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Metal als Indikator für kriminelle Energie?

Studie: Macht Metal hören kriminell!?

 

(Bild: Screenshot Youtube)

Metal als Indikator für kriminelle Energie? Wissenschaftler der Universität Utrecht klärten in einer Studie auf, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Musikgeschmack und kriminellen Delikten gibt. Ob rebellische Musik gleich rebellisches Verhalten bedeutet?

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Dunkle Musik fördert dunkles Verhalten! Totaler Blödsinn? Einer Studie der Universität Utrecht zur Folge, kommen Metalheads schneller vom Pfad der Tugend ab als Anhänger anderer Musikrichtungen.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 300 Oberschüler im Alter von 12 und 16 Jahren befragt. Das Ergebnis ist verblüffend: Das frühe Hören von “noisy, rebellious, nonmainstream” Musik wie Gangsta-Rap, Gothic, Punk und eben Heavy Metal steigere das Potential, in späteren Jahren straffällig zu werden und begünstige somit eine kriminelle Zukunft. Bei den beobachteten Straftaten handelte es sich allerdings meist um geringfügigere Vergehen wie Vandalismus, Diebstahl oder Schlägereien.

Musikgeschmack-Alter

Einer der Initiatoren der Studie ist Dr. Tom Ter Bogt: “Wir waren selbst überrascht und haben die Ergebnisse immer und immer wieder überprüft.” Dennoch muss man an dieser Stelle sagen, man kann nicht jeden Metal-Hörer über einen Kamm scheren. Punkt. Bogt vermutet, dass rebellische, laute Musik junge Leute mit Ihresgleichen zusammenbringt und sich auf Grund der Gruppendynamik das Verhalten der Jugendlichen negativ beeinflusst wird.

“Wenn man diese Vorliebe für rebellisch laute Musik hat, kommt man natürlich in Kontakt mit anderen Kids, die denselben Musikgeschmack haben, und man wird von dem Verhalten dieser Gruppe kontaminiert. Wer in diesem Alter Klassik oder Jazz hört, tendiert auffällig weniger zu extremen Verhalten. Eltern, deren zwölfjähriges Kind extrem laute, rebellische Musik hört, würde ich empfehlen, sich die Freunde genau anzusehen, die er oder sie mit nach Hause bringt.“

Heavy Metal hat jedoch auch günstige Auswirkungen auf den Menschen – vor allem auf seinen Körper: Der Direktor der kardiologischen Klinik am Marienhospital Herne, Hans-Joachim Trappe, hat in einer Studie an der Universität Bochum herausgefunden, dass Heavy Metal – neben Klassik – den Blutdruck senkt.

Unser Ratschlag an dieser Stelle: Hinter jedem Metalhead könnte ein wildgewordenes Kleinkind stehen. Obacht!

Du willst du gesamte Studie nachlesen? Hier geht’s zum pdf-Download!

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Produkt: Sticks 07-08/2019
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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Wie so häufig wird hier eine Kausalität (Ursache/Wirkung) behauptet, wo nur eine Gleichzeitigkeit vorliegt. Ob das eine vom anderen abhängt, wird nicht bewiesen. Abgesehen vom Zufall besteht genauso die Möglichkeit, dass Jugendliche, die auffälliger (in den Augen ihrer Erzieher womöglich “renitenter”) sind, gern Metal-Musik hören. Die Studie ist folglich zwar nett, aber nutzlos.
    Ich habe im Musikunterricht folgenden Versuch gemacht: Jeweils ca. 10-15 Minuten spielte ich Musik aus jeweils einer Stilrichtung vor und ließ die Schüler dann berichten, wie sie sich dabei gefühlt hatten: Bei Metal war ein Teil der Schüler genervt, ein Teil angeregt. Kurz: Die Wirkung war bei allen letztlich dieselbe, nur dass die einen den Reiz als angenehm, die anderen als unangenehm empfanden, vergleichbar mit der Wirkung von verschieden scharf gewürzten Gerichten auf verschiedene Menschen.

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