Produkt: Sticks 05-06/2019
Sticks 05-06/2019
Interviews: BEN GORDON – Breakdowns & Double-Kicks des Parkway Drivers +++ MIGUEL LAMAS – Acoustic Electronic Jazz Fusion +++ Test: MAPEX BLACK PANTHER Design Lab Versatus Drums
CLASSIC DRUMMERS

PERCIVAL „SONNY“ PAYNE (1)

Sonny Payne: Ein Name, der unweigerlich mit einem der großen Big Band Leader des letzten Jahrhunderts zusammenhängt, dem großartigen Count Basie und seinem Orchester. Sonny Payne passte wunderbar in das Gefüge dieser Big Band und bestimmte maßgeblich den Sound dieses Orchesters.

Seine Art, den Swing zu spielen und zu interpretieren steckte jeden an und harmonierte wunderbar zusammen mit Gitarrist Freddie Green und Bandleader und Pianist Count Basie. Aber Sonny Payne konnte nicht nur toll swingen: Seine Fill-ins waren voller Kraft, unerwartete Pausen kennzeichneten sein Spiel, seine Technik und seine Art mit Dynamik umzugehen und sie gekonnt einzusetzen waren herausstechend. Außerdem war Sonny Payne ein hervorragender Entertainer und brachte so auch noch das gewisse „Extra“ mit in die Band ein.

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* 04. 05. 1926, New York City † 29. 01. 1979, New York City

Geboren wurde Percival Payne alias Sonny Payne am 4. Mai des Jahres 1926 in der nordamerikanischen Metropole New York City. Sein Vater, Chris Columbus, war selber Jazz-Drummer (unter anderem bei Wild Bill Davis und „The Timpany Five“) und führte seinen Sohn schon sehr zeitig an sein Instrument heran und stellte Kontakte her. So erhielt der zwölfjährige Sonny mehrere Jahre Unterricht bei Schlagzeugerlegende Vic Berton und fasste schon früh Fuß in der lokalen Musikszene. Im Alter von 18 Jahren startete Sonny Payne dann seine professionelle Karriere in der Dud & Paul Basscomb Band, spielte dann in den Jahren 1945 bis 1950 unter anderem bei Hot Lips Page, Earl Bostic und Tiny Grimes. 1950 nahm er ein längeres Engagement bei Erskine Hawkins an und verweilte drei Jahre in dessen Orchester. Sonny Payne gründete anschließend seine eigene Band, mit welcher er zwei Jahre spielte.

Dann kam seine große Chance: Count Basie holte ihn in sein berühmtes Orchester als Nachfolger für Ausnahme-Drummer Jo Jones. 1948 verließ Jo Jones die Basie Band und ließ ein großes Loch zurück. Der Count probierte dann viele sehr gute und durchaus fähige Schlagzeuger aus, aber Jo Jones blieb bis dato unersetzlich, bis Sonny Payne sich schließlich auf den Drummer-Sitz der Band setzte. Für manche Kritiker war er sogar der beste Drummer, den Count Basie jemals hatte. Sonny Payne blieb ohne Auszeit für ganze zehn Jahre. In diesen Jahren tourte er unablässig, nahm zahlreiche, mittlerweile zu Klassikern gewordene Platten mit Count Basie auf und charakterisierte den Sound der Big Band bis heute. Sein Stil bei Count Basie war stark geprägt von Chick Webb und Gene Krupa.

Nach seinem Ausstieg aus der Band von Count Basie formierte er ein eigenes Trio, arbeitete mit Frank Sinatra zusammen, hatte nochmal ein kurzes Intermezzo bei Count Basie und schloss sich dann für sieben Jahre der Big Band von Trompeter Harry James an. Harry James erhoffte sich durch Sonny Payne seinen Traum erfüllen zu können: genauso zu klingen wie die Count Basie Big Band. 1973 dann die Sensation: Sonny Payne ging zurück zu Count Basies Band, blieb dort aber nur für ein Jahr. Dann folgte noch eine Tour durch Europa mit Illinois Jacquet und eine Rückkehr zu Harry James. Kurze Zeit später, am 29. Januar des Jahres 1979 starb Sonny Payne in Los Angeles.


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PERCIVAL „SONNY“ PAYNE (1)

TIMO ICKENROTH — timo.ickenroth@t-online.de

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