Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums
Modern Pop Drummer

Frederic Michel im STICKS-Interview

Frederic Michel(Bild: Dieter Stork)

Der Begriff „Modern Pop Drummer “ ist einerseits viel zu beliebig, um das zu beschreiben, was Frederic Michel als Musiker ausmacht. Andererseits ist das, was Frederic bereits auf die Beine gestellt hat, das, genau das, was den Beruf eines „Modern Pop Drummer“ heutzutage ausmacht.

Interview

Frederic, ihr habt mit LEA eine erfolgreiche, ausverkaufte Club-Tour gespielt und seid nun auch auf vielen Festivals zu erleben.

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Es ist wirklich erstaunlich, wie sich das in den letzten Jahren entwickelt hat. Vor zwei Jahren haben wir in Saarbrücken noch vor einer Handvoll Leute gespielt, und jetzt verkaufen wir Clubs mit bis zu 3000 Zuschauern aus. Bis September spielen wir noch einige Festival- Gigs und sind dann im Oktober im Ausland und im November wieder in Deutschland für weitere 20 Club-Termine. Und wir sind jetzt bereits in den Planungen für eine Tour 2020, bei denen wir in noch größeren Locations spielen werden. Die Resonanz ist jetzt schon richtig stark.

Macht es für dich eigentlich einen Unterschied aus, vor nur ein paar wenigen Zuschauern oder mehreren Tausend zu spielen?

Für mich als Musiker eigentlich nicht, denn selbst wenn da nur eine Person ist, die für ihr Ticket gezahlt hat und das Konzert erleben möchte, dann musst du ihr ein schönes Erlebnis verschaffen und einfach alles geben! Da musst du auf jeden Fall mit der gleichen Motivation am Start sein. Natürlich ist das was ganz anderes, vor über Tausend Menschen zu spielen, denn da kommt ja auch das Tausendfache zurück, was das Ganze leichter macht. Aber ob vor Tausend oder nur wenigen Menschen, wir alle in der Band sind da gleich motiviert und ziehen das durch.

Nun ist LEA ja sowohl die Sängerin und Song- Schreiberin, als auch eine richtige, gewachsene Band und keine gecastete Truppe von Mietmusikern.

Ja, und ich war von Anfang an darin involviert. Als die ersten Live- Auftritte mit Band anstanden, bekam ich vom Management einen Anruf mit der Anfrage, ob ich für die Live-Show von LEA eine Band zusammenstellen könnte und bei der Realisation der Live-Performance mitarbeiten könnte. Ich sollte also sowohl Drummer als auch Musical Director sein. Die Herausforderungen war am Anfang natürlich das zur Verfügung stehende Budget, was bei einem Up & Coming Act eher knapp bemessen ist. Und außerdem musste man auch live mit Zuspielern arbeiten, da es sich um elektronisch orientierte Arrangements handelte. Also musste ich die Band anfangs klein halten, was allerdings auch dadurch möglich war, dass LEA selbst ja gut Klavier spielt. Ich habe dann noch einen Gitarristen dazu genommen, der auch etwas Keyboards bzw. auch Synth-Bass spielen konnte. Und alles, was LEA, der Gitarrist und ich gerade nicht selbst spielen konnten, habe ich dann als Backing-Track hinzugefahren. Anfangs haben wir also als Zwei-Mann-Live-Band für LEA gespielt.

Zurzeit haben wir noch einen weiteren Keyboarder dabei, der auch Bass studiert hat – also wieder so einen „2-in-1“-Musiker – so dass wir jetzt inklusive LEA zu viert agieren können. Musikalisch ist das sehr schön, doch leider mussten wir den Look unseres spartanischen Bühnenbildes – LEA in der Mitte und der Gitarrist und ich rechts und links – was sehr cool wirkte, jetzt verändern. (lacht) Natürlich sind wir alle froh, einen weiteren guten Musiker in der Live-Band zu haben, weil es noch viel lebendiger und dynamischer klingt. Und LEA konnten wir entlasten, da sie jetzt weniger Klavier spielen muss und sich noch mehr auf Gesang und Performance und Interaktion konzentrieren kann.

Hattest du LEA eigentlich während des Studiums an der Popakademie kennengelernt?

Nein. Das denken wirklich sehr viele. (lacht) Ich kenne LEA jetzt seit etwa neun Jahren und wir arbeiten jetzt seit über vier Jahren zusammen. Ich kenne ganz einfach ihren Manager noch länger, da wir beide aus der gleichen Gegend stammen. LEA hat noch an der Hochschule in Hannover studiert, als er mich anrief. Ich habe allerdings an der Popakademie studiert.

Frederic Michel(Bild: Calvin Müller)

Dann lass uns doch einmal über deinen Werdegang als Musiker reden. Warum Schlagzeug?

Ja, warum habe ich nichts Anständiges gelernt? (lacht) Solange ich mich zurückerinnern kann: Ich wollte schon immer Schlagzeug spielen! Die erste Erinnerung ist, dass ich so als Dreijähriger vor dem Fernseher saß und total fokussiert auf den Schlagzeuger einer Band war, die da zu sehen war. Ich wollte das unbedingt auch machen!

Doch die Eltern meinten, ich sei dafür noch zu jung, also gab es erst mal die obligatorische musikalische Früherziehung mit Flötenunterricht, da musste ich dann also durch. Nach vier Jahren Flöte habe ich dann meinen Eltern ein Ultimatum gestellt: Entweder hau ich jetzt die Flöte in die Wand rein oder ich bekomme Schlagzeugunterricht! Also bekam ich mit etwa acht Jahren dann endlich Schlagzeugunterricht an der örtlichen Musikschule.

Angefangen habe ich auf so einem Mickey-Mouse-Schlagzeug. Erst nach einem Jahr habe ich dann ein richtiges Set bekommen, weil mein Musiklehrer meinte, ich sei wohl talentiert und würde auch länger dabei bleiben. Also sollten meine Eltern doch mal in ein besseres Schlagzeug investieren. Das war dann ein Basix-Set, das ich heute auch immer noch habe.

Ich konnte dann auch schon bald in Bands an der Schule mitspielen, und ich habe dann auch nach Musikern für eine eigene Band gesucht. Wir haben dann Cover-Songs gespielt, wie man das so macht am Anfang. Das ging dann so weiter mit anderen Bands und einigen Schlagzeuglehrern, die an der Musikschule kamen und gingen, und so mit etwa 16 meinte dann der damalige Lehrer zu mir, ich hätte so viele Fortschritte gemacht, das er mir eigentlich nichts mehr beibringen können.

Zur gleichen Zeit wurde damals in Mannheim die Popakademie gegründet, wovon meine Mutter erfahren hatte. Die meinte, komm, wir gehen da jetzt mal hin, kann ja sein, dass das für dich später mal was werden könnte. Wir sind dann am „Tag der offenen Tür“ dort hin, und da waren halt die ganzen Studenten und Udo Dahmen und Lui Ludwig, die dort im Schlagzeugraum gespielt haben. Meine Mutter hat den Lui dann gefragt, ob er mir nicht Unterricht geben könnte. Mir war das erst total peinlich, doch er gab uns seine Handynummer und nach einer Woche hatte ich dann bei ihm Privatunterricht. Und den hatte ich dann bis zum Beginn meines Studiums an der Popakademie 2013.

In der ganzen Zeit hast du doch sicher auch in Bands gespielt?

Genau! Und eine der Cover-Bands hatte ich sogar so weit aufgebaut, dass wir einen eigenen LKW hatten, mit der PA, der ganzen Pyrotechnik und einer LED-Wand. Wir haben damit immerhin schon so 40 bis 50 Gigs im Jahr gespielt. Dann gab es mit AMIE auch eine Band mit eigener Pop/Rock-Musik, mit der wir sogar international unterwegs waren und u. a. in der Türkei, der Ukraine und in Spanien gespielt haben. Zu der Zeit hatte ich schon das Band-Management und Booking gemacht und meine ersten wichtigen Erfahrungen gesammelt.

Als es mit dem Studium und der Professionalisierung des Schlagzeugspielens losging bin ich dann auch in die ersten Profi-Bands eingestiegen. 2012 habe ich zunächst den Popkurs in Hamburg gemacht, bevor ich dann zur Popakademie ging. Dort habe ich dann auch in einigen Bands gespielt, die sich an der Popakademie gegründet hatten. Und dann kam auch schon die Sache mit LEA ins Gespräch.

Frederic Michel(Bild: Calvin Müller)

Hast du an der Popakademie Mannheim Schlagzeug und Business studiert?

Nein, eigentlich nur Schlagzeug, doch an der Popakademie lernt man auch automatisch eine Menge über das Business hinzu, wenn man ein Instrumentenstudium macht.

Um sich solchen Aktivitäten wie Booking, Management oder auch den Job eines Musical Directors zu widmen braucht es ja doch eine gewisse Einstellung oder Affinität dazu, die nicht alle Musiker haben.

Bei mir kommt das sicherlich vor allem dadurch, dass ich schon immer gut organisiert war. Ich arbeite gern sehr strukturiert und auch sehr ordentlich. Das führt letztlich dazu, dass man auch mal über den Tellerrand des Jobs Musiker hinaus schaut: Man spielt Schlagzeug, also braucht man eine Band. Dann spielt man Schlagzeug in einer Band. Doch bei vielen hört es dann damit auch schon auf. Die machen halt nur Musik …

Mir war aber schon immer klar: Wenn man mit seiner Musik Erfolg haben will, dann muss man mehr tun als nur Musikmachen. Zum Beispiel braucht man Promo-Fotos, also muss man ein Foto-Shooting organisieren. Dafür braucht man dann aber auch schöne Klamotten und vor allem den richtigen Fotografen. Und irgendwann muss man ja auch mal anfangen, Konzerte zu buchen, weil man ja seine Musik auch mal vor Leuten spielen will. So kommt dann eins zum anderen. Bei einer Show-Cover-Band habe ich mich auch um die ganzen technischen Aspekte gekümmert, daran war ich schon immer interessiert.

Bei mir hört das mit dem Schlagzeugspielen allein ja nicht auf, da gehört noch viel mehr dazu. Das Mikrofon, das da an deiner Trommel steht, das entscheidet ja mit über den Sound, dann auch der Preamp und so weiter – und letztlich dann auch der Toningenieur. Und aus dem Interesse daran resultierte, dass ich immer mehr darüber gelernt habe und daraus dann wieder, dass ich in der Lage bin, Dinge gut zu organisieren.

Frederic Michel(Bild: Calvin Müller)

Und aus deinem Interesse an der Studiotechnik resultiert auch, dass du mittlerweile für die Audio-Produktion der Show von LEA verantwortlich bist?

Da muss ich mal etwas weiter ausholen. Ich war noch nie jemand, der sich ans Schlagzeug gesetzt und fleißig Rudiments geübt hat, um immer schneller und komplizierter spielen zu können. Mir ging es schon immer um die Musik. Mir ist wichtig dass das Schlagzeug gut klingt, dass mein Spiel groovt und das es songdienlich ist. Das war es schon immer! Um das Ganze, also den Sound und meinen Groove kontrollieren zu können, wollte ich dann zu Hause in meinem Proberaum auch aufnehmen können, und habe mir dann nach und nach das entsprechende Equipment zugelegt. So habe ich dann im Lauf der Zeit eine ganze Menge gelernt.

Als wir dann mal mit einer Band ins Studio gingen, war der Toningenieur von meinem Drum-Sound sehr angetan, doch richtig begeistert war er eigentlich von meiner Bereitschaft, auch mal zu experimentieren, und auch mal schnell was umzustimmen, wenn wir einen anderen Sound brauchten, der dann ziemlich fix da war. Es hat sich also gelohnt, dass ich mich mit zur Musik passenden Drum-Sounds auseinandergesetzt hatte, denn in dem Studio wurde ich dann quasi der Haus- und Hof-Schlagzeuger für Produktionen. Oder ich wurde auch gern mal angerufen, wenn ein Schlagzeuger einer Band sein Set nicht stimmen konnte, um das in den Griff zu bekommen. Dann habe ich halt Felle mitgebracht und die Drums gestimmt.

Und dann kam es dazu, dass ich irgendwann mal mein eigenes Studio haben wollte, bzw. einen Proberaum, den man auch als Studio nutzen kann, u. a. auch um Drum-Tracks für Produktionen online zu produzieren. Das mache ich jetzt schon seit einiger Zeit.

Und du produzierst auch die Musik für die Live-Shows von LEA?

Das ist eher eine „technische Umsetzung der Audio-Produktion“ für die Konzerte. Das fing damit an, dass ich schon bei der ersten Tour klar gemacht hatte, dass wir für eine gute Umsetzung einer Live-Show unbedingt mit einem eigenen Pult und einem eigenen Tontechniker arbeiten sollten, da wir ja musikalisch stark elektronisch unterwegs waren. Wir brauchten individuelles In-Ear-Monitoring, funktionierende Zuspieler, den Click – da kannst du nicht jeden Tag mit fremdem Equipment arbeiten, denn dann müsstest du ja allein dafür jedes Mal zwei Stunden Soundcheck machen. Bei der ersten Tour wurde das Equipment noch gemietet, doch dann dachte ich mir, dann könnte es doch auch bei mir gemietet werden, was den Vorteil hat, dass ich ganz genau weiß, was wir für unsere Show speziell brauchen.

Also habe ich entsprechend in Tontechnik investiert und habe mit Florian Hammer als Geschäftspartner die Firma MINT Live Solutions aufgebaut, mit der wir mittlerweile auch einige andere Pop Acts betreuen, außer LEA z. B. noch Selina Mour, Maire Bothmer, Lions Head oder Jack Curley aus England. Für LEA betreuen wir also die komplette Live-Audio-Produktion, das Licht bei ihr kommt allerdings von einer anderen Firma.

Respekt! Das ist schon sehr beachtlich, was du da alles auf die Beine gestellt hast. Ich kenne zwar so einige Drummer, die mittlerweile multifunktional als Drummer und Musical Director unterwegs sind, doch nur wenige, die dann auch noch für die Audio-Produktion von Live-Shows verantwortlich sind – oder gar eigene Firmen leiten.

Tja, da gibt es halt auch mal viele Nachtschichten und wenig Schlaf. Allerdings passiert ohne Fleiß auch nichts. Und wenn man heute die Struktur unserer Gesellschaft mal so anschaut, vor allem was eine gute Altersversorgung angeht, die für Musiker bzw. Freiberufler ja noch schwieriger ist – dann musst du als Musiker heutzutage eben vielfältiger arbeiten, als nur dein Instrument zu beherrschen und zu spielen. Gute Musiker gibt es heutzutage wie Sand am Meer, und am Ende des Tages bleibt die Frage: Wie kann ich aus der Masse hervorstechen? Klar, wenn man richtig, richtig gut spielt kann das gelingen.

Doch ich kenne viele Kollegen, die fantastisch trommeln könne, die man aber nie in einen Pop-Act reinstellen könnte, weil das mit ihrer Spielweise einfach nicht funktionieren würde. Ich sehe mich jedenfalls als genau einen solchen Pop-Schlagzeuger, der mit gutem, passendem Sound und Groove songdienlich auf den Punkt spielt. Genau das macht mir auch am meisten Spaß. Und als Pop-Drummer musst du heute auch mit elektronischen Elementen wie Clicks, Sounds, Samples und Loops umgehen können. Ich fühle mich damit richtig wohl, weil ich mich darauf spezialisiert habe. Und dadurch bin ich dann auch wieder zur Audio-Produktion gekommen. Da ist es schon praktisch, dass ich mich mit den ganzen Programmen auskenne und das entsprechende Know-how habe.

Wie gehst du denn vor, wenn du für einen LEA-Song als Drummer und Musical Director die entsprechende Live-Umsetzung machst?

Auf dieser Tour haben wir gerade mit „Kaputt“ einen ganz neuen Song gespielt, der noch nicht veröffentlicht war. Lea rief mich an und meinte, sie würde diesen Song dennoch gerne live spielen. Dann habe ich mit der Produzentin (Antonia Rug, auch bekannt unter ihrem Künstlernamen Novaa) gesprochen, die ich übrigens schon vom Studium an der Popakademie her kannte. Ich habe bei Antonia dann alle Einzelspuren aus ihrer Produktion angefordert, die sie mir dann auch geschickt hat. Also keine zusammengepackten Stems von Schlagzeug oder Keyboards, sondern wirklich alles einzeln. Die lade ich dann in meinem Rechner in Logic und räume alles erst mal schön auf. Beim ersten Anhören denke ich dann schon darüber nach, was unsere Band live spielen könnte. Was kann der Gitarrist machen? Gitarre oder Synth-Bass? Was kann der Keyboarder übernehmen?

Frederic Michel Set(Bild: Calvin Müller)

Und zuletzt überlege ich mir, was ich mit den Drums machen kann. Bleibe ich komplett elektronisch? Oder spiele ich ein Hybrid-Kit? Gibt es Zuspieler von Percussion oder Keyboards? Dann spreche ich mit Lea ab, wie sie sich das Live-Arrangement vorstellen könnte und mache entsprechende Vorschläge, was die Umsetzung angeht. Und dann geht es auch mal um musikalische Dinge, wie z. B., dass der Song in der Studio-Version am Ende nur einen Refrain hat, dieser allerdings live auch gut zwei oder drei Mal wiederholt werden könnte, weil er es einfach musikalisch hergibt. Oder wir überlegen, mal einen Gitarren-Spot einzubauen oder ein anderes Intro vorneweg oder einen Teil mit Publikumsinteraktion.

Nach unseren Vorstellungen produziere ich dann aus den Einzelspuren ein Live-Arrangement. Dann schicke ich den Musikern das Arrangement und jeweils ihre Einzelspuren und rede mit ihnen dann darüber, ob das so praktikabel ist. Anschließend überlege ich mir natürlich noch als Schlagzeuger, was ich denn so mit dem Drum-Arrangement anstellen kann. (lacht) Alles was noch übrig ist und nicht von uns live gespielt werden kann, sortiere ich dann durch und packe die Spuren dann für die Live-Zuspieler in Ableton rein. Bei der Live-Show fahre ich dann die entsprechenden Zuspieler über Ableton ab.

Bei LEA, wo wir ja auch noch eine Light-Show dabei haben, bespreche ich mich dann auch noch mit unserem Licht-Designer, dem ich den Song in der Live-Form ebenfalls zusende. Der kann das zwar hören, weiß aber nicht, was genau von wem wann wie passiert, und da müssen wir dann über die Licht-Optionen reden. Da kommt natürlich von ihm auch sehr viel Input.

Und selbstverständlich bespreche ich mit unseren Tontechnikern auch noch ganz genau, was ich mir bei den entsprechenden Live-Arrangements gedacht habe und wer wann was spielt und wann welche Art Zuspieler kommen. Das also wäre der Ablauf, wie ich die Live-Umsetzung angehe.

Du bist demnach ja in die gesamte Live-Produktion involviert, und nicht nur in der „Audio“-Abteilung? Arbeitest du auch am Show-Konzept mit?

Eigentlich ja. Ich bespreche mich bezüglich der Set-Gestaltung schon mit Lea, nicht nur was die technischen Details angeht. Ich schlage ihr zum Beispiel alternative Show-Teile bzw. Song-Übergänge vor, wenn sie eine Set-List erstellt hat, und zwischen zwei Songs ein aufwändigerer Instrumentenwechsel bei einem der Musiker vorkommt oder wenn es bei zwei aufeinanderfolgenden Songs die gleiche Licht-Stimmung gibt. Da findet schon ein sehr reger Austausch von Ideen statt.

Frederic Michel(Bild: Calvin Müller)

Was ist für dich eigentlich beim Umgang mit all diesen vielen Aspekten deines Berufs das Wichtigste?

Wichtig ist, bei allem was man tut, es immer auch konsequent zu machen – und immer dranzubleiben, auch wenn es mal schwierig wird. Gerade dann ist es wichtig, sich da durchzubeißen und nicht auf dem halben Weg aufzugeben. Das kann man auf fast alle Dinge beziehen. Sei es nun ein besonderes Rudiment, das man unbedingt lernen will, sei es dabei, das akustische Drumset mit elektronischen Elementen zu ergänzen, oder die eine besondere Band zu finden. Manchmal dauert es zwei, drei Tage, manchmal auch zwei, drei Jahre. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es jedenfalls immer irgendwann zu dem kommt, was man sich erhofft hat, wenn man nur konsequent genug daran arbeitet.

Profil

Jahrgang: 1990

Sternzeichen: Schütze

Geburtsort: Heppenheim (Bergstraße)

lWohnort: Mannheim

Frederic reist gerne nach: USA

Er isst gerne: frisch und gesund

Lieblings-Film: Kill Bill

Lieblings-Schauspieler(in): Bud Spencer

Lieblings-Buch: Moses Schneider – Das etwas andere Handbuch

Drei Alben für die einsame Insel:

  • Mumford & Sons: Wilder Mind
  • Bosse: Wartesaal
  • Kings Of Leon: Come Around Sundown

Drummer, die ihn beeinflusst haben:

Steve Jordan, Flo Dauner, Ralf Gustke, Lui Ludwig, Chris Coleman

Den coolsten Drum-Groove hat gespielt …

Drummer: Steve Jordan / Song: Vultures / Künstler: John Mayer / Album: Continuum

Mit dieser Band/diesem Künstler würde Frederic gern einmal spielen …

Adele

Aktuelle Bands/Projekte:

LEA, Selina Mour, Moritz Garth, Marie Bothmer

YouTube-Tipps:

Frederic on YouTube:

Equipment

Drums: Tama

  • Starclassic Performer B/B (Red Oyster Finish)
  • 22″ x 16″ Bassdrum
  • 16″ x 16″ Floor-Tom

Snaredrums: Tama

  • 14″ x 6″ SLP Fat Spruce
  • 14″ x 6.5″ SLP Power Maple

Cymbals: Meinl Byzance

  • 16″ Hi-Hat: Top: Brilliant Medium Thin Crash / Bottom: Traditional Medium Bottom
  • 10″ Hi-Hat: Top: Brilliant Splash / Bottom: Traditional Hi-Hat Bottom
  • 18″ Hi-Hat: Top: Vintage Trash Crash / Bit: Vintage Trash Crash
  • 20″ Vintage Trash Crash
  • 19″ Brilliant Medium Thin Crash
  • 22″ Extra Dry Dual Crash-Ride
  • 20″ Traditional Medium Crash

Sticks: Promark

5B Rebound Balance Acorn Tip

Felle: Evans

  • Bassdrum Schlagfell: EQ3 clear
  • Bassdrum Resonanzfell: EQ3 coated
  • Schlagfell Snaredrum: G1 coated
  • Schlagfell Snaredrum: Hydraulic black
  • Resonanzfelle Snaredrums: Hazy 300
  • Schlagfelle Toms: EC2 clear
  • Resonanzfelle Toms: G1clear

Hardware & Pedale: TAMA

  • Roadpro- und Star-Serien, Power Tower Rack
  • Iron Cobra Lever Glide Hi-Hat
  • Speed Cobra Bassdrum-Pedal

Electronics:

  • Roland SPD-SX
  • Roland TM-6 Pro Trigger Module
  • Roland KT-10 Kick Trigger Pedal
  • Roland RT-30K Kick Trigger
  • Roland RT-30HR Dual Trigger
  • Roland BT-1 Bar trigger
  • Roland PDX-100 10″ V-Drum Pad

Monitor:

Vision Ears VE8, Porter & Davies BC2 Gigster

Metronom/Click:

Ableton Live 10 Suite

Zubehör:

Cympads, Meinl Drum Honey, Meinl Stickbag, Ahead Drum Carpet

Frederic Michel Set(Bild: Calvin Müller)Frederic Michel Set(Bild: Calvin Müller)


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Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
STEWART COPELAND - Orchester-Rausch! +++ LUIS RIBEIRO (The World of Hans Zimmer) +++ YAMAHA Live Custom Hybrid Oak Drums +++ LP PRO Tambourines +++ K ZILDJIAN Cluster Crash Cymbals

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