Produkt: Sticks 09-10/2019
Sticks 09-10/2019
FREDERIC MICHEL – Modern Pop Drummer +++ YOUTUBE-STARS: Sina Drums; COOP3RDRUMM3R +++ Rockin‘ 1000 +++ Studium an der POPAKADEMIE +++ ZULTAN Heritage Cymbals +++ PEARL Masters Maple/Gum Drums +++ ROGERS Dyna-Sonic Wood Snaredrums
Der Schlagzeug spielende Surferboy

Parkway Drive Schlagzeuger Ben Gordon: Youtube ist meine Fundgrube für neue Ideen

Auf Ben Gordon trifft das Klischee des Australiers definitiv zu – braun gebrannt, durchtrainiert, mit blonden Locken, sympathischem Akzent und Surfer mit Leib und Seele. Der Drummer der angesagten Metalband Parkway Drive spielt genauso leidenschaftlich Schlagzeug, wie er surft. Sein Anspruch, Abend für Abend 100% geben zu können, treibt ihn auch zu athletischen Höchstleistungen an.

Ben Gorden(Bild: Dinah Stricker)

 

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Wie hat das bei dir mit dem Trommeln angefangen?

Ich habe mit 11 Jahren begonnen, Schlagzeug zu spielen. Schon als kleines Kind habe ich auf allem rumgetrommelt und konnte einfach nicht still sitzen. Ich hatte immer einen ziemlichen Energieüberschuss. Eines Tages hat es meine Mutter wohl nicht mehr ausgehalten und meinte, ich muss mir dringend etwas suchen um diese Energie loszuwerden. Sie hat mich dann zum Schlagzeugunterricht geschickt. Ich habe es sofort geliebt und auf allem rumgekloppt so schnell ich nur konnte. (lacht) Ich hatte dann etwa 20 Unterrichtsstunden, geradeso genug um mir die Basics anzueignen. Von da an habe ich mir alles selbst beigebracht. Ich kann auf jeden Fall ganz ehrlich von mir behaupten dass ich mich sofort von der ersten Sekunde an ins Schlagzeug verliebt habe.

Dein Lehrer hat dir also gezeigt wie man die Sticks richtig hält und ein paar Rudiments erklärt?

Ganz genau. Ich habe dann mit dem Unterricht aufgehört, weil ich den Kram spielen wollte, der mir gefiel, was zu der Zeit Punk war. Mein Lehrer wollte mir Jazz beibringen, und das fand ich total langweilig. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, hätte ich besser mal vieles davon gelernt, das hätte meiner Technik und meinem Spiel sicherlich extrem viel bringen können.

Also hast du dir deine Lieblings-Punk-Platten genommen und versucht die Parts zu lernen?

Ja, ziemlich genau so.

 Hast du denn Notenlesen gelernt?

Nein, leider nicht. Das ist eine Sache die ich absolut bereue. Ich habe keinen Plan wie man Noten liest oder schreibt. Ich habe immer mal wieder probiert mir das draufzuschaffen, aber wenn man im fortgeschrittenen Alter ein wenig festgefahren ist ,was das Lernen angeht, dann ist das schon schwierig. Daher bereue ich jetzt, dass ich nicht mehr Unterricht genommen habe, als ich jünger war.

Wie kreierst du denn deine Drum Parts?

Bei uns läuft das normalerweise so, dass wir ein paar Riff-Ideen haben, und ich nehme dann total simple Grooves auf, damit wir erst mal an der Struktur des Songs arbeiten können. Wenn wir dann im Songwriting-Prozess weiter fortgeschritten sind, nehme ich die Aufnahmen mit nach Hause in mein kleines Studio und erarbeite dort dann die Grooves und Fills, bis ich das Gefühl habe, dass es nun perfekt zu den Riffs passt.

Du hast also zu Hause ein Schlagzeug aufgebaut und mikrofoniert?

Ich habe eines dieser elektronischen Pearl ePRO Kits, mit dem ich meine Ideen aufnehmen kann. Das Teil ist wirklich cool und fühlt sich fast wie ein richtiges, akustisches Schlagzeug an. Die Möglichkeiten reichen auf jeden Fall aus, um die Parts zu kreieren, die ich später im Studio und live spielen werde.

Hast du einen großen Anteil daran, wenn es an das Arrangieren der Songs geht? Häufig sind es ja die Schlagzeuger die alles zusammenfügen.

Ganz genau! Jeff, einer unserer Gitarristen, kommt meistens mit den Riffs um die Ecke, und ich gehe dann hin und strukturiere den Song Part für Part. Scheint tatsächlich so ein Schlagzeuger-Ding zu sein! (lacht)

 Wie oft probt ihr mit der Band? Übst du auch viel alleine?

Das hängt tatsächlich ziemlich davon ab was gerade ansteht. Wenn wir an neuen Songs arbeiten, dann proben wir ziemlich viel. Oder bevor wir auf Tour gehen. Wenn gerade nichts ansteht, keine Tour oder Shows im Kalender, dann proben wir eigentlich fast gar nicht. Bei mir gibt es sogar Phasen, in denen ich zwei bis drei Wochen lang auch einfach mal gar nicht Schlagzeug spiele.

Welche Interessen hast du denn neben dem Schlagzeug?

Ich liebe es zu surfen. Das mache ich schon seitdem ich zwei Jahre alt bin.

Ah, es lebe das Klischee des typischen Australiers!

Absolut! (lacht) Ich gehe mit meinen Freunden manchmal wochenlang auf Surfing Trips. Letztens haben wir eine Dschungeltour in Indonesien gemacht. Da denke ich oft wochenlang nicht an Drums. Wenn ich dann nach Hause komme, bin ich wieder total heiß darauf, mich hinter mein Set zu setzen und loszuballern. Dann spiele ich oft bis zu sechs Stunden am Tag, weil ich mich wieder wie der kleine Junge fühle, der sich damals ins Trommeln verliebt hat.

Das funktioniert wirklich gut wenn man mal einen richtig krassen Cut macht und ein paar Wochen lang nicht an die Musik denkt. Wenn man ständig spielt, dann kommt man schnell an den Punkt, wo man völlig ausgebrannt ist. Ich brauche wirklich regelmäßig diesen Abstand, um es danach wieder lieben zu können. Die Balance ist total wichtig für mich. Denn wenn ich dann auf Tour bin, dann vermisse ich den Strand und das Meer total! (lacht)

Hast du vor Parkway Drive noch in anderen Bands gespielt?

Ich habe in ein paar kleinen, wirklich schlechten Metalcore Bands gespielt. (lacht) Wirklich nichts, das sich zu erwähnen lohnt. Da war ich ungefähr 14. In einer dieser Bands habe ich allerdings Winston kennengelernt, unseren jetzigen Sänger. Als sich die Band dann aufgelöst hat, haben wir zusammen Parkway Drive gestartet. Seit ich 17 bin, trommel ich also für Parkway Drive. Wir sind alle aus Byron Bay, das ist eine kleine Stadt an der Ostküste von Australien. Wir wohnen nur ein paar Minuten voneinander entfernt und kennen uns seit wir Kinder waren.

Dann muss es ja schon etwas komisch für euch sein wenn ihr viel mehr außerhalb von Australien spielt als daheim.

Definitiv! Wir haben jetzt seit über einem Jahr keine Show mehr in Australien gespielt. Wir waren in Europa und in den USA. Amerika und Europa haben hunderte Städte in denen man spielen kann, da kannst du praktisch unbegrenzt touren. In Australien erreicht man schnell die Grenzen, da es nicht so viele Läden gibt, in denen man auftreten kann.

Wo tourst du am liebsten? Hast du da einen Favoriten?

Ich würde sagen Europa im Allgemeinen. Die Shows hier gehören immer zu den Besten. Außerdem wird es nie langweilig. Die Szenerie und die Landschaft sind so abwechslungsreich und unterschiedlich. Deutschland sieht ganz anders aus als z. B. Spanien. Die Kultur, die Sprache, das Essen, es ist jeden Tag etwas Neues! So habe ich immer etwas, auf das ich mich freuen kann und es wird nicht eintönig. Wenn du in den USA tourst, dann ist es irgendwie für sechs Wochen immer das gleiche.

Fotos: Dinah & Bodo Stricker

Wenn man aus Australien kommt und Shows über den ganzen Globus verteilt spielt, hat man natürlich als Drummer ein ganz eigenes Problem – du kannst nie auf deinem eigenen Equipment spielen. Habt ihr eine eigene Backline in Europa und den USA gelagert oder mietet ihr jedes Mal Equipment an?

Wir mieten tatsächlich jedes Mal die komplette Ausrüstung. Es wäre natürlich fantastisch, wenn wir eine eigene Backline in Europa und den USA eingelagert hätten, aber die Kosten für die Lagerung und die Logistik sprengen einfach den Rahmen. Da rechnet es sich tatsächlich, jedes Mal komplett alles von einem Backline-Verleih zu mieten. Ich bin ja Pearl-Endorser, und die Jungs bei Pearl machen einen tollen Job sicher zu stellen, dass ich immer ein Kit zur Verfügung habe. Natürlich spiele ich dann immer unterschiedliche Sets, aber die Kits, die ich auf Tour gestellt bekomme, sind ja fast so wie mein eigenes, das macht es weniger schlimm. (lacht)

Gibt es Teile des Drumsets von denen du sagst „… da kann ich kein geliehenes Zeug nehmen, ich bringe mein eigenes mit“?

Auf jeden Fall. Ich bringe immer mein eigenes Bassdrum Pedal mit. Da bin ich sehr eigen mit meinen Settings, weil ich viel Zeit damit verbracht habe sie einzustellen. Ich bringe auch immer meine eigenen Cymbals mit. Ich bin so an den Klang meiner Cymbals gewöhnt, dass ich sie immer dabei haben will. Das ist irgendwie meine „Comfort Zone“. Manchmal habe ich auch ein paar Snaredrums auf Tour mit dabei.

Hast du bestimmte Rituale und Abläufe vor einer Show?

Ich spiele mich ca. 1 Stunde lang warm bevor es auf die Bühne geht. Da geht es eigentlich mehr darum locker zu werden als alles andere. Ich habe immer den Eindruck, je lockerer und aufgewärmter ich bin, desto besser spiele ich dann später. Manchmal gehe ich vor einer Show sogar eine Runde joggen. Zu Hause mache ich viel Yoga. Das ist super für die Flexibilität. Mehr brauch ich eigentlich nicht. Ich habe eine sehr athletische Herangehensweise ans Trommeln. Die Art, wie ich spiele und der Stil unserer Musik macht es erforderlich, körperlich wirklich fit zu sein.

Du spielst Abend für Abend lange Sets mit viel Kraft und Intensität. Da musst du einfach fit sein. Ich jogge gerne oder fahr auch mal Rad. Außerdem versuche ich mich gesund zu ernähren. Ich sehe mich selbst als Sportler, und so musst du deinen Körper auch behandeln, um Abend für Abend diese Leistung abrufen zu können. Es gibt kein schlimmeres Gefühl, als unfit und müde zu sein, wenn ein extrem schneller Part in einem Song kommt. Dann hoffst du, unfallfrei durchzukommen und nicht alles zu versauen. (lacht)

Welche Schlagzeuger sind deine Einflüsse und Vorbilder?

Meine Einflüsse haben sich über die Jahre sehr verändert. Am Anfang waren das eigentlich fast nur Punk-Bands und dann ist es langsam zum Metal übergegangen. Ich bin mit Bands wie Pennywise und Bad Religion groß geworden. Das waren meine ersten Einflüsse. Brooks Wackerman von Bad Religion ist immer noch eines meiner Idole. Einer meiner momentanen Lieblingstrommler ist Thomas Lang. Er ist einer der technischsten und kraftvollsten Drummer, die es gibt. Ich liebe es, mir seine Tutorial Videos reinzuziehen. Matt Greiner von August Burns Red inspiriert mich ebenfalls sehr.

Heutzutage ist es dank YouTube einfach total leicht, neue Dinge zu finden und zu lernen.

Das ist eigentlich meine Fundgrube für neue Ideen. Auf YouTube gibt es so viele „obskure“ Leute von denen man noch nie gehört hat. die einfach megacoole Ideen haben. Da kann man viel lernen und sich Einflüsse und Inspiration aus vielen verschiedenen Stilen ziehen.

Das bringt uns auch direkt zu eurem neuen Album. Ich würde behaupten, dass es viel erwachsener klingt als eure vorherigen Werke. Das neue Album hat viel traditionellere Songstrukturen. Wie kam es dazu? Ist das eine Entscheidung die ihr bewusst getroffen habt?

Sehr gut beobachtet, das stimmt haargenau! Unsere alten Alben hatten wenig bis keine Struktur. Als wir früher Songs geschrieben haben, dann lief das immer so: „Lass uns mal dieses Riff hier spielen, und dann vielleicht jenes Riff danach!“ Ganz oft haben sich diese Riffs dann nicht wiederholt und sind teilweise auch nicht noch mal in dem Song aufgetaucht. Wenn wir fanden, dass es gut geklungen hat, haben wir einfach ein Riff nach dem anderen gespielt! (lacht) Jetzt haben wir uns als Musiker weiterentwickelt und haben viel mehr Erfahrung, was das Songwriting betrifft.

Wir haben erkannt, dass Struktur sehr wichtig ist und haben bei dem neuen Material sehr darauf geachtet. Die Songs sind jetzt viel mehr im traditionellen Stil mit Strophe, Refrain, Strophe, Bridge und so weiter. Das macht einen riesigen Unterschied. Wenn ich mir jetzt unser altes Material anhöre, dann frage ich mich immer warum wir so viele verschiedene Parts in einen Song gepackt haben. Was haben wir uns bloß dabei gedacht?! (lacht) Die neuen Songs ergeben einfach viel mehr Sinn.

Die Produktion klingt auch deutlich anders. Man hat den Eindruck, dass da eine Band spielt und es nicht so konstruiert ist.

Auf jeden Fall! Der große Unterschied bei diesem Album ist, dass wir einfach den Luxus von viel Zeit hatten. Die Vorproduktion ging über einen ganzen Monat und wir waren dann drei Monate im Studio, davon allein drei Wochen nur für Drums! Wir haben uns fünf Tage Zeit genommen aufzubauen, auszusuchen, Sounds und Mikrofone zu checken und was nicht noch alles. Wir wollten einfach alles richtig machen und keine Abkürzungen nehmen. Als wir unsere alten Alben analysiert haben, dachten wir oft: „Das hätte man besser machen können, dies hätten wir besser machen müssen.“

Das liegt dann tatsächlich am Zeitfaktor, und dieses Mal wollten wir einfach alles richtig machen. Da war wirklich sehr viel Geduld gefragt. Das Ziel für mich war es, alles so natürlich wie möglich klingen zu lassen was mein Spiel und den Drumsound anging. Wir haben 14 verschiedene Snaredrums getestet. Als wir dann eine gefunden hatten, die uns gefiel, haben wir vier, fünf verschiedene Mikrofone dafür ausprobiert – und so ging das dann immer weiter. Das war schon sehr zeitaufwändig und anstrengend.

Ben Gordon mit seinen Sticks
(Bild: Dinah & Bodo Sticker)

Lass uns mal über dein Drum-Equipment reden.

Ich arbeite jetzt seit etwa zehn Jahren mit Pearl zusammen. Mein Set zu Hause ist ein Reference Pure in Matte Black, mit 24“ Bassdrum, 10“, 12“, 16“ und 18“ Toms. Auf dem neuen Album habe ich zum ersten Mal ein 8“ Tom benutzt und mich sofort verliebt. Ich glaube, das Teil muss ich jetzt immer in mein reguläres Setup einbinden! Dieses 8“ Tom macht einfach so viel Spaß. Ich musste mich total beherrschen, das Tom nicht bei wirklich jedem Fill zu spielen! (lacht) In Sachen Cymbals spiele ich Zildjian. Ich habe im Laufe der Zeit immer mehr Becken zu meinem Setup hinzugefügt, sehr zum Missfallen meines Drumtechs. (lacht) Ich liebe die A Custom Projection Crashes, die haben die perfekte Mischung aus Ton und Biss. Generell habe ich aber kein striktes Setup, das ich jedes Mal genauso nutze.

Bevorzugst du Holz- oder Metall-Kessel-Snares?

Ganz klar Metall, die haben einfach mehr Biss. Ich habe ein paar Glockenbronze-Snaredrums, die ich sehr gerne mag und ein paar aus Stahl. Ich habe da eine wirklich schöne Auswahl und wechsle meine Snaredrums recht häufig, das hängt ganz von meiner Laune und Stimmung ab.

Verwendest du irgendwelche Elektronik oder Trigger in deinem Setup?

Nein, ich benutze keine Trigger. Ich habe das Gefühl, dass ich keine Trigger brauche, weil ich sehr harte Anschläge spiele, vor allem mit meinen Füßen. Ich habe mal Trigger ausprobiert, aber es hat sich einfach komisch angefühlt und nicht besonders natürlich. Ich mag es einfach, wenn ich dazu gezwungen bin richtig reinzulangen anstatt mich darauf zu verlassen, dass mich irgendeine Technologie unterstützt oder rausreißt. Außerdem finde ich, dass Trigger mich in meiner Dynamik total beschneiden. Ich mag es, unterschiedliche Sounds mit einer Bassdrum erzeugen zu können.

Spielst du während der Show zu einem Click?

Ja, ich benutze live ein In-Ear-System und spiele bei ein paar Songs zu einem Clicktrack, da diese Songs Sample-Spuren haben. Momentan sind das nur drei Songs, die restlichen haben keinen Clicktrack. Ich bevorzuge es, selbst das Tempo anzugeben. Das gibt uns auch mehr Spielraum, um spontan sein zu können. Es gibt der Show ein natürlicheres Feeling und einfach auch einen besseren Fluss. Oft mag ich es auch nicht, einen Song in exakt dem Tempo der Platte zu spielen. Klar ist es wichtig, sich nicht zu weit vom Originaltempo zu entfernen. Das kann einen Song komplett versauen. Aber ich mag es einfach, die Kontrolle zu haben und mal etwas schneller zu spielen, wenn ich das Gefühl habe, dass es gerade richtig gut läuft.

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, was du nach deiner Karriere als professioneller Musiker machen willst?

Ich habe absolut keinen Plan! Diese Frage macht mir ein wenig Angst. Ich kann mir einfach nicht vorstellen in einem normalen Job zu arbeiten. Ich habe mal für kurze Zeit in einem Restaurant gearbeitet, mit der Perspektive Koch zu werden. Dann kam die Band richtig an den Start und seitdem spiele ich nur noch Schlagzeug. Ich liebe es zu kochen, aber ich kann mir absolut nicht vorstellen, das noch mal als Job zu machen. Ich habe viel Glück, dass ich die Musik als Vollzeitjob machen kann! Wahrscheinlich würde ich danach auch etwas mit Schlagzeug machen, was anderes kann ich ja eh nicht. (lacht)

Zum Ende die obligatorische „Spinal Tap“- Frage – was ist das Lustigste oder Schrägste was dir bisher auf Tour passiert ist?

Hahaha, das ist jetzt nicht so einfach! Okay, da fällt mir eine Show ein, die wir in Australien gespielt haben. Das war so eine Festival-Show in einer Halle und es gab wirklich sehr viele „Blinder“-Scheinwerfer hinter dem Schlagzeugpodest. Direkt daneben hingen ein paar Vorhänge zur Abtrennung. Wir spielten also unser Set und mir fiel auf, dass es irgendwie komisch roch. Ich drehte mich um und einer dieser Vorhänge hatte sich vor diesen Blindern verfangen und begonnen zu kokeln. Wir waren mitten in einem Song, vor Tausenden von Leuten. Ich versuchte, die Aufmerksamkeit unserer „Crew“ auf mich zu lenken, das war damals nur ein einziger Techniker, aber der guckte in Richtung der Gitarristen.

Ich habe dann angefangen wild mit den Sticks zu winken während ich den Song weiter spielte, aber er hat einfach nicht geguckt! Ich drehte mich dann wieder zu dem Vorhang um, der in just diesem Moment komplett in Flammen aufging. Das Feuer ist einfach die komplette Länge des Vorhangs hochgeschossen! Ich musste dann den Song abbrechen, um das Feuer zu löschen. Ich habe dann wie ein Wahnsinniger mit meinen Sticks auf den Vorhang eingeschlagen und mein Bühnenwasser drüber gekippt. Die Band hat allerdings immer noch nicht gerafft, was passiert ist und dachte, ich habe mich total verspielt. Die haben sich zu mir umgedreht mit diesem vorwurfsvollen „Was zum Teufel machst du da?“-Gesichtsausdruck! (lacht) Der Saal hat allerdings frenetisch gejubelt.

Das ist in der Tat sehr „Spinal Tap“!

Aber so was von! Ich hätte den Vorhang einfach brennen lassen und es als Pyroeffekt der Show verkaufen sollen! (lacht)

Möchtest du abschließend unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Rock on and do what you love! //

 

EQUIPMENT

Ben Gordon/ Parkway Drive „Ire“-Tour

 Drums: Pearl Reference,

Piano Black

10″ × 8″ Rack Tom

12″ × 9″ Rack Tom

16″ × 16″ Floor Tom

18″ × 16″ Floor Tom

22″ × 18″ Bassdrum

Snaredrum: Pearl

14″ × 5″ Sensitone Elite Brass

 

Cymbals: Zildjian

14″ Z3 Mastersound Hi-Hat

18″ A Custom Crash

19″ A Custom Projection Crash

21″ Z3 Mega Bell Ride

6″ Zil Bel small

9″ Oriental Trash Splash

10″ A Custom Splash

12″ Oriental China Trash

18“ A Custom China

 

Pedale & Hardware: Pearl

 

Felle: Remo

Bassdrum: Powerstroke 3 clear mit Falam Slam Patch

Toms: Emperor clear Snaredrum: Emperor X

 

Sticks: Zildjian Rock

 

 

 

Produkt: Sticks 09-10/2019
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