Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
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Mark Schulman rockt die Stadien der Welt mit P!nk!

Mark Schulman im Interview

Marc Schulman(Bild: David Phillips, Lisa Skarell-Schulman)

Seit über 30 Jahren ist Mark Schulman einer der angesagten Tour-Drummer weltberühmter Bands und Artists. Seit einigen Jahren ist er mit Superstar P!nk weltweit bei immens erfolgreichen Tourneen durch die mehrfach ausverkauften Stadien der Welt unterwegs.

STICKS verfolgte seine Karriere schon seit den frühen 1990er Jahren, als er ein angesagter Live- und Studio-Drummer in der LA-Musikszene wurde und an der Los Angeles Music Academy den Rock-Kurs unterrichtete. Er spielte Produktionen und Tourneen mit Simple Minds, Foreigner, Richard Marx, Tina Turner, Sheryl Crow, Stevie Nicks, Destiny’s Child, Cher, Billy Idol, Velvet Revolver … Udo Lindenberg … und vielen anderen mehr. Wir trafen uns anlässlich der Kölner Stadion-Shows von P!nk zu einem gemütlichen Frühstücksinterview am Rhein.

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Das ganze Interview gibt es in STICKS 11-12/2019!

Interview

Hey Mark, weißt du, dass wir ein kleines Jubiläum feiern können? Unser erstes Interview mit dir für Sticks haben wir vor 25 Jahren geführt, und es ist schon wieder fünf Jahre her, dass wir uns das letzte Mal anlässlich eines Interviews getroffen haben. Wieder bist du mit P!nk unterwegs. Doch dieses Mal spielt ihr nicht nur in ausverkauften Hallen sondern in minutenschnelle ausverkauften Stadien. Seit wann spielst du eigentlich schon live für P!nk?

Das weiß ich ganz genau. Mein erster Gig mit P!nk war als Sub für ihren Drummer am 20. Dezember 2005 in Moskau, bei einer Art privatem Festival für russische Oligarchen auf dem Roten Platz. Ich war damals Drummer für Cher, und sie und P!nk hatten das gleiche Management. Dadurch bekam ich den Gig. 2006 hatte ihr Drummer sich wieder doppelt gebucht, allerdings für zwei komplette Wochen. Dabei ging es um eine Club-Tour als Vorbereitung für die folgenden Arena-Shows – und am Ende dieser zwei Wochen gaben sie mir den Gig. Seit dem Sommer 2006 bin ich jetzt dabei, 13 Jahre schon.

Die Club-Tour war also deine Audition für P!nk?

Ja, das kann man so sagen. Ich hatte nur eine Generalprobe, spielte die Gigs offensichtlich gut und passte musikalisch wie auch menschlich gut zur Band. Es fühlte sich einfach klasse an. In der Band spielen nicht nur gute Musiker, es sind auch sehr nette Menschen, es ist wie eine große Familie. Justin Derrico, unser Gitarrist, gehörte damals schon dazu, ebenso Jason Chapman, unser Musical Director und Keyboarder und Adriana, die Keyboarderin, die jetzt auch nach einer Babypause wieder dabei ist. Eva Gardner kam später dazu und ist jetzt auch schon viele Jahre dabei. Auch die Sängerinnen Stacey und Jenny sind wieder dabei, mit ihnen habe ich schon viele Jahre in der Tour-Band von Cher gespielt. Wir alle hatten schon zuvor hin und wieder gemeinsam in diversen Bands und für so einige Künstler gespielt. Diese Verbindung beruht auf langjährigen Beziehungen und Freundschaften.

Meinen Schlagzeugschülern sage ich immer: Your network is your net worth! Je mehr Menschen du in diesem Business kennenlernst und zu deinen Freunden und Kollegen zählen kannst, desto größer sind deine Chancen, immer Arbeit zu haben. Und es reicht nicht, jemanden einfach mal kennenzulernen, man muss diese Beziehungen auch pflegen! Wenn du dich nicht in Erinnerung bringst, dann denken die Leute auch nicht an dich, wenn sich mal eine Gelegenheit bietet. Ich glaube, dass ich deshalb erfolgreich bin, weil ich meine Beziehungen pflege und mich so immer wieder in Erinnerung rufe. Es ist wirklich so: out of sight – out of mind! Und ich denke lieber: in sight – in mind! Und es hilft auch sehr, wenn man grundsätzlich freundlich miteinander umgeht. Es ist mir schon ein paar Mal passiert, dass ich einen Job bekommen habe, weil ich gerade mit jemandem telefoniert hatte! Dann dachten sie eben einfach an mich, weil sie vor kurzem mit mir geredet hatten. So einfach kann es manchmal sein.

Ich bin auch nicht schüchtern – hey, ich bin ein Rockstar! – sondern gehe auf die Leute zu und bringe mich so ins Gespräch. Und dadurch bringen dich dann auch weitere Leute ins Gespräch, und du baust so dein Netzwerk weiter auf. Du solltest allerdings bei jeder Gelegenheit einen sympathischen Eindruck hinterlassen.

Das scheint dir ja nun oft genug zu gelingen.

(lacht) Das war schon immer etwas, was mir wichtig war, denn du weißt ja nie, wann und bei welcher Gelegenheit sich etwas entwickeln kann. Ich hab’ da mal ein Beispiel: Bei einer Session mit einem unbekannten Sänger in einem Vorortstudio in LA war sein Manager zugegen, hörte mich spielen, lernte mich kennen und sagte dann auf einmal: „Übrigens, Foreigner suchen gerade einen Drummer! Hast du Interesse?“ Also ging ich zur Audition, und da waren nur Foreigner-Chef Mick Jones an der Gitarre, ein Bassist und ein Sänger. Wir haben keine Foreigner-Songs gespielt, sondern einfach nur gejamt. Ich wusste nicht, dass das Ganze aufgenommen wurde, doch als wir es uns anhörten, meinte jeder, dass es sehr authentisch sei und der Spaß, den wir hatten, sehr gut rüberkommt. Wir gingen dann noch mit Sänger Lou Gramm ins Studio, und bevor ich mich versah, hatte ich den Foreigner-Gig. […]

Das ganze Interview gibt es in STICKS 11-12/2019!


(aus STICKS 11-12/2019)

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Produkt: Sticks 11-12/2019
Sticks 11-12/2019
MARK SCHULMAN – Stadion-Rock mit Pink! +++ Nicholas Collins +++ Richie Gajate-Garcia +++ REPORT: Dresdner Drum & Bass Festival 2019 +++ LUDWIG Heirloom Anniversary Snaredrum +++ UFIP Experience Balst Cymbals +++ MAPEX Design Lab Cherry Bomb Drums 2470

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