Aus STICKS 09/10:2018!

Interview: Bene Neuner – Pop-Grooves für Glasperlenspiel

Bene Neuner(Bild: Florian Döring)Bene Neuner ist seit über einem Jahrzehnt ein angesagter Drummer in der deutschen Live-Musikszene. Der stilistisch vielseitige Musiker wurde in den letzten Jahren vor allem durch seine Zusammenarbeit mit dem Pop-Duo Glasperlenspiel bekannt, für das er als Drummer der Live-Band für den nach vorne gehenden Groove bei den Live-Shows sorgt.

Doch nicht nur stilistisch ist Bene vielseitig unterwegs, sondern er setzt auch gern vielfältiges Instrumentarium für seine Pop-Grooves ein. So spielt er meist Hybrid-Drumsets, bestehend aus Akustik- und Electronic-Drums, und da er auch als versierter Pop-Percussionist unterwegs ist, setzt er gerne auch mal ein Hybrid- Set aus Drums und Percussion-Instrumenten ein. Zur Musikmesse 2018 hat er zudem die neue G9 E-Drum-Workstation von GEWA Drums präsentiert. So ist Bene musikalisch und auch technologisch immer an der vorderen Front der aktuellen Trends zu finden.

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>> Das ganze Interview gibt es in STICKS 09:10/2018 <<

 

Bene, vor fast genau 10 Jahren haben wir dich in einem unserer „Szene Spots“ in STICKS als aufstrebenden Drummer der deutschen Szene portraitiert. Seitdem konntest du dich als professioneller Musiker etablieren und spielst unter anderem bei Glasperlenspiel, einem der derzeit angesagten deutschen Popmusik- Acts. Wie bist du zu dieser Band gekommen?

Bene Neuner: Das ist tatsächlich eine lange Geschichte und geht auch eigentlich auf die Zeit vor etwa 10 Jahren zurück. Damals war ich an einem sehr interessanten Musikprojekt beteiligt, dass sich Menschenskinder nannte. Das fing als eine Art Allstar-Projekt für einen Song an. Peter Freudenthaler, der Sänger von Fools Garden, war dabei und die Sängerin Elli Erl, die gerade Siegerin von „DSDS“ war.

Aus diesem Song-Projekt wurde eine richtige Band, mit der wir dann auch auf Tour waren. Und damals war dann auch eine Band mit unterwegs, die der Vorläufer von Glasperlenspiel war, da waren Daniel und Carolin mit dabei. So kannten wir uns also schon, als sich dann ein paar Jahre später Glasperlenspiel als Band formierten und die Frage nach einem Drummer aufkam. Daniel und Carolin fragten dann über das Management an, welches das gleiche war wie damals bei Menschenskinder, ob ich mir das vorstellen könnte. Sie kamen auf mich, weil das musikalisch gut passte, da ich einerseits ja schon mit Popmusik unterwegs war und andererseits auch den Zugang zu diesen ganzen Electro-Geschichten immer schon hatte und damals auch schon Live-Hose-Music mit DJs gespielt habe.

Also haben wir uns getroffen, miteinander gespielt, und es hat gut funktioniert. Dann waren wir auch bald live unterwegs, zunächst nur zu dritt, also das Duo Glasperlenspiel plus Schlagzeuger, also ich. Im Laufe der Zeit hat sich das dann zu einer größeren Live-Band gewandelt, also mit einem richtigen Bassisten, dem Markus Vieweg, der zusätzlich zu Daniels Moog-Bass spielt, dann kamen noch Gitarrist Nico (Schliemann) dazu und Sylvia (Dias) als Background-Sängerin.

Wie hast du denn die von Daniel auf den Alben programmierten Drums live umgesetzt?

Bene Neuner: Das habe ich von Anfang an mit Hybrid-Sets realisiert. Anfangs waren Bassdrum, Snaredrum und die Cymbals akustisch, Toms waren Pads, von denen ich Samples getriggert habe, und ich hatte noch eine zweite Side-Snare, von der ich ebenfalls getriggerte Sounds spielen konnte. Wir wollten einfach einen möglichst fetten Drumsound kreieren. Daniel hat mir dazu die Samples der Produktionen zur Verfügung gestellt, und gemeinsam mit unserem FoH-Mann haben wir dann das Soundbild so gestaltet, wie es die Live-Produktion erfordert hat. Mit so einem Hybrid-Set ist das sehr gut möglich.

Und wie hast du das musikalisch umgesetzt? Hattest du noch Unterstützung durch z. B. Percussion-Loops vom Rechner oder Sequencer?

Bene Neuner: Tatsächlich war es schon immer so, dass wir möglichst alles live spielen wollten. Also musste ich mir alle Programmings draufschaffen, was aber bei fast jeder Produktion der Fall ist. Auch das ließ sich mit dem Hybrid-Set sehr gut machen. Sowohl klanglich wie auch Groove-technisch war das Ganze eigentlich kein Problem. Daniel feuert dann auch noch ein paar Sequenzen ab, allerdings eher melodische Sachen. Rhythmisch, was also Drums und Percussion angeht, habe ich immer alles live gespielt.

Da du ja jetzt schon einige Jahre dabei bist, hast du denn auch Einfluss auf die Klanggestaltung von Drums und Percussion bzw. den rhythmischen Aspekten der Songs bei einer Albumproduktion?

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STICKS 09/10:2018

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