StereoDrama Tour-Blog Teil 6

Zerstört, aber glücklich: Tour Recap „StereoDrama in Ecuador“

Jetzt sind wir wieder zu Hause und es fehlt was: Das Tour-Leben, die Menschen, die Fans, die Musik, die Interviews, die Partys, die Konzerte – dieses ganze Rockstar-Leben zwischen, Radio, TV, Soundcheck und Gig.

StereoDrama in Ecuador Tour Blog
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18 Tage Tour liegen hinter StereoDrama. 16 Interviews bei Radio, Zeitung und Zeitschriften. TV Auftritte, Polizeieskorte zu Liveshows. Videodreh in den Straßen von Guayaquil. Ein Roadtrip von 18 Stunden nach Quito und zurück. Spontane Einladung in das Parlament Ecuadors vom Abgeordneten Henry Cucalon. Recording von Chor und Drums/Percussion mit Schülern für unsere kommende Single. Pre Production am Pool für weitere Songs für die nächste Scheibe. Fünf Shows in fünf unterschiedlichen Größen, auf fünf unterschiedlichen Drumsets. Unzählige Partys. Viele echte, neue Freunde und Fans.

StereoDrama in Ecuador

Das Fazit als Band? „Zerstört, aber glücklich!“ Das Fazit als Schlagzeuger? „Die Drummer in Ecuador haben ein Problem mit Flügelschrauben!?“ Egal ob Nobel-Set von DW oder eins von einer No-Name-Marke, jedes Drumset hatte sie: diese verrosteten oder kaputten oder selbstgebauten Flügelschrauben!

Meine Finger tun immer noch weh vom Anziehen der Dinger. Ebenfalls spannend: Die Stimmung der Toms, denn die war durch die starken Temperaturwechsel vom Soundcheck bis zur Show immer unterschiedlich. Die Hocker sackten so ziemlich bei jeder Show während des Spielens ab, die Techniker scherten sich einen Teufel um die Mikrofonierung, so dass bei vier von fünf Shows immer etwas mit den Mikros nicht stimmte. Mal waren die Overheads nicht positioniert, mal wanderte das Hi-Hat-Mikrofon ziellos rum, weil der Mikroständer kaputt war, usw.

Aber vor allem mit den Bassdrum-Mikrofonen stehen sie in Ecuador auf Kriegsfuß. Zweimal war es zu Beginn der Show so weit außerhalb positioniert, dass der Mann im FOH, bei dem riesigen Subwoofer, hätte merken müssen, dass nichts kommt. Gar nicht gut bei schlagzeuglastiger Rockmusik mit Kick ins Gesicht. Man sollte aber immer das Positive sehen: Ich durfte endlich so hart in die Kick treten, wie ich es mir hierzulande Wünsche, ohne das mein Techniker mir gleich an den Hals geht.

Drummer von StereoDrama

Was mich sehr positiv überrascht hatte war die Offenheit der Drummer beim Equipment Sharing. Ich hätte von so ziemlich jedem alles benutzen können. Und mit „alles“, meine ich auch „alles“. Da sind wir Deutschen schon penibler, mich eingeschlossen. In Ecuador ist es ein echtes Miteinander und kein Gegeneinander. Das habe ich zumindest bei den Shows erlebt. Die Bands waren auch meistens befreundete Bands oder in unserem Fall wussten sie zumindest, dass wir eine professionell aufgestellte Band sind, die genau weiß, was sie auf der Bühne mit dem Equipment, der Technik und Show macht. Dennoch: Ich habe mir da für die Zukunft was abgeschaut und hoffe, dass ich diesen Gemeinschaftsgeist weitertragen kann.

Hier in Deutschland hieß es vorher: „Geh nicht dahin, es ist gefährlich!“ „Tu dies nicht, tu jenes nicht …“ Doch am Ende haben wir und alles Equipment es wieder sicher nach Hause geschafft. Nix verloren, nix geklaut, nix kaputt! Man muss auch mal an das Gute im Menschen glauben.

 

Hier noch mal unsere persönlichen Highlights:

* Platz #3 im „Fan Voting“ des bekanntesten Rock Radiosender Ecuadors (u. a. gegen Metallica, Papa Roach und Stone Sour)

* Menschenmengen sangen unsere Texte mit.

* Fans nahmen über zwei Stunden Fahrt auf sich, um uns Live zu sehen.

* In einer Apotheke in einer 3-Millionen-Metropole spricht ein Junge unseren Sänger Chris an: „Hey, du bist doch der Sänger von StereoDrama! Bekomm ich ein Autogramm?“

* Eine Verkäuferin vom Markt in Quito kommentiert den Facebook-Livestream abends beim Radiointerview: „Die Jungs haben bei mir heute Schmuck eingekauft. Die waren sehr sympathisch und nett. Spielt sie öfters!“

* Egal um welche Uhrzeit im Auto unterwegs, wir konnten unsere Songs immer auf einem anderen Radiosender Hören.

* Bei 35 Grad haben wir Weihnachtslieder im Radio eingesungen. Wir hatten die Chefin des Senders mit unserer Live-Akustik-Performance überwältigt, hat unserer Promoterin übersetzt. Sie kam aus dem Büro gestürmt und drückte uns in einen Aufnahmeraum, damit wir Werbejingles für uns einsprechen und singen, damit sie uns das ganze Jahr spielen kann.

 

Und es gab noch so viel mehr … da gibt es nur noch eines zu sagen: Danke Ecuador! Wir kommen wieder!

 

Drummer von StereoDrama

Besucht StereoDrama auf Youtube, Facebook, Twitter, Instagram unter „stereodramamusic“ oder lasst eine Nachricht auf www.stereodrama.de da.

Wir freuen uns. Drums 4Ever!

Euer Lukas

 

 

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