Keith Moon

Leben, Schlagzeug & Sound: Erfahre alles über den legendären The Who Drummer Keith Moon und seinen wilden Drumstil!

Keith Moon
Drum-Legende Keith Moon (Bild: YouTube)

 

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Keith Moon Biografie

Keith Moon Drumstil in Pinball Wizard

Notation

Keith Moon Biografie

Keith John Moon wurde am 23. August 1956 in London geboren. Mit 15 entdeckte er das Schlagzeug für sich und nahm bei Carlo Little Unterricht. 1963 trat er der Coverband „The Beachcombers“ bei. Ein Jahr später stieß er zu „The Who“, wo er mit Pete Townshend die legendären Zerstörungsorgien am Ende der The Who Shows einführte.

Dabei blieb es jedoch nicht: Moon verfiel dem Drogen- und Alkoholkonsum und machte auch abseits der Bühne mit wilden Auftritten von sich reden. Diesen verdankt er seinen Spitznamen “Moon the Loon“ („Moon, der Irre).

Am 7. September 1978 starb er an einer Überdosis des Beruhigungsmittels Heminevrin in London. Das Mittel war ihm gegen seine Alkoholsucht verschrieben worden. Der Schlagzeuger hinterließ eine Tochter aus seiner Ehe mit dem Model Kim Kerrigan, mit der er von 1966 bis 1973 verheiratet war.

Keith Moon ging als größter Rockdrummer mit einem Hang zu Drogen und extrovertierten Drum-Performances in die Geschichte ein. Das nachfolgende Video ist ein Zusammenschnitt mit Interviews von Moon:

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Keith Moon Drumstil in Pinball Wizard

Mit der Rock-Oper „Tommy“ wagte sich Pete Townsend, Songwriter, Gitarrist und Sänger der britischen Band The Who zum ersten Mal an ein Konzept-Album. Dies erzählt die Geschichte von Tommy, der durch ein traumatisches Erlebnis taubstumm und blind wird, sich aber dennoch zu einem FlipperGenie, zum „Pinball Wizard“ entwickelt.

Das Album „Tommy“ erschien 1969 und wurde ein Riesenerfolg. Auf „Live At Leeds“ von 1970 waren ursprünglich nur sechs Songs zu finden. Erst 2001 erschien eine „Deluxe Version“ dieses Live-Klassikers, auf deren zweiter CD fast alle „Tommy“-Songs zu finden sind.

Durch die Reduktion der Instrumentierung auf eine Gitarre, Bass und Drums tritt der musikalische Kern der Songs in den Vordergrund. Zudem hört man glasklar, was Gitarrist Pete Townshend, Bassist John Entwistle und Drummer Keith Moon spielen.

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Notation

Als Basis-Groove wird auch bei dieser Live-Version ein relativ einfaches Pattern mit konventionellem Snaredrum-Backbeat auf den Zählzeiten „2“ und „4“ gespielt. Dazu kommt allerdings eine in Achtelnoten sehr busy gespielte Bassdrum zum Einsatz, wobei Drummer Keith Moon den Beat in seiner gewohnt ungestümen und teils wüsten Art interpretiert.

Im Leadsheet habe ich das Crash/Ride-Cymbal ebenfalls in straighten Achtelnoten notiert.

Keith Moon Noten

Hört euch den Song (oder überhaupt mal das Drumming von Keith Moon) hinsichtlich seiner Art des Crash/Ride-Spiels einmal an – was teils wirklich „wüst“ klingt, ist eigentlich ganz schön raffiniert und dynamisch gespielt.

Auffällig ist das häufige Weglassen eines Bassdrum-Anschlages auf der Zählzeit „1“, zudem sorgen diverse auf den Offbeat-Zählzeiten platzierte Bass-Akzente für viel Bewegung und Drive des Beats.

Das Video zeigt ein Drumsolo von Keith Moon in dem Jahr 1974:

Als Variation wird im D-Part ab 01:28 die Snaredrum in den ersten drei Takten (in Takt 1 ab der Zählzeit „2“) auf dem Viertelnotenpuls platziert, während die Bassdrum alle „und“-Zählzeiten markiert. Als Fill-ins kommen neben diversen Sechzehntel-Figuren häufig auch kurze Sechzehntel-Triolen Licks in Keith Moons Spiel zur Anwendung.

Workshop: Diethard Stein

Lade dir hier den Song als Playalong-Version herunter!