Produkt: Sticks 07-08/2019
Sticks 07-08/2019
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Aus STICKS 01/02:2019!

Pat Fa im Interview: Beats für Popstars

Pat Fa(Bild: Tom Schäfer)

Eigentlich ist er ein Phänomen. Denn Patrick Fa gilt als einer der meist beschäftigten Schlagzeuger Deutschlands, der seit Ewigkeiten die Position des Tour-Drummers kompromisslos besetzt. Und das in einer Zeit, die den angeblichen Untergang handgemachter Live-Musik lange schon propagiert hat. Doch dieses Szenario verpufft angesichts seiner Terminkalender-sprengenden Auftragslage augenblicklich.

Patrick Fa ist ein Schlagzeuger, der in der Popwelt zu seiner Ausdrucksstärke findet und Acts wie Rea Garvey und Stefanie Heinzmann sowie große Tour-Produktionen die „The Voice of Germany Live“ mit dem richtigen Puls anschiebt. Das alles ist für ihn kein Hexenwerk, allerdings so explizit ausgecheckt, dass gerade diese Künstler auf den cleveren Sound des erfahrenen Drummers bauen.

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Patrick, du bist weder ein Thomas Lang, noch ein Benny Greb, die in der Drummer-Szene im Fokus stehen, doch du spielst allerdings wahrscheinlich mehr Gigs als beide zusammen?

Pat Fa: (lacht) Der Working Drummer wird ja gebraucht! Die großen Namen stehen halt in der Schlagzeuger-Szene im Fokus und man nimmt sie eher wahr. Aber außerhalb dieses Lichtkegels gibt es die ständig aktiven Sidemen. Und genau dort bin ich zuhause.

In diesem Feld bist du seit geraumer Zeit omnipräsent. Du spielst zum Beispiel mit Rea Garvey die großen Arena-Gigs und da wundert es mich, dass ein Schlagzeuger deiner Erfahrung und mit all dem Wissen um die popmusikalische Groove-Welt nicht als Topact zu jeglichen Drum-Festivals geladen oder für Drum-Workshops gebucht wird.

Pat Fa: Ich bin damit verheiratet, das ganze Jahr über mit verschiedenen Bands zu touren. Das ist mein Ding. Ich fühle mich in meinem Tour- und Live-Umfeld wohl und habe da sehr viel zu tun. Ich muss meine Gigs spielen. Das ist mein Job. Drum-Festivals und Drum-Camps sind eine andere Welt, und da gibt es Schlagzeuger, die genau darin ihren Weg gefunden haben. Das kann äußerst befriedigend sein, weil man sich intensiv mit seinem Instrument beschäftigen und in den gesamten Kosmos des reinen Schlagzeugspiels eintauchen kann. Ich jedoch definiere mich nur über die Musik. Hinzu kommt, dass ich bei Rea Garvey, Stefanie Heinzmann und diversen anderen Projekten musikalischer Leiter bin. Da bekommt die Rolle des Trommlers genau das, was mir besonders liegt. Hier geht es mehr um die Musik als Gesamtes und nicht nur um das Schlagzeugspielen. Als Dirigent einer Band betrachte ich mich selber dann als Teil des Ganzen und kann mich über ein feines Tom-Fill genauso freuen wie über eine schön gespielte Gitarre.

Wie kommt man dazu, als Schlagzeuger MD – Musical Director – zu werden?

Pat Fa: Angefangen hat das damals bei DSDS. Irgendwer musste den Job ja machen … (lacht) … und dann übernahm ich das Zepter schließlich auch bei Stefanie Heinzmann …

… und bei Rea Garvey?

Pat Fa: Rea hat mich von Anfang an als Drummer und MD gebucht. Als wir uns vor Jahren kennenlernten, waren wir gleich auf derselben Wellenlänge. Wir spielten einen Gig zusammen und Rea meinte, wenn es mal soweit wäre mit seinem Soloprojekt, dann würde er mich anrufen. Das tat er dann auch! Rea selbst hat sehr viel Output und ebenso viel Input für die Band. Im Prinzip kann er den MD selber machen. Aber als es mit seinem Soloprojekt immer größer wurde, war es erforderlich, den MD-Posten jemandem zu übergeben, weil er tausend andere Medientermine einhalten muss, sei es für die eigene Promotion oder im Rahmen der Fernsehproduktion „Sing meinen Song“. Wenn es um die Planung der Tour geht, dann treffe ich mich mit ihm, mache ein paar Vorschläge und er sagt mir, wie er die Songs hören möchte. Danach erarbeite ich dann weitgehend alleine mit der Band die Arrangements und probe sie auch ein. Ich sehe mich als seine rechte Hand.

MD zu sein bedingt ja auch, dass du dich sehr gut mit den Song-Arrangements sowie auch Keyboards, Gitarren und Bass auskennen musst.

Pat Fa: Um den Aufbau von Stücken zu checken, habe ich es mir angewöhnt, alle Songs von Stefanie und Rea auf der Akustikgitarre zu spielen und die Harmonien und Arrangements zu verstehen. Auf diese Weise kann ich die Songs von einer ganz anderen Seite betrachten. Das war ein Türöffner. Und dann habe ich mich auch mehr von der reinen Trommlerwahrnehmung verabschiedet. Ich kann Musik inzwischen in ihrer Gesamtheit besser verstehen und nicht nur aus der Trommlerperspektive betrachten. Dieser Umstand hilft mir wiederum in meiner Ausdrucksweise als Schlagzeuger. Dadurch habe ich einen größeren Blick auf das Gesamte und bin nicht mehr so schlagzeugmäßig high end kanalisiert. Man darf sich selbst nicht zu wichtig nehmen, denn am Ende muss das gesamte Bild geil klingen.

Als Live-Drummer der Stars bist du wahrscheinlich mehr on the road als irgendwo anders?

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