Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Aus der aktuellen STICKS 11/2018!

Jubiläum der Legende: 135 Jahre Gretsch Drums

Gretch 135 Jahre
(Bild: Axel Mikolajczak, Ralf Mikolajczak, Dieter Stork, Gretsch-Archiv)

1883 eröffnete der deutsche Auswanderer Friedrich Gretsch einen eigenen Musikladen in Brooklyn/New York. In einer Werkstatt fertigte er auch eigene Instrumente wie Banjos, Tambourine und Trommeln. 1920 wurde Gretsch als größter Instrumentenhersteller der USA anerkannt. In den 1920er-Jahren begann man mit der Produktion erster Drumsets und somit eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.

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Es waren die „Goldenen 20er“, und mit der Popultität des Jazz stieg auch die Nachfrage nach geeigneten Drumsets. Fred Gretsch Sr. hatte nach dem plötzlichen Tode seines Vaters Friederich als Teenager die Frimenleitung 1895 übernommen. Bereits 1918 hatte er eine Laminierungstechnik für Spannreifen entwickelt, die man nun auf die Konstruktion von Trommelkesseln übertrug, die somit wesentlich besser Witterungseinflüssen und den Strapazen on the road widerstehen konnten. Gretsch American Drums wurden zu den beliebtesten Jazz-Drums der Zeit, u. a. auch weil es die ersten mittels T-Stimmschrauben stimmbaren Toms gab.

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1883 DER ANFANG Nachdem Friedrich Gretsch im Alter von 16 Jahren aus Deutschland ausgewandert war, eröffnet er 1883 im Alter von 27 Jahren einen kleinen Musikladen in Brooklyn, New York und beginnt, Banjos, Trommeln und Tamburins zu bauen.
1916 BROOKLYN, N.Y. Das Unternehmen bezieht ein zehnstöckiges Gebäude am Broadway No. 60 in Brooklyn, N.Y.
1918 SCHICHTHOLZ Fred Gretsch Sr. entwickelt eine Laminierungstechnik für Schlagzeugspannreifen, die sich dadurch nicht mehr verbiegen können.
1920 DER GRÖSSTE HERSTELLER Gretsch wird als größter Hersteller von Musikinstrumenten in den Vereinigten Staaten anerkannt. Anfangs auf die Produktion von Banjos konzentriert, beginnt in den frühen 1920er-Jahren die umfangreichere Herstellung von Drums.

In den 30er-Jahren wurden die legendären Gretsch Broadkaster Drums präsentiert, mit dünnen dreilagigen Maple/Poplar/Maple-Kesseln, Vierkantkopf-Stimmschrauben und Guss-Spannreifen. Letztere wurden in Zusammenarbeit mit dem legendären Drummer Billy Gladstone konzipiert, der für seine Gladstone-Snaredrums Kessel von Gretsch verwendete. Diese Snaredrums brachte Gretsch dann auch als Gretsch/Gladstone auf den Markt, sowohl mit konventionellen Stimmschrauben wie auch dem legendären „Three Way Tuning System“, bei dem sich das Resonanzfell von oben stimmen ließ. Ebenso gab es kurzzeitig einige wenige Gretsch Gladstone Drumsets, die damals als Top of the Line gefeatured wurden.

Zu dieser Zeit gab es außerdem auch Renown und Catalina Snaredrum- Modelle, alle mit 3-ply-Kesseln. Es waren dann auch die Broadkaster Drums mit dieser Kesselkonstruktion, die bis in die 50er-Jahre „That Great Gretsch Sound“ definierten, den die meisten legendären amerikanischen Jazz-Drummer so schätzten. Von Chick Webb über Jo Jones und Davey Tough bis Max Roach, Louie Bellson und Elvin Jones und vielen, vielen mehr reicht die Liste der Gretsch-Endorser.

Gretsch 135th Anniversary Bop Set
135th Anniversary Bop Set (Bild: Axel Mikolajczak, Ralf Mikolajczak, Dieter Stork, Gretsch-Archiv)

Aus dieser Zeit stammt die Gleichung „Jazz = Gretsch Drums“, denn keine andere Company war so mit den Künstlern verbunden wie Gretsch. Zum einen kam dies durch die guten Kontakte zum legendären Jazz-Club „Birdland“, in dem die großartigsten Musiker der Jazz-Szene auftraten und wo u. a. auch in den 60er-Jahren das Album „Gretsch At Bridland“ aufgenommen wurde. Zum anderen auch durch den schon immer bestehenden Wunsch nach dem Austausch von Ideen zwischen Hersteller und Musiker, den Gretsch von Beginn an verfolgte.

1942 hatte Fred Gretsch Jr. die Firmenleitung übernommen, mit seinem Eintritt in die US-Streitkräfte die Geschäftsleitung allerdings seinem Bruder Bill überlassen. Dieser führte die Firma durch die schwierigen Jahre des Zweiten Weltkriegs, starb allerdings 1948, woraufhin Fred Gretsch Jr. wieder die Firmenleitung übernahm. Unter seiner Leitung und der Federführung damaliger wichtiger Mitarbeiter wie Duke Kramer und dem Master Percussionisten und Gretsch- Endorser Phil Grant kam es ab den späten 40er-Jahren zu vielen innovativen Ideen, die oft in Zusammenarbeit mit einigen der prominenten Endorser entstanden, wie z. B. die kompakte 20″ Bassdrum sowie ein Cocktail Drumset, das Double Bassdrum-Set von Louie Bellson, Concert Toms für Chico Hamilton oder eine 14 x 4 Snaredrum für Max Roach.

135th Anniversary Commemorative Snaredrum Gretsch
135th Anniversary Commemorative Snaredrum (Bild: Axel Mikolajczak, Ralf Mikolajczak, Dieter Stork, Gretsch-Archiv)

Noch wichtiger waren allerdings die Experimente mit der Kesselkonstruktion. Schon bei der Gitarrenproduktion hatte Gretsch mit der Firma Jasper Wood Products gut zusammengeabeitet, und ab Ende der 50er-Jahre bezog man die ersten sechslagigen Jasper Wood Shells aus Maple und Gum Wood mit versetzten Kesselnähten der einzelnen Doppellagen, die wesentlich stabiler waren als die dreilagigen Kesssel und keinerlei Verstärkungsringe benötigten. Die Kessel wurden dann in der Gretsch Factory fertig bearbeitet und mit Hardware und Fellen ausgestattet – und dem legendären Silver Sealer. Viele glauben, dass der Silver Sealer zum legendären Sound beiträgt, doch das könnte man wohl auch mit einer anderen Art der Holzversiegelung im Kesselinneren erreichen.

Der Anstrich diente damals vor allem dazu, die Drums feuchtigkeitsresistenter zu machen. Viel wichtiger waren die sechslagigen Kessel an sich, die mit den damals gerade aufkommenden Kunststoff-Fellen aus Mylarfolien sehr gut harmonierten. Durch die Features der neuen „Gretsch Formula“ (6-ply Shells mit Die Cast Hoops und Broadkaster Lugs sowie Silver Sealer) entwickelten diese Drums einen neuen „Great Gretsch Sound“, der auch bei vielen Beat-, Pop- und Rock-Drummern beliebt wurde, zu den bekanntesten dürften wohl Charlie Watts und Phil Collins gehören.

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