Maracas

Maracas sind Rasseln, die als Percussion-Instrument paarweise gespielt werden. Der Schüttelinhalt aus kleinen Körnern erzeugt einen feinen, leisen Shaker-Sound.


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Wo werden Maracas eingesetzt?

Wie sind Maracas aufgebaut?

Wie hält man Maracas richtig?

Wie werden Maracas richtig gespielt?

Maracas Workshop

Meinl Plastic Maracas im Test

Wo werden Maracas eingesetzt?

Maracas sind eigentlich dezente, leise Schüttelinstrumente – und doch ist ihr kraftvolles Klangpotenzial nicht zu unterschätzen. Gerade in der traditionellen Musik Lateinamerikas – vor allem im Bolero und in der Son-Musik – gelten die Rhythmen und Sounds der Rasseln als wichtiger Bestandteil einer folkloristisch musikalischen Farbe.

Maracas aus Holz
Maracas aus Holz

Aber auch für den modernen Musikkontext können Maracas absolut bereichernde Instrumente sein, deren crispe, Shaker-artige Sounds klangästhetische Funktionen erfüllen und genauso auch für den Groove-Support sorgen. So fügen sich Maracas auch gut in akustische Musik ein und passen z. B. wunderbar zu Bongos, Gitarre und Gesang.

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Wie sind Maracas aufgebaut?

Maracas werden paarweise gespielt und bestehen aus einem Handgriff mit aufgesetztem kugel- oder birnenförmigen Schüttelkörper. Dieser kann aus Holz sein, aus Kürbisschalen, aus verzwirntem Leder oder auch aus Kunststoff. Im Inneren befindet sich die Schüttelfüllung in Form von Körnern, Steinchen oder Kunststoffpartikeln. Da Maracas im Grunde Rasseln sind, sind es auch bei Kindern beliebte Instrumente.

Große und kleine Plastik-Maracas in schwarz und orange der Firma Meinl
Maracas Set von Meinl aus Plastik

Es gibt auch so genannte Egg Maracas, oder auch Egg Shaker genannt. Diese haben keinen Handgriff und sehen aus wie Eier: 

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Wie hält man Maracas richtig?

Man hält die Maracas beidhändig vor dem Körper – ähnlich wie Drumsticks – so dass der Handgriff in etwa waagerecht verläuft (siehe Foto 1).

Maracas Handhaltung

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Wie werden Maracas richtig gespielt?

Durch kleine, ruckartige Auf- und Ab-Bewegungen aus dem Handgelenk werden die Maracas alternierend (rechts, links) gespielt. Mit den kurzen Bewegungen ist es möglich, einen exakt kontrollierten Klang zu produzieren, indem die Schüttelfüllung mit punktuellem „Chick“-Sound auf den Boden des Resonanzkörpers aufschlägt. Ideal ist es, wenn kein Nachrasseln der Schüttelfüllung hörbar wird.

Tipp: Um ganz exakte und lupenreine Maracas-Grooves mit absolut kontrolliertem Schüttel-Sound spielen zu können, gibt es folgende Spieltechnik: Die Zeigefinger sind nach oben abgespreizt und liegen auf den Resonanzkörpern auf (siehe Foto 2).

Zur Klangerzeugung werden die Zeigefinger kurz angehoben und auf die Maracas gedrückt bzw. fest getippt. Dadurch entwickeln sich leise aber sehr präzise Sounds, die gerade bei Aufnahmen im Studio gute Dienste erweisen können.

Percussion-Profi John Santos ist sich sicher: Maracas sind unterschätzt…

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Maracas Workshop

Hier einige Rhythmen für Maracas, wie sie in der lateinamerikanischen Musik bevorzugt auftauchen. Die Beispiele 4 und 5 zeigen dabei die für Boleros typischen Grooves.

Maracas Workshop

Text: Tom Schäfer 

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