Sonor: Zum 100. Geburtstag von Horst Link

SONOR Signature, HLD 590, Jet Set, Phonic – Begriffe, die das Herz eines jeden SONOR-Fans höher schlagen lassen. Der Mann, der diese legendären Instrumente geschaffen hat, hätte am 5. Januar seinen 100. Geburtstag gefeiert:
Horst Link * 05.01.1919 in Weißenfels an der Saale, + 12.02.2004 in Wien

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Geboren als Sohn des Fabrikanten Konsul Otto Link, Inhaber einer 1875 gegründeten Musikinstrumentenfabrik in Weißenfels an der Saale, erging es Horst Link wie vielen seiner Zeitgenossen. Nach Abitur und insgesamt neun Jahren Militärdienst sah er sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges genötigt, die sowjetische Besatzungszone zu verlassen und im Westen neu anzufangen.

Im April 1946 gründeten Otto und Horst Link im heutigen Bad Berleburg-Aue ein Unternehmen, in dem zunächst nur Trommel- und Paukenfelle hergestellt wurden. Nachdem 1950 der Betrieb in der DDR enteignet wurde, nahm man in Bad Berleburg die Produktion der vormals in Weißenfels gefertigten Musikinstrumente unter dem Namen „SONOR“ wieder auf.  Der Markenname SONOR ist übrigens seit 1907 beim Patentamt eingetragen. Das Produktionsprogramm umfasste Schlaginstrumente verschiedener Art: Trommeln, Handtrommeln und Pauken, aber auch Glockenspiele, Xylophone und Becken. Ab den 1950er Jahren wurde das komplette Orffsche Instrumentarium mit den Einsatzbereichen Musikpädagogik und Musiktherapie in die Produktpalette integriert. Nach dem Tod von Konsul Otto Link übernahm Horst Link im Jahre 1955 die Geschäftsführung. Somit wurde SONOR in 3. Generation in Familienbesitz geführt.

Bis Ende der 1980er Jahre entwickelte sich SONOR zu einem bedeutenden Musikinstrumentenhersteller und zum qualitativen Marktführer im Segment der Schlaginstrumente. Der heutige Geschäftsführer, Stefan Althoff, sieht hierin vor allem das Verdienst der Firmeninhaber: „Gerade Horst Link und seine Ehefrau Elisabeth haben SONOR zu dem gemacht, was es heute ist.“ 1991 wurde das Unternehmen von der Matth. Hohner AG, Trossingen übernommen. Horst Link betonte damals, dass dieser Schritt ausschließlich persönliche Gründe hatte, „das Problem der Nachfolge musste gelöst werden“. Das Unternehmen blieb rechtlich selbständig. Durch die Verbindung mit der Hohner-Gruppe eröffneten sich neue Möglichkeiten im Export und bei der Beschaffung. Heute agiert das Unternehmen als Teil der Hohner-Gruppe weltweit und verfügt über geschäftliche Kontakte in etwa 60 Länder. Die rund 75 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Firmenstandort in Bad Berleburg-Aue produzieren und vertreiben vor allem Schlagzeuge, Einzeltrommeln sowie das ebenso umfangreiche Orffsche Instrumentarium.

Aus der unternehmerischen Tätigkeit von Horst Link resultierten eine Reihe von Ehrenämtern. So war er nicht nur 1. Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller e.V., sondern machte sich darüber hinaus auch in der globalen Musikszene einen Namen. Er fungierte als Ratsmitglied in der „Confédération Internationale des Sociétés Musicales (CISM)“ in Brüssel, war Vorstandsmitglied der internationalen Gesellschaft für Musikpädagogische Fortbildung, maßgeblicher Initiator der Deutschen Musikmesse in Tokio und mitverantwortlich für die Durchführung der ersten Europäischen Musikmesse in Singapur. Auf seine Anregung hin erfolgte 1982 erstmals die Stiftung des „Frankfurter Musikpreises“. Besonders am Herzen lag ihm die Frankfurter Musikmesse. Als Vorstandsmitglied der Internationalen Frankfurter Messe, als Aufsichtsratsmitglied der Messe- und Ausstellungs-GmbH Frankfurt und insbesondere als gewählter Sprecher des Ausstellerbeirates hatte er wesentlichen Anteil daran, dass sich die Frankfurter Musikmesse zur größten und bedeutendsten internationalen Musikfachmesse in der Welt entwickelt hat.

Sozialpolitisch engagiert war Horst Link zunächst im heimischen Arbeitgeberverband. Ein Jahrzehnt (1959 bis 1969) hatte er den Vorsitz des Industrie- und Forstverbandes Wittgenstein inne. Nach der Integration in die Siegerländer Arbeitgeberverbände gehörte er noch bis 1993 dem Beirat des VdSM (Verband der Siegerländer Metallindustriellen) an. Darüber hinaus war er seit 1982 ehrenamtlicher Handelsrichter beim Landgericht Siegen, gehörte der Vollversammlung der IHK an und fungierte als stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Industrielehrwerkstatt Wittgenstein e.G.

1985 wurde ihm wegen seiner Verdienste um die Belange der Musikinstrumentenindustrie das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine große Leidenschaft für die Musik ließ Horst Link auch im Ruhestand nicht los: Er absolvierte ein Magisterstudium der Musikwissenschaften in Wien und erlangte nach anschließender Promotion die Doktorwürde.

Geschäftsleitung, Betriebsrat und Belegschaft der SONOR GmbH verneigen sich mit Hochachtung vor dem außergewöhnlichen Lebenswerk von Horst Link und seiner Familie!

http://www.sonor.com

Kommentar zu diesem Artikel

  1. SONOR IST MEINE HERZ,MEINE LEBEN – N 1 !!! Ich habe gekauft meine ernste SONOR SIGNATURE 1980 – 1981 direkt von Fabrik.Ich wuensche Ihnen viel erfolge und GESUNDHEIT !!!
    Herzliche Gruessen Angel Angelov.

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