Rock 'n' Roll Urgestein

Hans Wallbaum im Interview

Wenn man mit Hans Wallbaum spricht, muss es einem automatisch so vorkommen, als höre man einem lebendigen Lexikon der Musikgeschichte zu. Kein Wunder, wer seit den frühen 60er-Jahren trommelt, die Ursprünge des Rock’n’Roll und Rhythm’n’Blues selbst erlebt hat, der hat einiges zu erzählen. Und zwar so viel und so reichhaltig, dass in einem Gespräch kurze Zwischen-Etappen oder „Affären“, wie er es nennt – wie beispielsweise mit Westernhagen oder Chuck Berry –, nahezu beiläufig erwähnt werden. Hans Wallbaum sitzt nun auch schon seit über 20 Jahren für die Hamburg Blues Band hinter dem Schlagzeug und sorgt für den richtigen Groove.

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Sebastian Knauf

Wie bist du eigentlich an die Drums gekommen?

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Wie die Jungfrau zum Kinde! Ich habe ursprünglich als Gitarrist in einer kleinen Combo mit Schulfreunden angefangen, da konnte noch keiner richtig spielen. Es gab ja kaum Vorbilder oder Musiker vor Ort zur damaligen Zeit – das war in den frühen 60ern! Da hattest du nur wenige Möglichkeiten, dir was abzuschauen oder überhaupt einen Lehrer zu finden.

Das alles gab es damals so gar nicht. Es ging dann zwar ziemlich schnell, dass überall kleine Bands wie die Pilze aus dem Boden schossen, aber alles mehr oder weniger Anfänger, die versuchten, irgendwie ein bisschen Fuß zu fassen. Wie gesagt, wir hatten dann halt diese Instrumen – te und haben sie untereinander aufgeteilt, und ich bekam zunächst den Part des Gitarristen. Ich hatte die Jahre vorher schon mal ein wenig Gitarren-Unterricht gehabt, den ich allerdings wieder geschmissen habe, weil der Lehrer und seine Ansätze – alles sehr klassisch – mich nicht begeistern konnten.

Ich bin als Kind mit Elvis groß geworden – und das hat mich schon sehr elektrisiert und motiviert. So rund um 1960, als ich gerade zehn Jahre alt war, habe ich das dann mit der Gitarre geschmissen. Als ’63 als die Beat-Bewegung begann, fing es dann wieder an, und die Beatles kamen und die Stones so langsam auch. Das war dann quasi so der zweite Schub, den ich gekriegt habe. Ich als Jugendlicher hatte natürlich andere Ideen als einen normalen Beruf im Kopf. Tatsächlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber schon so einen vagen Plan, was ich machen wollte, den ich aber noch nicht so richtig ausformulieren konnte …

… also zunächst einmal Gitarrist in einer Band — und darüber dann an die Drums?

Der Kollege, dem wir das Schlagzeug zugeteilt hatten, kam mit seinen Parts nicht immer ganz so zurecht. Und irgendwie konnte ich ihm das instinktmäßig immer zeigen. So habe ich mehr und mehr das Schlagzeug bedient, bis ich irgendwann der Schlagzeuger der Truppe war. Mein Vorgänger hatte ein bisschen was am Klavier gelernt und ist an die Tasten übergewechselt.

So macht man das eben als junger Mensch: Da wirst du nicht rausgeschmissen, sondern bekommst einfach ein anderes Instrument. (lacht) Mit der Zeit ist man dann doch etwas in den Kellern gewachsen und hat die ersten Auftritte gemacht, die dann auch gar nicht so schlecht waren. Die Ansprüche stiegen, und in der Zeit habe ich dann irgendwann den Entschluss gefasst, dass ich später einmal selbst professionell Musik machen möchte.

Somit hast du dir das Schlagzeugspiel selbst beigebracht, oder hattest du auch mal Unterricht?

Schlagzeug-Unterricht in diesem Sinne hatte ich nie. Ich bin totaler Autodidakt. Ich war auch nie auf die technische Seite des Schlagzeugspielens aus, sondern mir ging und geht es eher um Interaktion und Intensität. Also, dass man da einen Puls reinwirft. Das ist mir wichtig. Ich bin kein wahnsinnig guter Techniker, ich denke, ich habe andere Qualitäten.

Was ist dir als Schlagzeuger für dein persönliches Spiel wichtig?

Man sollte pushen als auch binden, eine Interaktion aus „call and response“ schaffen. Man sollte sehr aufmerksam im Zusammenspiel sein. Da gibt’s auch kleinere Annäherungen an die Idee vom Jazz – ich spiele nicht in völlig festgelegten Strukturen. Die Basis ist schon immer die gleiche, aber ich lasse mir immer Raum für Spontanität. Um es eben auch lebendig zu halten und nicht in Routine zu erstarren. Für mich ist das ein spannendes Feld, und deswegen langweile ich mich darin auch nicht.

Im Gegensatz dazu bin ich nicht der Typ, der sich zu Hause hinsetzt und stundenlang Paradiddles übt. Da langweile ich mich in der Tat. Ich bin eher so einer, der kommunizieren will. Und ich finde, da lernt man auch eine Menge. Es gibt tolle Techniker, klar. Aber wenn du auf Basis dessen so einen HierarchieMaßstab anlegen willst, wer „der Größte“ und „der Beste“ ist – so was ist für mich nicht von Belang. Wenn du diesbezüglich einen Buddy Rich her nimmst, dann müsste sowieso jeder einpacken. Das ist ja kein Kriterium. Das ist zumindest meine Haltung, was die Sache angeht: Es gibt auch Platz auch für anderes.

Inwiefern verändert sich denn dein Spiel bei den verschiedenen Projekten, wie beispielsweise Stoppok und Hamburg Blues Band?

Man muss sich auf die jeweiligen Gegebenheiten einlassen und sich darin einfügen. Du hast einen Sänger, der per se im Mittelpunkt steht. Und so ein Gefüge ist ja immer auch irgendwie eine Chemie; es gibt nicht nur die Voraussetzung, dass du ein paar gute Leute in der Gruppe hast, sondern es kann trotz dieser Tatsache in die Hose gehen, wenn sich die einzelnen Musiker nichts zu sagen haben und jeder nur für sich seine Rolle einnimmt.

Ich glaube schon, dass jeder Act für sich seine individuelle Stimme braucht. Ob man das jetzt am Schlagzeug so sehr auseinanderhalten kann von der jeweils anderen Musik, das weiß ich nicht, aber ich merke schon, dass man sich im Spiel auch verändert. Das hängt eben davon ab, was mir angeboten wird und was ich persönlich dazu geben kann. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, da bin ich auch nicht besonders dogmatisch – solange es in irgendeiner Form „Roots Music“ ist, denn ich bin kein Pop-Musiker.

Welche Drummer haben denn dich und dein Spiel geprägt?

Die musikalische Qualität der Singles war auch bereits in den 50erJahren – egal ob das jetzt Elvis, Little Richard oder Jerry Lee Lewis war – ziemlich hoch. Da spielten viele richtig gute Musiker. Bis einem dann auffiel, dass das gar nicht so viele verschiedene Musiker waren, sondern immer ein relativ überschaubarer Pool von Leuten, die auf den Aufnahmen zu hören waren. Unter anderem war das eben der Drummer Earl Palmer aus New Orleans.

Die frühen Rock’n’Roll- Sachen haben ja alle noch ein gewisses Shuffle-Feel, welches durch ihn mit einem 4/4-Rock-Schema kombiniert wurde. Das war damals völlig neuartig. Bei Little Richards „Lucille“ von 1956 könnte es tatsächlich das erste Muster für diese Art Rock’n’Roll gewesen sein. Das fand ich sehr inspirierend. Insgesamt haben mich alle 50sRock’n’Roll-Sänger wie Elvis, Little Richard, Eddie Cochran oder Gene Vincent begeistert und musikalisch geprägt. Schwer beeindruckt hat mich auch Roy Dyke, der Drummer von The Remo Four, die ich öfters während meiner Hamburg-Reisen gesehen habe.

Das war die Zeit, als der Jazz noch tanzbar war, also Sachen wie die von Cannonball Adderley oder Herbie Hancock, die hatten damals sowohl eingängige Melodien als auch Rhythmen, die ins Bein gingen. Und natürlich hat mich später John Bonham auch sehr beeinflusst – es waren schon überwiegend Trommler, die eine etwas härtere Handschrift hatten, welche mich beeindruckten und geprägt haben. Keith Moon gehört beispielsweise auch dazu.

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Sebastian Knauf

Welche Musiker neben den klassischen Rock’n’Roll-Legenden waren prägend für dich?

Die ganzen Sachen von Muddy Waters waren sehr gut. Auch Howlin’ Wolf ist einer meiner Favoriten. Früher ist man ja erst mal über die englische Blues-Szene auf die Originale gekommen, also beispielsweise von den Beatles, Rolling Stones, Pretty Things, Kinks, The Who, Small Faces, Yardbirds über John Mayall, Fleetwood Mac oder Cream hin zu amerikanischen Originalen, die sie beeinflussten. B.B. King, Freddie und Albert King wären da natürlich auch noch zu nennen.

Damals war es ja so: Wenn man eine Schallplatte haben wollte, das ging ja nicht so einfach, sondern es war alles schwer zu kriegen. Es gab keine Plattenläden, sondern Elektro-Fachhandel, wo es ein kleines Gestell gab, in dem sich ein Haufen Schlager-Singles befand. Und wenn du Glück hattest, gab’s dazwischen etwas, was dich im weitesten Sinne interessieren konnte. Aber da gab’s keinen Gene Vincent oder Chuck Berry. Das kam dann ein paar Jahre später. Dann der englische Blues-Boom, mit unter anderem John Mayall, Peter Green oder Eric Clapton, der hat uns natürlich inspiriert. Also auch den puren Blues, wie beispielsweise von Sonny Boy Williamson.

Wann war das?

Das war so mit 15 bis 16 Jahren. Die Besetzung unserer Combo hatte sich über die Zeit verändert, und irgendwann waren wir dann nur noch ein Trio – lange, bevor es klassische Trio-Besetzungen gab. Wir konnten dadurch mit sehr viel Freiraum spielen, was uns sehr gut gefiel. Das war damals im Ruhrgebiet, wo ich auch gebürtig herkomme. Ich komme aus Westerholde, einem kleinen, verschlafenen Nest in der Nähe von Gelsenkirchen. Wir haben uns in diesen Jahren dann halt so durchgeschlagen, wir haben dieses und jenes versucht und uns einfach ausprobiert. Beispielweise haben wir irgendwann mal ’67 auf einem Festival im „Starclub“ in Hamburg gespielt, ich kann dir aber nicht mehr sagen, was wir zu diesem Zeitpunkt gemacht haben! (lacht)

Was war deine nächste musikalische Station?

Dann gab es in Essen ein Pop- und BluesFestival, die so genannten „Essener Song-Tage“, wo wir 1968/69 auch dabei waren: Ein Bekannter sprach mich an, ob ich Interesse hätte, zu dieser Gruppe aus Berlin zu stoßen. Das war die Band Curly Curve, und der Kontakt lief über Kurt Herkenberg von Tangerine Dream, bevor diese ihre elektronische Phase begonnen hatten. Damals waren sie noch im weitesten Sinne eine Rhythm’n’Blues-Band. Er wollte jedenfalls gerne eine richtige Blues-Band machen, und ich war ja auch in diesem Genre unterwegs und wollte mich weiterentwickeln. Mein Plan war eigentlich nie, nach Berlin zu gehen, sondern eigentlich entweder nach Hamburg oder nach Amsterdam …

… aber?

Es gab eben das Angebot, mit dem damals 17-jährigen Gitarristen Alex Conti in Berlin eine Band zu machen. Ich war 20. Da war zunächst auch Heiner Pudelko dabei, der später bei Interzone gesungen hat. So formierte sich Curly Curve. Das lief ganz gut, wir haben damals relativ schnell einen Auftritt in einer TV-Sendung bekommen.

Einige Zeit später, es gab dann noch einmal Besetzungswechsel, haben wir dann einen Plattenvertrag bei Metronome unterschrieben und 1972 unsere erste, selbst betitelte LP eingespielt. Das war erdiger Bluesrock, der mit Sicherheit zu den progressiven Einflüssen der damaligen Zeit zählte. Man muss noch hinzufügen: Wir lebten in kommunenartigen Verhältnissen, alle zusammen in einer riesigen Etage in Berlin – teilweise mit elf Leuten, was vielleicht heute nicht mehr so üblich ist. Das waren eben diese alten, seligen Hippie-Zeiten. Das ging dann so sechs Jahre, dann ist das Ding, also somit auch die Kapelle, auseinandergefallen: Drogen, Affären und so weiter – so war das eben damals.

Das muss dann gegen Ende der 70er gewesen sein.

Richtig, und aus der Asche dieser Band haben sich dann 1979 Interzone formiert. Das war das erste Mal, dass wir uns mit deutschen Texten auseinandergesetzt haben. Es gab eine erste, relativ erfolg – reiche Single „Kinderlieder aus Beton“, die wir selbst produzierten. Als es an das Album ging, waren wir fasziniert und begeistert von diesem kleinen Gedichtband von Wolf Wondratschek namens „Chuck’s Zimmer“, welches wir dafür komplett vertonten. Das waren exzellente Texte, welche sehr im Kontrast zu der damaligen Lyrik und Prosa standen. Das fanden wir einen tollen Ansatz, mit der deutschen Sprache umzugehen. Das gleichnamige Album sollte 1980 veröffentlicht werden, allerdings gab es dann rechtliche Probleme zwischen der Plattenfirma WEA und Wondratschek, da dieser nicht mit der hiesigen Industrie zusammenarbeiten wollte, sondern nur mit kleinen, unabhängigen Labels. So blieb dieser Tonträger Anfang der 80er leider unveröffentlicht.

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Sebastian Knauf

Diese Zeit war ja auch grundsätzlich musikalisch in Deutschland eine wichtige Umbruchsphase, oder?

Total. Plötzlich kam New Wave auf, womit wir an für sich nichts am Hut hatten. Wir waren eine harte Rock/Blues-Kapelle, sind aber irgendwie Image-mäßig in diese Strömung mit hinein geraten. Da wurde von den Plattenfirmen alles nach diesem Trend verwurstet, das war ein großes Missverständnis. Es lief aber trotzdem ganz gut, wir spielten beispielsweise 1981 bei der „SFB Rocknacht“ vor 22.000 Leuten auf der Berliner Waldbühne, was live im Fernsehen übertragen wurde.

Dann gab es 1982 eine große Tour in ausverkauften Hallen, zusammen mit Spliff, Prima Klima und Extrabreit – das Ganze nannte sich „Levi’s Rock Festival“ und war eine 7-Tage-7-Städte-Tour. Es soll – te eigentlich ein Abschreibungsprojekt von Levi’s sein, wurde aber entgegen aller Erwartungen ein Mörder-Erfolg, da Spliff und Extra – breit zu diesem Zeitpunkt ganz oben in den Charts waren. Als das gebucht wurde, war das noch gar nicht klar. In den Folgejahren ging das Projekt allerdings aus verschiedenen Gründen den Bach hinunter, das dritte Album lief nicht mehr besonders gut, die Neue Deutsche Welle war über ihren Zenit, und 1986 löste sich die Band auf.

Und du bist bei Stoppok gelandet. Wie kam das?

1987 kam das Angebot, bei Stoppok einzusteigen. Gert, unser Sänger der Hamburg Blues Band, war damals kurzzeitig Background-Sänger bei Stoppok und hatte den Kontakt hergestellt. Wir waren dann einige Zeit im Gespräch, bis er mich aus dem Studio anrief und fragte, ob ich vorbeikommen könnte, da es in der damaligen Besetzung einfach nicht mehr funktionierte. Wir haben innerhalb einer Woche dann das Album eingespielt. Und damit war ich in der Band, und es wurden direkt neue Pläne geschmiedet.

Wir spielten danach lange, zusammen hängende Touren, in der Regel 30 Tage, und brachten jedes Jahr eine Platte heraus. Das lief alles sehr gut. Gleichzeitig spielte ich nebenbei auch schon mit der Hamburg Blues Band, wenn ich Zeit hatte. Da war viel Leidenschaft dabei. Wir wussten, wir hatten kaum eine Chance, also haben wir uns gesagt: Packen wir’s an! Und als es dann 1996 mit Stoppok auseinanderging, habe ich den Entschluss gefasst, mich voll darauf zu konzentrieren.

Also wurde aus dem Nebenprojekt in den 90ern letztendlich das Hauptprojekt, welchem du bis heute treu geblieben bist?

Genau. Nach kurzer Zeit stieß dann auch Alex Conti wieder dazu, mit dem ich ja damals in Berlin schon Musik gemacht habe. Wir haben uns dann das Konzept überlegt, stetig mit Gastmusikern zu arbeiten, das sollte uns frisch halten und hier und da auch ein paar andere Kanäle öffnen. Das haben wir dann auch gemacht – durch Dick Heckstall-Smith, unseren Saxofonisten, der früher auch bei Colosseum spielte, sind wir an andere Leute geraten, so dass wir beispielsweise eine kleine Tour mit dem legendären Jack Bruce gemacht haben.

Und dann kam Mike Harrison dazu, mit dem wir lange Jahre gespielt haben. Das war es jetzt so im Groben, es gab natürlich logischerweise noch viele Zwischenstationen. Oh, ich habe gar nicht alle aufgezählt. Zwischenzeitlich habe ich auch mit Julian Dawson eine Band gehabt, mit der wir auch in Deutschland viel getourt sind. Es gibt wie gesagt immer noch so Zwischenstationen – in so einem langen Leben passiert ja auch einiges.

Richtig, man liest deinen Namen nämlich auch in Zusammenhang mit Stars wie Chuck Berry oder Westernhagen …

… oh ja, das hatte ich hier gerade ganz vergessen. Mit Westernhagen habe ich auch gespielt. Das war auch in so einer Überschneidungsphase von mehreren Bands, denn da war ich ja noch bei Interzone. Das muss so 84/85 gewesen sein. Ich habe einfach einen Anruf von ihm gekriegt, wo er fragte, ob ich mir vorstellen kann, mit ihm zu spielen. Wir waren beim gleichen Label, nämlich bei der WEA. Wie sich später herausstellte, hatte er eigentlich vor, mehrere Leute von Interzone zu übernehmen.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben ein paar Gigs gemacht, alles Riesendinger vor etwa 50.000 Leuten, die auch gut liefen, aber im Studio sind wir dann aneinandergeraten. Da war plötzlich jeder Produzent – jeder wollte musikalisch woandershin, und die Chemie stimmte überhaupt nicht mehr. Das war dann somit eine kurze Affäre – deswegen fällt mir so was auch gar nicht direkt ein, einfach, weil die Affäre zu kurz war. Das waren eben dann ein paar Monate, und das war’s dann auch.

Mit Chuck Berry war es so: Er hatte damals den Film „Hail Hail Rock’n’Roll“ mit Keith Richards gemacht. Für die Produktion, bei der die Premiere in Berlin stattgefunden hat, habe ich dann einen Anruf bekommen, ob ich in der Band mitspielen könnte. Das war natürlich ganz witzig, einem alten Helden die Hand schütteln zu dürfen. Das hat schon sehr viel Spaß gemacht.

Woraus besteht dein aktuelles Drum Setup?

Auf Tour mit der Hamburg Blues Band spiele ich aktuell ein 70er Camco Drumset. Ich habe ja eigentlich jahrzehntelang mein altes Rogers Set gespielt, aber irgendwann wollte ich mal wieder eine kleine Abwechslung haben und auch mal wieder mit zwei Floor-Toms spielen. Bei mir im Haus war eine Zeitlang ein kleines Schlagzeuggeschäft.

Der Besitzer hatte einen An- und Verkauf, und irgendwann sprach er mich an und meinte, er hätte eine WahnsinnsBassdrum reinbekommen, die mörderisch gut sei. Das hab ich mir natürlich dann direkt mal angeschaut. Als ich gefragt habe, was er dafür haben wollte, meinte er, er hätte die Teile einzeln bei Ebay reingestellt, weil er alle Kessel einzeln verkaufen wollte. Ich hab’s dann hingekriegt, ihm das auszureden, und bin sehr froh, dass ich das Set dadurch auch wieder heute Abend spielen kann. (lacht)

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Sebastian Knauf

Drums: Camco

1970er Maple Set, Walnut Finish

24″ × 14″ Bassdrum

13″ × 9″ Tom

16″ × 16″ Floor-Tom

18″ × 16″ Floor-Tom

Snaredrum: DW

14″ × 6″ Edge Snaredrum

Felle:

Snaredrum und Toms: Evans

Bassdrum: Remo Powerstroke 3 Schlagfell und Ambassador coated Resonanzfell

Sticks: Ice Stix Crusher 5B

Hardware & Pedale:

Pearl Snaredrum-Ständer

Pearl Cymbal-Boom-Stative

Tama Iron Cobra Hi-Hat-Pedal

Sonor Perfect Balance Bassdrum-Pedal

Cymbals: Anatolian

14″ Hi-Hat

14″ Crash

17″ Crash

18″ Crash

20″ Crash

22″ Ride

Website

www.hamburgbluesband.de

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