Iron Maiden Drummer im Interview

Nicko McBrain: Sein erstes Schlagzeug vergisst man nicht

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(Bild: John McMurtrie )

Als Drummer der britischen Heavy-Metal-Band Iron Maiden zählt Nicko McBrain ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Schlagzeugern der Welt. Höchste Zeit den Meister persönlich zu interviewen.

Nicko, deine Rückkehr zu Sonor nach über 22 Jahren hat hohe Wellen geschlagen, auch weil nach deinen Angaben dein allererstes Drum-Kit in den späten Sechzigern ein Sonor Teardrop war. Schließt sich da etwa der Kreis?

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Nicko McBrain: Ja, Sonor war meine erste Liebe und ist es bis heute geblieben. Ich kaufte 1968 das besagte Kit, es war ein vierteiliges Set, und ich fühlte mich wie ein König. Damals warst du gerade erst 16. Stimmt, aber mit einem Schlagzeug ist es wie mit seiner Jugendliebe: Sein erstes Kit vergisst man nicht.

Zwischenzeitlich warst du 22 Jahre bei Premier. Man sagt, dass du in all den Jahren niemals den freundschaftlichen Kontakt zu Karl-Heinz Menzel von Sonor hast abreißen lassen.

Nicko McBrain:Karl-Heinz und ich sind bereits seit den 90ern enge Freunde. Er ist ein super Typ, und wir haben nie den Draht zueinander verloren. Eine wirklich tolle Freundschaft. Als ich die Entscheidung getroffen hatte, Premier zu verlassen, traf ich mich mit Karl-Heinz, und wir sprachen über die Situation. Er versicherte mir, dass er sich sehr geehrt fühlen würde, falls ich mich mit dem Gedanken befasse, zu Sonor zurückzukehren.

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(Bild: John McMurtrie )

Im September 2015 traf ich mich dann mit ihm und Thomas Barth (Sonor-Produktmanager, Anm. d. Verf.) in Deutschland. Mein Manager Andy Taylor war bei dem Gespräch ebenfalls anwesend, wir setzten uns einfach in Karl-Heinz’ Büro an einen Tisch und unterhielten uns über mögliche Optionen. Ich muss ehrlich sagen, dass eine Atmosphäre herrschte, als ob ich nie weggewesen wäre.

Karl-Heinz fragte mich: „Was stellst du dir denn vor?“ Und ich sagte: „Bitte baut mir das gleiche Set wie damals vor 22 Jahren.“ Karl fragte: „Wie sah das Kit seinerzeit aus?“ (lacht) Ich sagte: „Es war ein Kit mit einem 6″-Tom.“ Karl darauf: „Wir bauen gar keine 6″-Toms mehr.“ Und ich: „Okay, dann baut ihr sie eben ab jetzt wieder.“ (lacht laut) Wir besprachen in aller Freundschaft die Details. Sie akzeptierten alles, und sogar der Produktionsmanager Rainer Dreisbach gab grünes Licht, war mit allem einverstanden, auch wenn die Herstellung drei Monate in Anspruch nahm.

Deshalb brauchte ich ein Übergangs-Kit für die Proben im Januar 2016, sodass wir anschließend nur noch die Chrom-Ständer durch die goldenen ersetzen mussten. Wir hatten also einiges auf unserer To-Do-Liste. Sieben Wochen später war das Kit fertig. Ich kümmerte mich um das Artwork, alles andere kam von Sonor. Es ist ein wahrer Augenschmaus, der seit unserer Frühjahrstour im Einsatz ist.

Das vollständige Interview kannst du hier nachlesen!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das sind Sorgen… Warum ist er überhaupt damals zu Premier gewechselt?

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    1. Weil Sonor von der Hohner Gruppe aufgekauft wurde und er mit deren “Schaffern” nicht zurecht kam. Es fehlte ihm dadurch der “familiäre” Draht zu der Familie Link und in seinen Augen der Support.

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