Produkt: Sticks Digital 05-06/2019
Sticks Digital 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
Metal als Indikator für kriminelle Energie?

Studie: Macht Metal hören kriminell!?

 

(Bild: Screenshot Youtube)

Metal als Indikator für kriminelle Energie? Wissenschaftler der Universität Utrecht klärten in einer Studie auf, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Musikgeschmack und kriminellen Delikten gibt. Ob rebellische Musik gleich rebellisches Verhalten bedeutet?

Anzeige

Dunkle Musik fördert dunkles Verhalten! Totaler Blödsinn? Einer Studie der Universität Utrecht zur Folge, kommen Metalheads schneller vom Pfad der Tugend ab als Anhänger anderer Musikrichtungen.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 300 Oberschüler im Alter von 12 und 16 Jahren befragt. Das Ergebnis ist verblüffend: Das frühe Hören von “noisy, rebellious, nonmainstream” Musik wie Gangsta-Rap, Gothic, Punk und eben Heavy Metal steigere das Potential, in späteren Jahren straffällig zu werden und begünstige somit eine kriminelle Zukunft. Bei den beobachteten Straftaten handelte es sich allerdings meist um geringfügigere Vergehen wie Vandalismus, Diebstahl oder Schlägereien.

Musikgeschmack-Alter

Einer der Initiatoren der Studie ist Dr. Tom Ter Bogt: “Wir waren selbst überrascht und haben die Ergebnisse immer und immer wieder überprüft.” Dennoch muss man an dieser Stelle sagen, man kann nicht jeden Metal-Hörer über einen Kamm scheren. Punkt. Bogt vermutet, dass rebellische, laute Musik junge Leute mit Ihresgleichen zusammenbringt und sich auf Grund der Gruppendynamik das Verhalten der Jugendlichen negativ beeinflusst wird.

“Wenn man diese Vorliebe für rebellisch laute Musik hat, kommt man natürlich in Kontakt mit anderen Kids, die denselben Musikgeschmack haben, und man wird von dem Verhalten dieser Gruppe kontaminiert. Wer in diesem Alter Klassik oder Jazz hört, tendiert auffällig weniger zu extremen Verhalten. Eltern, deren zwölfjähriges Kind extrem laute, rebellische Musik hört, würde ich empfehlen, sich die Freunde genau anzusehen, die er oder sie mit nach Hause bringt.“

Heavy Metal hat jedoch auch günstige Auswirkungen auf den Menschen – vor allem auf seinen Körper: Der Direktor der kardiologischen Klinik am Marienhospital Herne, Hans-Joachim Trappe, hat in einer Studie an der Universität Bochum herausgefunden, dass Heavy Metal – neben Klassik – den Blutdruck senkt.

Unser Ratschlag an dieser Stelle: Hinter jedem Metalhead könnte ein wildgewordenes Kleinkind stehen. Obacht!

Du willst du gesamte Studie nachlesen? Hier geht’s zum pdf-Download!

// [9479]

Produkt: Sticks Digital 05-06/2019
Sticks Digital 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wie so häufig wird hier eine Kausalität (Ursache/Wirkung) behauptet, wo nur eine Gleichzeitigkeit vorliegt. Ob das eine vom anderen abhängt, wird nicht bewiesen. Abgesehen vom Zufall besteht genauso die Möglichkeit, dass Jugendliche, die auffälliger (in den Augen ihrer Erzieher womöglich “renitenter”) sind, gern Metal-Musik hören. Die Studie ist folglich zwar nett, aber nutzlos.
    Ich habe im Musikunterricht folgenden Versuch gemacht: Jeweils ca. 10-15 Minuten spielte ich Musik aus jeweils einer Stilrichtung vor und ließ die Schüler dann berichten, wie sie sich dabei gefühlt hatten: Bei Metal war ein Teil der Schüler genervt, ein Teil angeregt. Kurz: Die Wirkung war bei allen letztlich dieselbe, nur dass die einen den Reiz als angenehm, die anderen als unangenehm empfanden, vergleichbar mit der Wirkung von verschieden scharf gewürzten Gerichten auf verschiedene Menschen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Hmm, also irgendwie kreist mir nach dem lesen dieses Artikels das Wort “hanebüchen” durch den Kopf, allerdings möchte ich doiese Hypothese nicht per se abwerten, aber um unbegründete Vorurteile zu streuen ist sie auf jeden Fall geeignet.
    Ich werde mir die Studie gleich noch genau ansehen, hier möchze ich nur darauf eingehen, wie dieser Artikel wirkt.
    Ich bin 36 Jahre alt, arbeite seit zehn Jahren als Gesundheits- und Krankenpfleger, bin Vater eines 13 Jahre alten Sohns und habe einbgutes Verhältnis zu seiner Mutter, von der ich geschieden bin.
    Des Weiteren bin ich Musiker.
    Vorwiegend im Bereich der elektronischen Musik zu Hause pflege ich dennoch eine starke Verbundenheit zu oben genannter Musikrichtung, insbesondere den härteren Spielarten wie Black-Metal, Grind-Core und habe schon einige Menschen kennengelernt, die eher dieser musikalischen Ecke entspringen, sowohl Musiker als auch Konsumenten und habe noch nie die Erfahrung gemacht, dass neben der Musik kriminelle Energien entstehen…wir gehen auf Konzerte oder Raves wegen der Musik, dem Austausch mit Gleichgesinnten und ja, auch um “Dampf abzulassen”, das Erlebnis in der Menge und der Energie der Musik.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass für Außenstehende der Eindruck einer agressiven Grundstimmung entstehen kann, betrachtet man die Mosh-/Circle-Pits, Pogo-Kreise, exzessiv zappelnde Techno-Freaks oder eine Wall-Death-an…doch verborgen bleiben die Feinheiten.
    Beispiel Pogo-Kreis:
    Es ist nicht selten, dass jemand stürzt und ich habe noch nie erlebt, dass dann einfach weitergetanzt wird, im Gegenteil…wenn jemand stürzt bildet sich recht schnell eine leere Fläche um den Gestürzten und ihm wird hochgeholfen, weiter geht es erst wenn die Person wieder auf beiden Beinen steht.
    Sollte z.B. Alkohol der Grund des Gleichgewichtverlusts sein oder beim Sturz der Knöchel etwas mehr abbekommen haben beim Sturz wird sich um betreffende Person gekümmert. Also alles andere als plump und geil auf Gewalt.
    Dass dunkle Musik dunkles Verhalten begünstigt halte ich für eine unhaltbare Aussage.
    Mich fasziniert bis heute, dass eine im Grunde düster und aggressiv gestaltete Musik wie Techno (Bass, mehr Bass, 140 bpm, die Luft zerschneidende Hochtöne) eine dermaßen friedliche und innige Stimmung unter den Konsumenten hervorruft.
    Und den Umgang der eigenen Kinder sollte man eigentlich immer genau betrachten.
    Und wenn man seinem Kind vielleicht immer wieder unmissverständlich klarmacht, was man von seinem Musikgeschmack, Kleidungsstil oder was auch immer hält, dann kann dich auch das eine trotzige Haltung hervorrufen, und wenn man sich verteidigen muss, dann macht man das in den meisten Fällen aggressiv, damit die Verteidigung auch wirkt.
    Lasst eure Kinder die Musik hören, die sie hören wollen.
    Und wenn sie euch nicht gefällt ist das in Ordnung, aber wertet sie nicht ab, denn oft gejt mit einem leidenschaftlichen Musikgenuss ein großer Teil der Selbstfindung einher, soll heißen ihr wertet nicht nur den Musikgeschmack, sondern auch die Persönlichkeit eurer Kinder, auch wenn das keine Absicht ist.

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren