Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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On Tour mit Shakira!

Brendan Buckley im Interview

Brendan Buckley(Bild: Tom Schäfer)

Brendan war immer schon ein Fan ausgefallener Drumsets und hat bezeichnenderweise für die „El Dorado“-Tour ein clever ausgechecktes Hybrid-Drumkit konzipiert. Seit 20 Jahren schon sorgt der aus New Jersey stammende Schlagzeuger für Shakiras explosiven Groove-Stoff. 

Schon damals war er dabei, als Shakira noch im Embryonalstadium einer unbekannten Newcomerin war. Seit dieser Zeit hat er den Erfolg als Producer, Songwriter und vor allem als ihr beständiger Live-Drummer miterlebt. Wir trafen Brendan on stage an seinem „El Dorado Custom DW Gold Wrap Kit“, das explizit für diese Tour designt wurde.

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Interview

Brendan, du bist seit zwanzig Jahren Shakiras Longtime Drummer. Hat sich diese lange Zeit der Zusammenarbeit in irgendeiner Form auf deinen Drumstyle ausgewirkt?

Brendan Buckley: Ich denke nicht, dass die Arbeit mit Shakira meinem Style einen Stempel aufgedrückt hat. Zudem ist Shakira nicht die einzige Musikerin, mit der ich arbeite. Die Zeit der Zusammenarbeit würde ich eher als Entwicklungsprozess betrachten, als einen Prozess, der mich auch im Sinne einer Repertoire-Erweiterung vorangebracht hat. Zudem kenne ich nach zwanzig Jahren Shakiras Vision, was Drumming und Groove-Styles angeht, sehr genau.

In welche Richtung tendiert denn ihre Drum-Affinität?

Brendan Buckley: Ihre Einstellung lautet: If she doesn’t feel like dancing – something is wrong! Was sie von mir erwartet, ist intensives Energy-Drumming. Manchmal sagt sie, ich soll die Drum-Fills größer spielen. Sie will das Live-Feeling antreiben. Shakiras Performance auf der Bühne ist die unumstrittene Vorgabe, und das Schlagzeug ist in allen Belangen auf ihre Show und ihre Songs abgestimmt. Inzwischen bin ich sehr schnell darin, den richtigen Approach eines Groove-Feels auf den Punkt zu bringen. Allerdings geht’s hier nicht um wilde Salsa-Grooves, bloß weil Shakira ein Latin-Artist ist. Sie ist mehr Pop, als alle glauben. Und mit Repertoire-Erweiterung meine ich, dass Shakira ihren Style über die Jahre hin weiterentwickelt und deutlich verändert hat. Mit jedem Album hat sie neue Styles ausprobiert. Das hatte natürlich zur Folge, dass sich auch der Style der Tour-Produktionen veränderte.

Als ich damals bei ihr anfing, war es mehr Pop-Rock, dann kamen Latin-Elemente hinzu. Später folgte World Music mit arabischen Percussion-Sounds und afrikanischem Drumming. Dann wurde R&B eingestreut, und aktuell hat sie durch viele EDM-Elemente, also Electronic Dance Music, ihren Style wiederum komplett erneuert. Das sind Entwicklungen, die auch auf mich einströmen, weil ich das alles ja live umsetzen muss. Ich habe mich mit all diesen Genres intensiv auseinandergesetzt und weiß, worum es geht. In meiner Situation kommt es aber nicht nur darauf an, die verschiedenen Styles authentisch umzusetzen, sondern ich muss daraus auch noch moderne Versionen entwickeln, die gezielt auf den Shakira-Sound zugeschnitten sind. Meine Welt hier bewegt sich zwischen Rock-Drumming, Ethno-Percussion und Pop-Grooves. Und man muss eine Menge technischer Skills drauf haben, was Sampling und Electronic Drums betrifft.

Als Drummer hast du also einen sehr weit gefächerten musikalischen Background.

Brendan Buckley: Seitdem ich denken kann, hat mich Musik interessiert. Ich hatte nie Spaß an akademischen Berufen. Alles, was ich mochte, waren die Drums. Das war zunächst nur ein Traum, aber ich hatte immer das Langzeitziel vor Augen, als Drummer meinen Weg zu gehen, zu touren und Alben einzuspielen. Heute gehe ich auf die Bühne und weiß, dass da 50.000 Leute im Publikum sind – this is pretty cool! An diesen Punkt wäre ich bestimmt nicht gekommen, wenn ich damals nicht alles auf eine Karte gesetzt hätte. Ich spielte mit unzähligen Artists spanischer Roots und konnte jede Menge Erfahrung in Latin, Jazz, Funk, Brazilian und vielem mehr sammeln. Aber ich habe mich nie auf einen Style festgelegt und mich immer in der Welt umgehört. Einmal war ich in der Türkei und hab Doumbek gelernt. Dann war ich in Indien und lernte ein bisschen Tabla-Technik. Außerdem hab ich mich musikalisch fit gemacht, weil ich mir von Sex Pistols bis zu Folklore alles angehört habe. Ein damals erster wichtiger Big Gig für mich war die Arbeit mit Julio Iglesias auf seiner „Tango“-Worldtour.

Seitdem spielst du eigentlich nur noch diese Big Gigs. Wie kommt man an diese Jobs? Was ist das Rezept?

Brendan Buckley: Im Musikbusiness herrschen eigenwillige Prinzipien, und man muss wissen, dass deine Wertigkeit als Musiker nur zu fünfzig Prozent davon abhängt, wie gut du spielst, und die anderen fünfzig Prozent gehen auf das Konto, wen du kennst. Man muss lernen, in dieser polarisierten Welt die richtige Balance zu finden. Darüber hinaus musst du ein guter Business-Typ sein, pünktlich sein, gutes Equipment haben und ein kommunikativer Mensch sein. An die großen Gigs zu kommen hat auch mit Networking zu tun. Du musst in die Clubs gehen, dir Shows angucken und selber so viel live spielen wie möglich. Nur dann triffst du Musiker, Booker, Toningenieure, Produzenten. Und genau deshalb habe ich den Shakira-Gig.

Bei einigen Shakira-Alben wie „Laundry Service“ und „Oral Fixation“ warst du neben Studio-Drummer auch als Producer und Songwriter beteiligt. Wie war es beim aktuellen Album „El Dorado“?

Brendan Buckley: Diesmal war ich nicht im Produktionsprozess involviert. Auch das ist eine Folge ihrer Entwicklung. Ihre früheren Alben hatten sehr viel mehr Anteile aus dem Bereich, Pop, Rock und Singer & Songwriter, was meiner Art des Produzierens sehr viel näher war. Inzwischen hat sie einen mehr Latin- und Dance-orientierten Style entwickelt. Und in diesem Bereich gibt’s halt Typen, die sich darin viel besser auskennen als ich. Stell dir nur vor, ich hätte zwölf Songs des Albums geschrieben, und die würden beim Publikum durchfallen, und entsprechend wäre die Tour desaströs – das wäre ja der Horror! (lacht) Im Endeffekt geht es darum, zu jedem Zeitpunkt mit dem besten Album auf den Markt zu kommen, was auch bestimmte Produktionsstrategien aufruft. Die Songs müssen dem Zeitgeist entsprechen, damit sie im Radio laufen. Shakira hat ein Gespür für diese Dinge, und der wachsende Erfolg spricht für sie. Und das kommt mir zugute – egal ob als Producer, als Songwriter oder als Drummer in ihrer Band. Wir spielen eine Welttour in den größten Arenen!

So bist du aktuell hauptsächlich Shakiras Live-Drummer?

Brendan Buckley: In dieser Phase bin ich tatsächlich ausschließlich der Tour-Drummer. Bei der Produktion des „El Dorado“-Albums wurden quasi gar keine echten Drums verwendet. Alles ist Sample-basiert. Früher war da noch sehr viel mehr Rhythm-Section-Playing bei den Produktionen gefragt. „El Dorado“ ist vergleichsweise ein harter Kontrast in dieser Beziehung. Diese Entwicklung entspricht nicht unbedingt Shakiras Vision, vielmehr liegt es am Konzept der gesamten heutigen Musikindustrie. Es gibt im Pop-Sektor kaum noch Artists, die produktionstechnisch auf eine komplette Rhythm-Section setzen. Live-Drums finden eher als Klangfarbe statt, und ein echtes Schlagzeug auf einem Album gilt ja fast schon als innovativ. Programmierte Drums sind Studio-Standard. Ich mach das selber ja auch. Wenn ich ein Demo aufnehme, dann programmiere ich das Schlagzeug zunächst und entscheide erst später, ob ich meine Drums in echt noch mal oben draufsetze. Mit Programmierung kann ich ein Layout sehr viel schneller fixieren. Also will ich nicht spöttisch über all die Producer reden, die sich dieser Technik genauso bedienen.

Brendan Buckley(Bild: Tom Schäfer)

Das Album „El Dorado“ enthält recht viele Trapsound-Stilmittel, also programmierte Drum-Effekte wie Bassdrum-Rolls, ultraschnelle Hat-Beats etc. Wie adaptierst du diese speziellen Elemente für die Live-Umsetzung?

Brendan Buckley: Mein Ziel ist es, so viel wie möglich von diesen Dingen in echt selber zu spielen – sofern es der Musik dient. Ich habe die ganzen Specials und Effects gesampelt und die Sounds entsprechend auf meine E-Pads geroutet. Beim Spielen sehe ich daher manchmal aus wie ein Octopus … (lacht) … weil sehr viele Beats auf verschiedenen Pads liegen. Aber nicht alles ist wirklich spielbar, und unmögliche Sachen wie zum Beispiel Trapsound-Kick-Rolls lege ich dann in den Sequenzer. So kann ich mich auf die elementaren Dinge des Grooves konzentrieren. Ich muss niemandem beweisen, wie toll ich alle programmierten Effekte und Grooves selber spielen kann.

Die musikalische Umsetzung der Schlagzeug-Grooves liegt also in deiner Entscheidung?

Brendan Buckley: Es ist mitunter auch eine Entscheidung innerhalb der Band. Es nützt einem Song nichts, wenn vor lauter Technik das Feel des Songs leidet. Feel und Sound sind absolut elementar. Also stehe ich jedes Mal vor der Entscheidung, welche und vor allem wie viele der programmierten Effects ich über die Pads selber spielen kann. Da muss ich auch immer mein Ego checken. Wenn eine Zweiunddreißigstel-Hat im Original vorliegt, dann kann es sein, dass ich eine Sechzehntel-Hat bevorzuge, weil es live mitunter besser groovt.

Der packende Groove gelingt also eher mit einfachem Spiel?

Brendan Buckley: Oft ist es so, und diese Erfahrung muss man selber machen, um es zu verstehen. Zu viele Noten können das Feel killen. Ich erinnere mich an einen Blues-Gig vor langer Zeit, als ich bei einem Song einen Shuffle mit all den durchlaufenden Hat-Beats spielte … da kam von der Band die Ansage: „Stop all the subdivisions! Just play quarter notes and let everyone else cover the triplets!“ Diese Idee fand ich erst mal bescheuert, aber am Ende musste ich zugeben, dass es sehr viel besser groovte. Und alle waren glücklich.

Heute gehe ich mit diesem Wissen ganz anders an Groove-Strukturen. Gerade im Zusammenspiel mit Percussion macht es Sinn, über die Notwendigkeit von Subdivisions nachzudenken. Congas und Shaker bewegen sich oft im Bereich der kleinen Notenwerte, also kann das Schlagzeug sich auf die Schwerpunkte eines Grooves konzentrieren. Das macht das Feel sehr viel besser. Es braucht Zeit des Experimentierens und der Erfahrung, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

Wie hast du die Drumparts und Songs für die „El Dorado“-Tour vorbereitet?

Brendan Buckley: Es war so, dass ich alle Arrangements der potenziellen Songs als mp3-Files per E-Mail bekam. Dann habe ich mich mit Bleistift und Schreibblock hingesetzt und alle Drumparts in detaillierten Charts ausnotiert – jedes Fill, jeden Bassdrum-Part, alle Overdubs, Hi-Hat- Sachen, Percussion-Grooves, Tambourine- Parts. Anschließend checkte ich das alles in meinem Proberaum, wobei ich alle Versionen nicht nur für Akustik-Drums vorbereitete, sondern auch für Elektronik- Drums. Außerdem probierte ich verschiedene Sound-Ansätze sowie auch Spielweisen mit Brushes, lernte ebenso die Percussion- Parts und bereitete verschiedenste Optionen vor. Ich habe versucht, in alle Richtungen zu denken und spielbare Möglichkeiten auszuloten. Man muss für die Band-Proben bestens vorbereitet sein, und wenn es drauf ankommt, die Parts im Kopfstand auch rückwärts spielen können. Man weiß nie, in welche Richtung sich ein Song entwickelt. Aber so hatte ich mir ein Repertoire an Optionen draufgeschafft und war in der Lage, sehr schnell auf Ideen und Experimente reagieren zu können.

Vor allem muss man auch die richtigen Sounds am Start haben, wenn es plötzlich heißt, lass uns anstatt Akustik-Drums lieber Electronic-Drums einsetzen. Da kannst du nicht sagen – hey, Moment, ich muss erst die Sounds laden und die Grooves auf den Pads etwas üben. Das funktioniert in diesem Profi-Level nicht! Du musst in jeder Sekunde hellwach sein und das Projekt mit kreativem Input voranbringen. Auch auf das kombinierte Spiel von E-Pads und Akustik-Drums hatte ich mich vorbereitet und ein entsprechendes Hybrid-Kit konzipiert. Im Rahmen der „El Dorado“-Produktion mit der Vielzahl elektronisch generierter Drumsounds war mir im Vorfeld eigentlich klar, dass es auf ein Hybrid-Drum-Konzept hinauslaufen würde. Da kann es vorkommen, dass du die Bassdrum auf einem Pad mit der rechten Hand spielst, mit links ein akustisches Percussion- Instrument und mit den Füßen wieder was anderes. Solche Dinge muss man souverän umsetzen. Hinzu kam, dass in einem Song statt der Drums ausschließlich Percussion gewünscht war. Da kannst du nicht sagen: „Hm, Schlagzeug finde ich aber spannender.“ Du musst mit voller Überzeugung und Empathie einen tadellosen Percussion- Job hinlegen. Solche Vorschläge und Entscheidungen kommen vom Musical Director und dem Producer.

Auch Shakira hat ziemlich klare Vorstellungen davon, wie das Schlagzeug Song für Song klingen soll bzw. welche rhythmischen Elemente und Sounds sie hervorheben möchte. In einem Song wollte sie die Drums in einer bestimmten Fashion haben und brachte die Idee von Taiko-Style-Drums ein. Also ließ ich mir von DW eine 24″ Bassdrum kommen, und mein Drumtech Omar Sanchez montierte sie in ein Rack, so dass ich die Big Drum im Stil eines Taiko-Players im Stehen spielen konnte. Durch das eingebaute Mikrofon klingt diese Trommel allerdings wesentlich kraftvoller als eine Taiko Drum. Ich werde oft mit Ideen zugeballert – und du darfst niemals sagen: Geht nicht!

Brendan Buckley(Bild: Tom Schäfer)

Was ist das Geheimnis der Shakira Drum-Grooves?

Brendan Buckley: Hmm … ich bin nicht sicher, ob es da eine Mystery gibt. Aber wer bei diesem Big Gig bestehen will, muss eine wesentliche Voraussetzung mitbringen: es ist der Respekt vor der Künstlerin, Respekt vor den Songs des Albums und der Produktion. Mit dieser Loyalität, gepaart mit Motivation, kann man sich in die Sphären der Produktion einarbeiten, und dann gelingt es auch, die Grooves für die Live-Umsetzung noch spannender oder auch exaltiert zu gestalten. Das gilt ebenso für ältere Songs aus früheren Alben. Sie brauchen den Touch des Jahres 2018. Die Sachen sollen nicht zwanzig Jahre alt klingen. Zudem ist es wichtig, sich mit den Ursprüngen verschiedener Rhythmen und Groove-Styles auszukennen. Denn Shakira bezieht sich musikalisch auf sehr unterschiedliche Ressourcen. Bei einer Flamenco- Nummer muss ich wissen, wo der Style herkommt. Und ein „South American Folk“-Groove muss sitzen ohne Wenn und Aber.

Der Trick liegt darin, diese Traditionals und Folkloric Origins dem Shakira-Pop-Szenario mit allen Sequenzern, Clicktracks und dieser gesamten Elektronikwelt stilsicher anzupassen. Zudem sollte man wissen, dass Shakira mit Alternative Music aufgewachsen ist. Ihre frühe musikalische Heimat waren Bands wie The Cure und Radiohead sowie auch Led Zeppelin, die Beatles usw. Doch ihr heutiger Sound ist ein sehr polierter Style. Trotzdem möchte sie manchmal gewisse Einflüsse von damals ins Jetzt transportieren. Das ist dann die … polished version of crazyness! Es gibt bestimmte Show-Momen te, da will sie einen Sound „like a rainstorm of drums“. Das muss ich dann bedienen, aber nicht in Form eines Tribal-Chaos, sondern immer schön in time und quantisiert. Das sprunghafte Umschalten zwischen den Genres Rock, Folklore und Dance sowie die Passion für solide Grooves mit der spielerischen Kontrolle von Akustik-Drums, Elektronik und Percussion ist wahrscheinlich die große Herausforderung dieses Jobs.

Sehr angesagt ist derzeit ein Groove-Style aus Südamerika. Reggaeton wird bei uns im Radio rauf und runter gespielt wird. Auf „El Dorado“ gibt es sogar mindestens vier Songs mit diesem Groove: „Chantaje“, „Me Enamoré“, „Comme Moi“ und „La Bicicleta“. Warum dieser Reggaeton-Groove- Hype?

Brendan Buckley: Yeah! Man kann sich drüber streiten, woher dieser Rhythmus wirklich stammt. Reggaeton ist eine Art Hip-Hop-Groove aus Puerto Rico. Aber er wurde nicht in Puerto Rico erfunden. Denn vor zwanzig Jahren wurde dieser Groove schon in Jamaica im Dancehall Reggae verwendet. Hör dir mal frühe Aufnahmen aus den 90ern von Shabba Ranks an, da hörst du diesen Groove. Dieser Rhythmus scheint einer der fundamentalen Grooves überhaupt zu sein. Das Markenzeichen ist die Betonung auf „2und“. Es ist ein Groove, der sich grundsätzlich gut anfühlt und zu dem man einfach gut tanzen kann. Mit der DJ-Kultur in Puerto Rico hat der Reggaeton zu einem Sound gefunden, der weltweit funktioniert und sehr populär ist. (Mehr hierzu in unserem Workshop „Groove des Monats“)

Brendan Buckley Drumset(Bild: Tom Schäfer)

Welcher ist für dich der trickreichste Shakira-Drum-Groove?

Brendan Buckley: Nomen est Omen: Der Song heißt „La Tortura“! (lacht) Es ist ein Song, bei dem ich die meisten Samples, Hits, Starts und Stops gleichzeitig spiele. Witzigerweise auch ein Reggaeton! Da ist eine Menge koordinatives Spiel angesagt. Es kostet Konzentration, um Time, Groove und Feel in Einklang zu bringen, ohne dabei einen Schlag zu vergessen. Zwar spielen wir diesen Song seit 2005, aber alle zwei Jahre wurde das Arrangement geändert. Ich muss wirklich die alten Versionen in meinem Hirn löschen, um auf dieses weise auch die „muscle memo ry“ auszuschalten. „La Tortura“ ist schon recht tricky, und ich schmunzle manchmal über mich selbst, dass ich so viele Hits zur selben Zeit spiele … octopusmäßig! (lacht)

Und was ist dein Lieblings- Song dieser Tour?

Brendan Buckley: Ich denke es ist „Nada“ … heißt nothing. Ich mag diesen Song deshalb, weil von den Drums eine ungeheure Dynamik ausgeht. Die Strophen sind sehr soft mit den Händen auf Pads gespielt. Aber zum Chorus hin wechsle ich auf Real Drums. Es gibt einen starken dynamischen Sprung zum gedroschenen Drum-Groove, eine Art Phil-Collins-Effekt. Es ist ein eher simpler Song, nichts trickreiches, aber ich stehe auf das Konzept der Dynamik zwischen soften E-Sounds und mächtiger Akustik- Power.

„El Dorado“ ist eine regelrecht durchgetaktete Show. Du musst konsequent zu Sequenzern und Clicks spielen. Was ist die Kunst, dies zu beherrschen?

Brendan Buckley: Selbst wenn du perfekt im Mikrotime zum Click spielst, heißt das nicht, dass es sich auch gut anfühlt. Denn du musst trotz Click das Feel nach vorne bringen. Und dazu muss man wissen, dass es um den Click herum auch nicht messbare Dimensionen gibt. So kannst du on top of the click spielen oder dahinter. Das macht unglaublich viel aus fürs Groove-Feel. Je nach Körperhaltung, Armbewegung und Ausholbewegung kann ich den Groove beeinflussen. Und das ist dann der Atem unsichtbarer zeitlicher Räume – der Groove!

„El Dorado“ ist als World-Tour immens angelegt …

Brendan Buckley: … wir sind mindestens ein Jahr unterwegs. Das ist schon recht krass im Vergleich zu meinen frühen Schlagzeugerzeiten. Da hatte ich mal hier und da einen Gig und dann einen Monat lang wieder nichts zu tun. Heute mit Shakira heißt es: Pack dein Haus ein und geh auf Tour! (lacht)

Wie hält man über diesen Zeitraum die Leidenschaft für die Songs und Grooves aufrecht, wenn jede Show doch komplett durchgestylt ist?

Brendan Buckley: Nun, die Shakira-Tour wird definitiv auch mal zu Ende sein. Danach kommt etwas anderes, andere Artists, andere Shows. Und wir reden hier von einem Tour-Jahr, das ist ja ein immer noch überschaubarer Rahmen. Meine Herausforderung besteht darin, eine Routine zu entwickeln, um die Zwei-Stunden-Show akkurat und fehlerfrei zu spielen. Vergleichbar ist dies mit einer Recording-Session. Allerdings geht’s nicht um einen vierminütigen Song, sondern darum, zwei Stunden lang durchzuspielen, ohne mit dem Click zu flammen und ohne ein Fill zu verpassen. Wenn du auf die Bühne gehst mit dem Vorsatz, eine zweistündige Recording- Session fehlerfrei zu spielen, dann entwickelt sich der Spaßfaktor, diese Anforderung an sich selber zu erfüllen. Und wenn die Tour dann routinemäßig läuft, hat man die kleinen Spots für sich herausgefiltert, diese verborgenen acht Takte, die Raum für Spontaneität lassen. Das sind dann die erfrischend kreativen Momente.

Es gibt ein paar Songs, die mit endlosen Rolls, Fills und massiven Crashes diese klassischen high-dynamic-endings haben und bis zum letzten Abschlag ausgereizt werden. Sind diese Teile improvisiert oder ebenfalls durchgestylt?

Brendan Buckley: Diese Sachen sind tatsächlich improvisiert. Bei der „El Dorado“-Show haben wir vier dieser Endings, aber es gibt jedes Mal einen Cue, der von Shakira oder von unserem Gitarristen gegeben wird. Sie geben das Zeichen dafür, wie lange das Ending gespielt wird und wann der letzte Abschlag kommt. Bei einem Song zum Beispiel gibt der Gitarrist ein Handzeichen und signalisiert, wie viele Hits wir am Ende spielen. Diese Teile sind dann immer spaßig, weil niemand weiß, wie viele Hits er anzeigen wird. Da muss man wach sein! In einer anderen Nummer kommt der Cue von Shakira … (grinst) … ich beobachte tatsächlich ihr Hüftwackeln! (lacht) So lange sie ihre Hüften tanzen lässt, halte ich die Dynamik oben und in dem Moment wo ihr Arsch stillsteht, mach ich den letzten Hit. Das ist kein Scherz!

Equipment-Talk

Das „El Dorado“-Tourkit ist ein clever gestaltetes Set in einer Verknüpfung aus Akustik Drums mit elektronischen Komponenten plus etlichen Latin/World-Percussion Instrumenten on top. Welche Idee steckt hinter diesem Konzept?

Brendan Buckley: Das Drumkit vereint im Prinzip drei Welten: Acoustic Drums, Electronic Drums und Percussion. Wir haben hier ein regelrechtes Hybrid-Konzept entwickelt, bei dem alle Elemente logistisch ineinandergreifen. Das Grundkonzept entstand während meiner eigenen Vorbereitung auf die Tour, und der Feinschliff erfolgte schließlich bei den Band- bzw. Produktions-Proben. Shakiras „El Dorado“-Show ist eine moderne Live-Produktion, bei der Songs unterschiedlicher Arten Schlag auf Schlag folgen. Wir spielen viele Songs von früheren Alben – natürlich einige Hits –, aber auch das neue Material vom aktuellen Album. Bei einigen Songs sind ausschließlich Akustik-Drums gefragt, andere hingegen setzen auf rein elektronische , und es gibt Livetracks, bei denen ich beide Welten kombiniere, zum Beispiel eine Acoustic Snare mit Electronic Bassdrum oder umgekehrt. Darüber hinaus werden teils noch Sounds über die Trigger an den Acoustic Drums hinzugemischt. Und es gibt Songs, bei denen ich auch noch Percussion spiele. Dieses Tour-Kit ist kein Show-Kit, sondern auf die musikalischen Belange der „El Dorado“-Produktion abgestimmt. Alles was da oben steht, wird auch gespielt. Mein Drumtech Omar Sanchez würde mich sonst killen, wenn es nur um den Look ginge! (lacht)

Setzen diese Wechsel zwischen echten Drums, Percussion und Pad-Spiel besondere motorische Fertigkeiten voraus?

Brendan Buckley: Ich habe diese Art Kombination immer schon gerne gespielt, und es ist mir nicht fremd. Gitarristen können ja auch Akustik- Gitarre, E-Gitarre und Ukulele spielen. Genauso wie Keyboarder einen Flügel, ein Wurlitzer E-Piano, eine Hammond-Orgel und einen Minimoog-Synth mit unterschiedlichen Tastaturen spielen können. Warum sollten Drummer also nicht auch in der Lage sein, unterschiedliche Gattungen von Schlaginstrumenten zu spielen? Für mich ist das jedenfalls sehr cool, weil man in den Grooves immer wieder andere Schwerpunkte setzen kann. Folky Singer/Songwriter- oder Rock-Songs verlangen nach Acoustic Drums. Und Ethno-Tracks leben durch die Percussion. Ich will nicht behaupten, ein großer Masterplayer der Percussion zu sein, aber im Rahmen der Shakira-Welt und auch hinsichtlich des Hybrid-Konzepts bin ich in der Lage, die Anforderungen sowohl konzeptionell als auch musikalisch auszufüllen.

Brendan Buckley(Bild: Tom Schäfer)

Das „Gold Finish“-Design deines DW Kits sieht nach einer Sonderanfertigung aus. Viele Bühnenelemente nebst Shakiras Gesangsmikrofon sind in Gold gehalten. Ein „El Dorado Custom Finish“ also?

Brendan Buckley: Ganz richtig. „El Dorado“ bedeutet im Spanischen ja auch Gold. Allerdings hat die Geschichte mit dem DW-Design noch einen kleinen Vorlauf. Grundsätzlich stehe ich ja auf außergewöhnliche Designs und hatte zu jeder Shakira-Tour auch immer wieder recht abgefahrene Sets. Als es nun darum ging, ein Drumkit für „El Dorado“ zu konzipieren, empfahl mir mein Freund Steve Vega von DW ein Stainless Steel Set. Diese Art von Drums kannte ich nur von Ludwig aus den 70er-Jahren. Dieser laute und donnernde Drumsound war nicht unbedingt mein Favorite. Deswegen war ich anfangs etwas skeptisch, aber Steve meinte, der Sound des DW-Kits sei wirklich fantastisch. Also sagte ich: „Okay, let’s check it out.“ Und wir besprachen dann noch Möglichkeiten des Designs, ob shiny chrome oder matt chrome. Ich entschied mich für die Glanz- Chrom-Version.

Das Set sah echt futuristisch aus! Doch während der Proben hieß es dann nebenbei, dass die Tour unter der Headline „El Dorado“ laufen würde. Viele Bühnenelemente würden auf Gold getrimmt und auch meinem Drumset wurde ein Gold-Finish verordnet … „Oh shit“, dachte ich! (lacht) Ich hatte dieses verdammt coole Chrome-Set, ein Schlagzeug, das nun wirklich sehr wertvoll ist. Das konnte ich ja nicht einfach Graffiti-mäßig umlackieren! Gemeinsam mit DW fanden wir zum Glück die Möglichkeit, das Set mit einer Goldfolie zu beschichten. Dazu mussten nur alle Beschlagteile, Schrauben etc. runter, und der Aufwand hat sich gelohnt. Und auch das Rack hat dieses Custom Gold Finish erhalten.

Und soundmäßig warst du dann letztlich doch von den DW Stainless Steel Drums überzeugt?

Brendan Buckley: Absolut! Das Set klingt warm, hat Power und ist klanglich gut kontrollierbar.

Wie hältst du es mit deiner Cymbal-Auswahl? Große Becken machen recht viel Alarm on stage. Wie gelingt die Abschirmung zu den offenen Gesangsmikros, zumal Shakira auf der Bühne rumläuft und öfters bei dir am Drumriser steht?

Brendan Buckley: Das ist in der Tat eine Sache, die man bedenken muss. Persönlich stehe ich auf große Cymbals mit kräftigen und lauten Sounds, aber auf einer Live-Bühne mit Sängerin ist das eine schlechte Idee. Denn diese Becken knallen direkt ins Gesangsmikrofon. Und dann wird’s schwierig für den FOH. Zudem klingt es dämlich, wenn im Vocal-Mic ständig dieses Auf- und Abschwellen der Cymbal-Frequenzen zu hören ist, je nachdem, wo Shakira gerade rumturnt. Ich habe festgestellt, dass dunklere Cymbal-Sounds in dieser Situation definitiv hilfreich sind. Besonders schick kommen auch kurze Sounds wie die der Cymbal Stacks. Sie akzentuieren sofort, aber schwingen nicht mit Sustain ins Vocal-Mic. Bei Shakira passen diese perkussiven Trash-Effects sehr gut.

Brendan Buckley Drumset(Bild: Tom Schäfer)

Drums sind ein elementarer Bestandteil des Shakira-Sound- Konzepts. Wie hast du dein Kit klanglich konzipiert?

Brendan Buckley: Die Bassdrum ist boomy mit viel Low-End. Hinzu kommt ein gutes Attack-Signal, was man in großen Hallen für die Klarheit und Durchsetzung unbedingt braucht. Bei der Snare habe ich mich für eine medium-high Stimmung entschieden. Der Sound sollte nicht zu crisp sein, sondern genügend Body haben für den kraftvollen Backbeat. Bei den Toms konnten wir mit den Emperor coated Fellen eine warme Klangfülle erzielen, bei relativ kurzen Nachklingzeit, um auch hier das Problem der Übersprechung in andere Mikrofone abzuwenden. Hinzu kommen noch die vielen elektronischen Signale. Ich hatte den Zugriff auf die Pro-Tools-Sessions der Shakira-Alben und konnte mir alle produzierten Drumsounds herausfiltern. Diese Samples habe ich exakt bezeichnet – z. B. „Verse Bassdrum aus Song X“ oder „Chorus Bassdrum aus Song Y“ – und sie dann in meine Sound-Library einsortiert. Aber manchmal waren die Produktions-Sounds nicht für die Live-Umsetzung brauchbar. Also mussten weitere Sounds oder auch verschiedene Layer gecheckt werden, um je nach Song zum Beispiel mehr Grunge, Distortion oder Boom oben drauf zu legen. Auch wenn man sich kreativ mit Drumsound- Design befasst, so hört man erst im Band-Kontext, welche Sounds wirklich funktionieren. Der Song entscheidet über den Drumsound!

Gib doch mal einen Einblick in das System deiner elektronischen Komponenten.

Brendan Buckley: Diesmal entschied ich mich für das Roland TD-50-Modul als Brain, wobei die Pads überall im Akustik-Set ergonomisch verteilt sind, so dass ich sie je nach Song an bestimmten Positionen mühelos anspielen kann. Zwei Pads sind in der Nähe der Floor-Toms sowie bei der Hi-Hat positioniert, und es gibt Kick-Trigger-Pedale unten am Boden. Hinzu kommt ein Octapad links von der Hat, das ebenso mit dem TD-50 gekoppelt ist. Über das Octapad kann ich mit der linken Hand Extra-Sounds wie Claps, Bells, Geräusche oder was auch immer spielen. Und es gibt einen Akustik-Trigger an der Kickdrum, an der Main Snare sowie einen Trigger an der Soprano Side Snare. Alle Trigger sind wiederum mit dem TD-50-Modul verknüpft. Das TD-50 sendet MIDI-Signale an meine zwei Laptops, auf den das Programm Native Instruments Battery 4 läuft. Beide Laptops laufen parallel, wobei der eine als Main fungiert, während der andere das Backup enthält für den Fall, dass der Rechner mal aussteigt. In Native Instruments ist die gesamte Sound-Library meiner Samples der Shakira-Signature- Drumsounds enthalten sowie alle anderen Extras. Zudem habe ich in Native Instruments alle Songs der Show einzeln konzipiert und zu einer Setlist geordnet. So muss ich mich bloß durch die Presets klicken. Und je nach Song werden die Mesh-Trigger-Pads, die Akustik- Trigger oder Kick-Trigger zu den jeweils entsprechenden Drum- Sounds geroutet. Die Sounds gehen dann durch DIs zum Monitorund FOH-Mix.

Was aber ist mit dem klanglichen Ineinandergreifen von akustischen und elektronischen Sounds? Das muss man doch sehr gut aufeinander einjustieren, damit es nicht brüchig klingt, oder?

Brendan Buckley: Deshalb nehme ich mir beim Soundcheck viel Zeit für die Angleichung von Akustik-Bassdrum, Elektronik-Bassdrum, Acoustic Snare und Electric Snare. Die richtige Balance zueinander muss in jedem Venue neu justiert werden. Das betrifft vor allem die Lautstärkeabstimmung. Die Sounds sind ja produziert und festgelegt. Beim Wechsel von Akustik zu Elektronik muss gewährleistet sein, dass die Sounds nahtlos übergehen. Zusätzlich zum InEar habe ich einen Sub und einen Wedge- Monitor hinter mir. Wenn on stage, im FOH und in den InEars alles gut ineinandergreift, funktioniert ein Hybrid-Set bestens. Ansons ten hast du Probleme! Ach, ich könnte stundenlang über Drums reden. Wir Schlagzeuger sind ja alle ein bisschen verrückt! (lacht) Wenn ich einem Drummer- Kollegen erzähle, dass ich am Bassdrum-Pedal eine besondere Feder benutze, die man nur in einem speziellen Autozubehörladen bekommt, dann bin ich mir sicher, dass der am nächsten Tag in den Laden rennt, um dort genau diese Feder zu kaufen! Und ganz ehrlich gesagt – ich bin genauso! (lacht) Ich bin mit MTV groß geworden und hab mir völlig besessen das Equipment der Drummer auf den Videos reingezogen – ich bin ein echter Equipment-Nerd!

Equipment

Drums: DW Stainless Steel mit Custom Gold Wrap

  • 12″ x 8″ Rack Tom
  • 13″ x 9″ Rack Tom
  • 16″ x 14″ Floor Tom
  • 18″ x 16″ Floor Tom
  • 22″ x 18″ Bass Drum

Snaredrums: DW

  • 14″ x 5,5″ DW Performance Black Nickel Snare Drum (main)
  • 13″ x 6″ PDP Concept Series Black Nickel Snare (side)
  • 14″ x 5,5″ DW Thin Aluminum Snare (backup)
  • 8″ und 10″ Pacific Timbalitos with Custom Gold Wrap, montiert am Rack

Felle: Remo

  • Toms: Emperor coated/Ambassador clear
  • Snaredrums (14″): CS Snare/Ambassador Snare
  • Snaredrum (13″): Ambassador coated/Ambassador Snare
  • Bassdrums: Powerstroke 3 clear

Cymbals: Sabian (von links nach rechts)

  • 19″ Paragon Chinese
  • 16″ HHX Evolution Crash with
  • 8″ B8 Pro Splash on top (inverted)
  • 18″ HHX Evolution Crash
  • 10″ HH Splash
  • 14″ HHX Groove Hats (with Big Fat Snare Drum Hammered Nickel Jingles and Bells on top)
  • 8″ HH Max Stax Splash, stacked with
  • 8″ HH Max Stax China Kang on top
  • 21″ HHX Dry Ride
  • 12″ HHX Evolution Splash
  • 19″ Vault Crash
  • 14″ AAX Mini Chinese, inverted, with
  • 6″ Nickel Jingle Strip inside, with
  • 12″ AA Mini Hats on top, with
  • 8″ AAX Splash on top
  • 19″ HHXtreme Crash
  • 19″ Paragon Chinese

Hardware: DW

  • DW Rack, Custom Gold Wrap
  • DW 5002 Bassdrum-Pedale

Electronics:

  • MacBook Pro with Native Instruments Battery 4 (2 x)
  • Ultra Lite MK3 (2 x)
  • Radial SW8 MK2
  • Roland TD-50-Modul
  • Roland SPD-30 Octapad als MIDI Controller
  • Roland V-Drum Kick KD-140-BC with Custom Gold Wrap
  • Roland V-Drum Pad PD-128-BC with Custom Gold Wrap
  • Roland V-Drum PDX-8 Pads (3 x)
  • Roland KT-10 Kick Trigger (2 x)
  • Roland BT-1 Trigger
  • 2 x RT-30H Trigger (an den Snaredrums)
  • RT-30K Trigger (an der Bassdrum)
  • Boss DB-90 with FS-5U Pedal

Percussion: LP

  • LP Patato Black Fiberglass Congas (Quinto, Conga, Tumba) on triple stand
  • LP Bongos Black Fiberglass on stand
  • 12,5″ Mechanical Grey Djembes on stands
  • Doumbek
  • Bolivian Bombo Legero on stand
  • Pair of Maracas

Extra:

  • 24″  x 20″ Bass Drum Mounted
  • DW Gong Drum (Black Lacquer mit Custom Gold Wrap Stripes on Custom Gold Rolling Rack)

Sticks: Vic Firth

  • Brendan Buckley Custom 5A Signature (white)
  • Steve Gadd Wire Brushes
  • T1 Timpani Mallets
Brendan Buckley Drumset(Bild: Tom Schäfer)

Website

brendanbuckley.com


(aus STICKS 09-10/2018)

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Produkt: Sticks 07-08/2019
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