Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums
Christian Bass über das neue Album

Heaven Shall Burn Schlagzeuger im Studio-Interview

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(Bild: timo diers)

Christian Bass jahrelanger Aushilfstätigkeit seit 2013 fester Schlagzeuger bei Heaven Shall Burn und ist trotz steigender Popularität der Band ein bodenständiger und sympathischer Typ geblieben, STICKS hat ihn zum Studio-Interview getroffen.

Christian, du bist noch gar nicht so lange bei Heaven Shall Burn, oder?

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Christian Bass: Genau genommen bin ich schon seit zehn Jahren dabei, aber ab 2013 erst offiziell. Vorher war ich sozusagen der Live- und Ersatz-Drummer. Damals hatte der Original-Schlagzeuger Schwierigkeiten mit dem Rücken bekommen, und das Problem hat sich durch die nächsten Jahre gezogen. Also bin ich erst mal als Live-Sub eingesprungen, da es anfangs noch die Idee war, dass Matze, der eigentliche Schlagzeuger, irgendwann wieder zurückkommt. Ich selbst habe zudem auch noch studiert und wusste selbst nicht, ob ich immer Zeit haben würde. Das passte also ganz gut zusammen. Als ich 2013 mit dem Studium fertig geworden bin, haben wir uns entschlossen, dass ich vollständig in die Band einsteige.

Wie hast du die Jungs denn überhaupt kennengelernt, dass du als Live-Drummer anfangen konntest?

Christian Bass: Über tausende Musikprojekte, die ich vorher schon gemacht habe. Ich war mit einer alten Band eine Zeit lang auch mal auf dem gleichen Plattenlabel. Auf einem Konzert habe ich mich dann mit Matze ein bisschen über Drums unterhalten, und als er bei einem Auftritt nicht konnte, ging bei mir das Telefon. Ich habe auch schon bei Der Weg einer Freiheit, Dew-Scented, Deadlock und anderen Bands ausgeholfen.

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(Bild: timo diers)

Du bist also schon immer so ein Metal-Head gewesen?

Christian Bass: Mein Vater hat Bands wie Motörhead und Black Sabbath gehört. Von daher gab’s bei mir schon immer viele solcher Platten im häuslichen Musikschrank. Mein Bruder kam dazu noch mit Sachen von Marillion und Jethro Tull an. Irgendwann habe ich mir selbst auch mal eine Iron-Maiden-Platte gekauft, und mein Vater hat mich mit auf ein Alice-Cooper-Konzert genommen. Im Grunde ging für mich an der Musik also kein Weg vorbei! (lacht) Aber ich habe auch ein bisschen gebraucht, um die Musik zu verstehen. Als ich 13 oder 14 Jahre alt war, hat mir mein Bruder eine Napalm-Death-Platte geschenkt. Den Radau konnte ich früher nicht einordnen, aber inzwischen gehört das Album zu meinen all-time-faves! Und ich hab auch meinen Spaß an anderer Musik. Zu Hause höre ich die unterschiedlichsten Sachen. Aber spielen? Da mache ich wirklich immer nur Metal und Grindcore – schnell, kurz, hart und sportlich. Und schwitzen! (lacht) Aber im Ernst: Ich hätte tatsächlich mal Interesse an HipHop-Projekten, es hat sich aber noch nie so richtig ergeben.

Kann man den Metal-Schalter ganz ausmachen?

Christian Bass: Meistens kommt es bei den Fill-ins durch. Die klingen dann ziemlich linear und mechanisch. Und klar, der Anschlag ist sehr typisch. Grade bei Heaven Shall Burn muss ich ordentlich reinhauen, weil die Musik halt so richtig marschieren soll. Und wenn es dann beim Üben eigentlich eher swingen und rollen soll, hört man schnell noch diesen steifen Unterarm. Aber es wird besser! Zuhause habe ich ein E-DrumKit, mit dem ich auch mit verschiedenen Sounds herumprobieren kann. Zudem nehme ich die Sachen gerne mal an meinem Rechner auf und kann mir dann ansehen, wie sich mein Spiel von der Dynamik her verhält. Ich bin ja kein Tontechniker, aber da sieht man wirklich schon als Laie, wie die Ausschläge, die für die jeweilige Musikrichtung am besten klingen, aussehen. Aber ich will da nicht zu verkopft rangehen – es soll am Ende des Tages ja noch Spaß machen. Deshalb setze ich mir jetzt nicht Ziele wie „bis Ende des Jahres muss ich eine Platte gemacht haben, auf der ich klinge wie Felix Lehrmann oder Anika Nilles“. Ich möchte mir einfach nicht den Druck machen, mir selbst einen komplett anderen Ansatz aufzudrücken, damit ich auch bloß variabel einsetzbar bin. Puh, nee …

Das vollständige Interview findest du hier zum Download!

Produkt: Sticks 09-10/2019
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FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums

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