zu denken. Deswegen habe ich jetzt auch einen Manager, der auf mich aufpasst. (lacht)

Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

Und jetzt kam dann die Sache mit Mike Shinoda?

Dan Mayo: Das ist eine kuriose Geschichte. Eines Morgens hatte ich eine Instagram-Message von jemandem, der sich Mike nennt. Er wollte was über mein Drumming wissen und bekundete sein Interesse an einem gemeinsamen Projekt. Ich habe dann erst mal recherchiert wer der Typ überhaupt ist. Und dann wurde mir klar, dass es DER Mike Shinoda war, der Gitarrist von Linkin Park. Normalerweise wird man heutzutage in den Netzwerken überflutet mit News und Mails. Aber ich nehme die Dinge gewissenhaft und registriere jeden Kommentar. Sonst verpasst man womöglich ein wichtiges Detail. Im Fall von Mike war es ja auch gut nachzuhaken. Er ist ein offener Typ mit musikalischem Weitblick.

Insofern war es für dich vermutlich kein musikalischer Spagat, in die Rockwelt der „Post Traumatic Tour“ von Mike Shinoda einzutreten?

Dan Mayo: Sein Sound ist big, heavy, powerful. Ich spüre, welche Drums seine Musik braucht und vertraue auf meine Intuition. Bei Mike kann ich völlig entfesselt Backbeats powern. Das passt sehr gut in diesen Sound-Kosmos.

Für dich gibt es auch keine Limitierung oder etwa eine Musikform, die du ablehnen würdest?

Dan Mayo: Niemals! Denn das würde bedeuten, dass ich mich vor etwas verschließe. Aber ich will entdecken und hinter den Horizont blicken. Verschiedene Genres haben für mich nur einen unterschiedlichen Touch. Ich ändere sozusagen mein Outfit, aber innen drin bleibe ich dieselbe Person. Das ist meine Freiheit.

Gibt es Schlagzeughelden, die dich beeinflusst haben?

Dan Mayo: Natürlich, aber im Prinzip steckt doch in jedem Drummer etwas, das einen inspiriert. Auch wenn es nur ein Detail ist. Aber meine Big Names sind Dennis Chambers, Eric Harland, Dave King, Bill Stewart und Tatsuya Nakatani.

Erinnerst du dich an deinen ersten bezahlten Gig?

Dan Mayo: Ha, ich war 13 Jahre alt und hatte einen Jazzgig in einem Cafe und bekam 20 Dollar. Und der Barbesitzer gab mir umsonst ein Glas Orangensaft. Das hat mich besonders beeindruckt.

Was hat sich rückblickend für den Schlagzeuger Dan Mayo verändert im Vergleich von früher zu heute?

Dan Mayo: Die größte Veränderung trat ein, als ich vor wenigen Jahren meine erste Tour in den USA spielen konnte. Das war mit der israelischen Soul-&-Jazz-Sängerin Ester Rada. Zum ersten Mal kam ich raus aus diesem engen Umfeld Tel Aviv und entdeckte eine für mich ganz neue Schlagzeugwelt in den USA. Zuhause war ich immer „der Laute“ am Schlagzeug. Aber in Amerika sah ich Jazz-Drummer, die wesentlich extremer spielten und mutig genug waren, auch mal die Offensive zu übernehmen. Das waren für mich befreiende Momente, die mein Selbstbewusstsein gestärkt haben. Mir wurde klar, dass ich jetzt meinen eigenen Weg würde gehen müssen, um die Kritik, die mich aus meiner Heimat verfolgte, abzuwehren. Dieses Bewusstsein änderte bei mir alles. Ich konnte jetzt zu hundert Prozent Dan Mayo sein.

Eines der größten Geheimnisse in der Drummer-Welt ist die Frage nach dem Groove. Was ist deine Definition?

Dan Mayo: Groove ist meiner Ansicht nach Ausdruck des eigenen Feels. Und das sollte grundsätzlich positiv sein. Wenn du schlecht drauf bist, kannst du nicht grooven. Denn für ein gutes Feel braucht man die innere Ausgeglichenheit. Ein Groove muss zur Musik passen und gleichsam dein Feel transportieren. Wenn beides positiv zusammentrifft, dann entsteht Groove.

Ist Groove ebenso eine Frage von Sound?

Dan Mayo: Natürlich! Sound ebnet den Weg für Kreativität. Aber es muss auch der richtige Sound im richtigen Moment sein, damit die musikalische Idee getragen wird. Ich erinnere mich an einen meiner frühen P-Funk-Rock’n’Roll-Gigs. Ich hatte nur dünne Stöcke und superdünne Jazz Cymbals dabei. Meine einzige Chance war es, Vollgas zu spielen, um in diesem harten P-Funk-Getöse mitzuhalten. Und nach dem dritten Stück war ich schon völlig fertig, auf der Setliste standen aber noch weitere 20 Songs! (lacht) Am nächsten Tag habe ich mir anderes Equipment zugelegt – stärkere Becken, schwerere Stöcke. Man braucht das richtige Equipment für die richtige Situation. Dann kann man den Sound machen, der zur Idee passt.

Was dürfen wir in Zukunft von dir erwarten?

Dan Mayo: Derzeit arbeite ich an meinem ersten Solo-Album. Im Prinzip sind es Momentaufnahmen mit elektronischen Klanganteilen und live getrommelten Drumtracks. Zudem habe ich jede Menge crazy Metal-Percussion-Sounds aus der Morfbeats-Kreativschmiede eingesetzt sowie einen Haufen an Snaredrums. Einige Kostproben der Tracks kann man auf den Videoclips hören, die Meinl mit mir produziert hat.

Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

Welches war die wichtigste Entscheidung in deinem Drummer-Leben?

Dan Mayo: Es war der Schritt einen Neuanfang zu wagen, um unabhängig und hundertprozentig Dan Mayo zu sein. Diese Entscheidung war nicht leicht, weil ich dazu etliche Brücken hinter mir einreißen musste. Aber ich war an einem Scheidepunkt angekommen und es war mir klar, dass ich diesen autarken Weg einschlagen muss. Plötzlich öffnete sich ein Ventil und ich konnte meiner Vision freien Lauf lassen. Mein Schlagzeugspiel wurde immer mehr zu meiner Inner Voice. Kurze Zeit später meldete sich A&F Drums bei mir, dann Vic Firth, dann Meinl, dann Morfbeats und dann rief Mike Shinoda an. Das war ein großer Wendepunkt in meinem Leben.

Wir müssen unbedingt über dein Schlagzeug reden! Dieses vintage anmutende Kit sprengt jegliche Konventionen.

Dan Mayo: Das sind A&F Drums aus einer Schlagzeug-Manufaktur in Austin, Texas. Ich habe immer nach einer Drum-Company gesucht, die „outside the box“ denkt. A&F-Gründer Ramy Antoine ist ein Studiodrummer, der seine gesamte langjährige Sound-Erfahrung in diese Drums einfließen lässt. Zudem scheut er sich nicht davor, verrückte Größen und ungewöhnliche Materialien zu verwenden. Hinzu kommen rohe Vintage-Designs, die ich großartig finde. Auch das Konzept der Kesselkonstruktion und die Zusammenstellung einzelner Bauteile werden von dieser Vintage-Aura bestimmt. Im Prinzip ist es ein moderner Schlagzeugbau, aber mit Vintage-Vorzügen angereichert. Als ich die Drums zum ersten Mal spielte, war es direkt der Perfect Match für mich. Ich spürte direkt die Interaktion zwischen meinem Spiel und dem Response der Trommeln.

Dein Set besteht aus Metallkesseln?

Dan Mayo: Ja, es sind sehr dünne Raw Brass- bzw. Steel-und Copper-Kessel. Erstaunlicherweise klingt das Set überhaupt nicht hart oder metallisch, sondern richtig schön warm. Und durch die dünnen Kessel produzieren die Trommeln einen resonanten Ton. Das Schlagzeug hat einen offenen und weiten Sound, der mich von Anfang an überzeugt hat. Hinzu kommt, dass A&F auch außergewöhnliche Trommeln anbietet, die in eine total abgefahrene Richtung gehen. Das hat mich begeistert und so was deckt sich auch mit meinem Faible für perkussive Sounds …

… zum Beispiel die Mini-Snare über deiner Bassdrum?

Dan Mayo: Ja, ein echt cooles Teil. Ich nenne sie Snarela, weil sie nur 6″ „groß“ ist. Klingt fast wie eine Timbale, hat aber diesen ultra high pitched Snare-Attack.

Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

Du hast insgesamt vier Snaredrums in deinem Set. Zwei davon über der Bassdrum, also dort, wo normalerweise die Toms sind.

Dan Mayo: Dadurch entsteht ein ziemlich abgefahrenes Klangkonzept. Ich stehe auf unique Sounds und versuche so viel Kreativität wie möglich aus den Elementen eines Schlagzeugs zu schöpfen. Und das muss nicht immer ein Riesen-Set sein. Toms setze ich nur dann ein, wenn es musikalisch Sinn macht. Und die beiden Floor-Toms hier beim Mike-Shinoda-Kit brauche ich für die fetten Big Beats. Ich mache mir sehr viele Gedanken über den Aufbau eines Sets und überdenke die Notwendigkeiten von Toms und Cymbals. Manchmal sitze ich eine ganze Stunde am Schlagzeug ohne eine Note zu spielen und denke nur über Möglichkeiten nach, einen Aufbau zu kreieren, der das musikalische Potenzial aus mir herauslockt. In diesem Fall sind es eben die vier Snaredrums. Auf der linken Seite spiele ich eine 18″ x 4″ Gun Shot Snare – sie sieht wegen der vier Beine fast wie ein flaches Floor-Tom aus, klingt aber snaremäßig fett und flappig tief – fast wie eine Kick! Meine Main-Snare ist eine 14″ x 5,5“ Raw Brass. Anstelle von Toms benutze ich zwei weitere Snares auf der Tom-Position. Links die 12″ x 3″ Rude Boy und rechts daneben die 6″ x 4″ Snarela. Als ich mir Mike Shinodas Musik anhörte, war mir sogleich klar, dass ich dieses Vier-Snaredrum-Set einsetzten werde.

Und du deckst damit eine weite Soundrange von perkussiv-hell bis fett und low-end ab.

Dan Mayo: Dieses weite Klangspektrum schafft Möglichkeiten anders zu klingen und kreative Ansätze zu finden. Daher auch die ganze Bandbreite zwischen High Frequency Cymbals und wuchtig tiefen Floor-Tom-Sounds.

Seitens Cymbals bevorzugst du eher trockene Charaktere?

Dan Mayo: Stimmt, weil ich Gegensätze mag. Zu den wuchtigen Floors passen perkussive Sounds wie die Benny Greb Crasher Hats. Auch innerhalb der Becken versuche ich verschiedene Frequenzspektren abzudecken, um klangliche Interaktion zu schaffen. Prinzipiell bevorzuge ich Cymbalsounds, die sehr schnell sind, splashy und trashy. Da kann ich akzentuiert spielen – auch gerade im Hinblick auf Kombinationen mit den high pitched Snaredrums. Auf der anderen Seite mag ich große Becken und ihre washy Sounds. Eine Klangaussage entwickelt sich jedes Mal anders – je nachdem wie man Trommeln, Cymbals und Frequenzen miteinander kombiniert oder mischt. Das alles sind spannende Klangfelder.

Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

Dan Mayo Drumset: Mike Shinoda Post Traumatic Tour 2018

Drums: A&F Drum Co.

  • 20″ x 14″ Raw Steel Bassdrum
  • 16″ x 14″ Raw Steel Floor-Tom
  • 18″ x 14″ Raw Copper Floor-Tom
  • 6″ x 4″ Raw Brass Snare (Snarela)
  • 12″ x 3″ Rude Boy Snare
  • 14″ x 5,5″ Raw Brass Snare (Main)
  • 18″ x 4″ Raw Steel Gun Shot Snare (mit vier Floor-Tom-Beinen)

Cymbals: Meinl

  • 8″ Artist Benny Greb Crasher Hats
  • 10″ Byzance Extra Dry Dual Splash
  • 15″ Byzance Traditional Medium Hi-Hat (light)
  • 18″ Byzance Vintage Trash Crash (Stack Bottom)
  • 20″ Byzance Vintage Crash (Stack Top)
  • 22″ Byzance Vintage Crash
  • 22″ Byzance Jazz China Ride
  • 22″ Byzance Jazz Thin Ride

Felle: Remo

Bassdrum: P3 coated mit 2,5“ Falam Slam Patch

Floor-Toms: Ambassador coated/clear

  • 6″ Snarela: Ambassador clear (top & bottom)
  • 12″ Rude Boy Snare: Ambassador coated/Ambassador Snare
  • 14″ Main Snare: Ambassador coated/Ambassador Snare
  • 18″ Gun Shot Snare: Ambassador clear (top), Pinstripe or P3 coated (bottom)

Drumsticks: Vic Firth MJC1 (heavy), Gen3 (hard)

Hardware: DW

  • 9000 CP Single Pedal
  • 9500D Hi-Hat
  • 9300 Snare Stands
  • 9700 Boom Cymbal Stands
  • 9000 Drum Throne
  • SM9212 closed Hi-Hat Arm
  • SM102 Large Felt Beater

Electronics: Roland

  • SPD-SX Sampling Pad
  • RT-30H Trigger (Snare)
  • RT-30K Trigger (Bassdrum)
  • KT-10 Electronic Bassdrum Pedal
Dan Mayo Drumkit(Bild: Tom Schäfer)

//[7296]

Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die Wiener Schule hatte / und hat wieder Metallsnares.

    Man höre und schaue sich das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker (Neujahrstag live) an.
    Und beachte das Klangkonzept der Schlagzeuggruppe!

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren