Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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Prock-Rock

Mike Portnoy über die Vorbilder von Dream Theater

Vor einiger Zeit trafen wir Mike Portnoy zum Interview. Dabei sprachen wir mit dem Drummer über Dream Theater und ihren Einfluss auf die progressive Rock-Musik.

Mike Portnoy (Bild: Matthias Mineur)

Hast du eigentlich das Gefühl, dass Dream Theater die progressive Rock-Musik verändert hat? Oder ist es eher umgekehrt: Haben unterschiedliche Trends und Moden den Stil von Dream Theater verändert?

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Nun, als wir die Band 1985 gründeten, war progressive Musik total out. Diese Stilrichtung starb im Grunde genommen Ende der Siebziger. Deswegen waren wir damals Außenseiter, die allerdings den progressiven Stil mit der Art Metal mischten, die damals angesagt war, also Iron Maiden, Black Sabbath, Metallica und Judas Priest. Wir mischten die Härte dieser Bands mit der progressiven Musik, mit der wir selbst aufgewachsen waren.

Als Anfang der Neunziger „Images And Words“ veröffentlicht wurde, öffneten wir damit neue Türen für das gesamte Genre. Wir hatten einen Major-Deal, machten die harte Musik ein wenig mehr salonfähig und bekamen dafür riesige Aufmerksamkeit. Dadurch ergaben sich plötzlich neue Möglichkeiten für diese Art von Musik und plötzlich entstanden in den folgenden fünfzehn Jahren eine Menge junger Bands, die etwas Ähnliches wie wir machten.

Heutzutage geht die progressive Musik in so viele unterschiedliche Richtungen, während wir nach wie vor eine Art traditionellen Progressive Metal machen. Aber schau dir nur mal Tool an, die sind progressiv auf eine ganz andere Art und Weise, ebenso übrigens Mars Volta, Mastodon oder auch Opeth, die diese Musik auf eine ganz andere Art interpretieren. Darüber hinaus gibt es auch eine riesige Underground-Szene von Bands, die noch weitaus weniger kommerziell spielten, als die eben genanten Gruppen. Es gibt momentan eine Menge Stile und Subgenres, die interessant sind.

Ihr aber seid ohne Zweifel die Könige des Genres, mittlerweile größer noch als sogar eure eigenen Idole Rush, oder?

Danke für das Kompliment, aber in Amerika sind Rush nach wie vor eine Macht. Es stimmt allerdings, dass wir in vielen anderen Ländern mittlerweile größer als sie sind. Insofern weiß ich wirklich nicht, ob wir sie überholt haben. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass wir Rush für die nächste Generation sind. Sie stellen nach wie vor unserem größten Einfluss dar, man kann den Geist ihrer Musik in vielen unserer Songs entdecken. Wir gehen einfach den Weg weiter, den Rush vor über dreißig Jahren begonnen haben.

Dass Dream Theater andere Bands beeinflusst haben ist unüberhörbar. Aber wer hat euch in den zurückliegenden zehn Jahren inspiriert?

Ehrlich gesagt haben uns in den vergangenen zehn Jahren nicht allzu viele Gruppen beeinflusst. Für mich als Individuum gibt es Sachen, die ich mir gerne anhöre, wie die eben genannten Bands Mastodon, Opeth oder auch Lamb Of God. Sie inspirieren mich natürlich, aber die anderen Band-Mitglieder von Dream Theater hören diese Art moderne Musik nicht. Deshalb stammen die Haupteinflüsse von Dream Theater als Band aus den Siebzigern.

Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
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