Vinnie Colaiuta Biografie

Geboren wurde Vinnie am 5. Februar 1956 in Pittsburgh. Seine Anfänge als Drummer machte er am Berklee Collage of Music in Boston. Nach nur einem Jahr Unterricht ging er nach LA – hier schaffte er es 1978 zum Schlagzeuger von Frank Zappa. Eine weitere wichtige Station in seiner Karriere war die 1990 die Aufnahme in Stings Tourband. Inzwischen hat er mit unzähligen Künstlern zusammengearbeitet. Siehe Diskografie!

In dem Video spricht Vinnie über seinen Werdegang als Musiker: 

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Vinnie Colaiuta über …

… seine erste Begegnung mit Buddy Rich

Mit 14 Jahren sah ich ein Buddy Rich Konzert. Ich bin sogar nach der Show auf die Bühne gegangen und hab auf seinem Schlagzeug gespielt, bis mich der Roadie von der Bühne warf. Ich musste einfach auf die Bühne und sein Schlagzeug anfassen. Ich wusste gar nicht wie mir geschah …

… die Aufnahmesession mit Steely Dan

Ich glaube, das war März/April 1998. Es gibt eine Publizistin in L.A. namens Bobby Marcus, die für Herbie Hancock und Wayne Shorter arbeitete. Als ich meine Platte aufnahm, brauchte ich ein Management, und sie übernahm für eine Weile diesen Job. Ich war gerade mit Sting unterwegs, als ich einen Anruf von Bobby bekam, dass Steely Dan sich wieder zusammengetan hatten, um auf Tour zu gehen. Ich fragte sie: „Wer ist noch mit dabei?“ Sie sagte: „Noch niemand. Du bist der erste, den sie anrufen.“ „Aber ich hab doch noch nie mit ihnen zusammengearbeitet,” hielt ich ihr entgegen. „Nun, sie wollen dich eben.“

Tja, dummerweise konnte ich die Tour nicht annehmen, weil sie sich fünf Tage mit Stings Tour überlappte. Danach hätte ich frei gehabt. Das war die erste Gelegenheit, die ich verpasste. Den nächsten Anruf bekam ich von Herbie Hancock und Wayne Shorter. Die wollten mich und Bassist John Pattitucci für eine Tour in Europa. Und wieder konnte ich nicht wegen verdammten drei Tagen. Es war die gleiche Geschichte. Ich hätte mir am liebsten selbst in den Hintern getreten, denn mir entgingen zwei Wochen mit Tournee Herbie und Wayne in Europa.

Herbie und Vinnie in Aktion:

Nach einiger Zeit rief mich dann eine Lady aus Connecticut an, die für verschiedene Produzenten arbeitete und mit der ich zuvor schon öfter etwas zu tun gehabt hatte. Steely Dan wollten mich für ihre Plattenaufnahme. Und wieder konnte ich nicht! Es war einfach wie verhext! Sechs Monate später, kurz vor April 98, versuchten sie es noch mal — und was habe ich da gemacht?

Ich hielt mir den gesamten April frei, bis ich wusste, wann genau die Session stattfinden sollte. Und dann hat es auch tatsächlich funktioniert. Ich flog für vier Tage zusammen mit den Gitarristen Dean Parks und Paul Jackson von L.A. nach New York. Tom Barney war der Bassist, Ted Baker der Keyboarder, beide aus New York, und natürlich Donald Fagen und Walter Becker. Fagen und Becker wechselten sich am Piano und am Fender Rhodes ab. Alles wurde live aufgenommen. Roger Nichols und Elliot Scheiner waren die Toningenieure im Control-Room. Ich bekam sechs Songs auf einem Demo-Tape, aber nur ein Song davon — Negative Girl — landete überhaupt auf der CD.

Ich war ganz zu Beginn der Sessions beteiligt. Die Aufnahmen dauerten fast ein Jahr, und in der Zwischenzeit haben sie wohl neue Songs geschrieben. Und außer mir waren noch Michael White und Sonny Emory dabei; ich glaube Leroy Clouden und Keith Carrlock spielen auch auf der CD. Ich habe also diese 6 Tracks eingespielt und die zwei ebenfalls, aber fünf dieser Songs sind nicht auf der CD erschienen. Nachdem ich fertig war, dachte ich nicht weiter darüber nach. Ich sagte mir, dass ich mich glücklich schätzen kann, wenn meine Hi-Hat auf der CD zu hören ist! Man weiß ja nie. Ich machte mir also keine großen Hoffnungen. Und dann spielte ich einen Gig mit Sting in L.A. und Stings Publizistin, die auch für Steely Dan arbeitet, kam zu mir und sagte: „Gratuliere, dein Track ist auf dem Album!“ Vor zwei Wochen war ich dann wegen Chaka Khan in New York und traf auf Don und Walter, die gerade probten: „Yeah man, der Track ist supergut. Es ist der einzige Live-Song auf der ganzen CD.“

Twitter nutzt Colaiuta hauptsächlich, um seinen berühmten Freunden zum Geburtstag zu gratulieren:

Twitter Screenshot

Ich dachte mir, was meinen sie denn damit? Vielleicht haben sie ja doch den ganzen Take genommen? Dazu muss ich erklären, wie die gesamte Aufnahmesession verlief: Ich habe in meiner Schlagzeugerlaufbahn jede Menge Sessions gespielt, bei denen ich fünfzig Mal den selben Song einspielen musste. Und glaubt mir, das kann ziemlich nerven! Und ich wusste auch, dass Steely Dan sehr extrem sind, was Takes anbelangt. Sie sind gewissermaßen dafür bekannt, eher berüchtigt — jeder ihrer Musiker hat so seine eigene „Aufnahme-Story“.

Der Unterschied bei Steely Dan ist jedoch, dass man 35 Takes spielt, ohne dass es einem so vorkommt. Erstens mal möchte man eben dabei sein, zweitens gibt man sowieso sein bestes und drittens sind sie keine Sklaventreiber, die schlechte Stimmung verbreiten. Wir nahmen beispielsweise fünf Takes auf, und Fagen nickte anschließend zustimmend und sagte: „Ja, das ist schon ganz okay. Lasst uns noch ein paar mehr aufnehmen.“

Das war einfach entwaffnend. Und schon hat man 20 Takes auf Band, ohne es recht zu wissen. Und anschließend geht man in den Kontrollraum zum anhören und die Luft ist so dick, das man sie mit einem Messer zerschneiden könnte. Es handelt sich schließlich um Steely Dan! Die Brecker Brothers starrten beim Abhören nur auf den Sequenzer und dann endete der Song und keiner sagte einen Ton. Und schließlich nickt Donald Fagen nur ein ganz klein wenig mit dem Kopf. Das ist die einzige Emotion, die er zeigt und das Zeichen, das es ihm gefällt! Aber wie gesagt, man hat einfach nicht das Gefühl, das man den Song immer wieder und wieder spielt. Während des Spielens kommt einem beispielsweise eine Idee für einen Part, den man nach einigen Takes dann immer wieder ein bisschen verändert.

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… schlechte Drum-Bedingungen

Ein gutes Beispiel ist ein Set, dass ich vor Jahren gespielt habe. Meine Toms waren absolut tot und klangen überhaupt nicht wie ich es wollte. Und trotzdem habe ich so gut wie möglich getrommelt. Ich habe es einfach erzwungen und die Leute sagten immer: „Du klingst großartig!“ Wenn ich aber an diese Gigs zurückdenke, wird mir schlecht, weil ich es gehasst habe wie die Trommeln klangen.

Wenn ich bloß einen besseren Tom-Sound gehabt hätte, dann hätte ich mich wesentlich besser ausdrücken können. Ich habe das beste daraus gemacht, trotzdem war es unbefriedigend. Es war so, als ob ich mit einer Decke überm Mund zu sprechen versuchte.

Klar kann ich die Decke durch Schreien übertönen und mich verständlich machen. Nehme ich jedoch die Decke weg, ist es wesentlich einfacher für mich zu sprechen. Meine Worte sind klarer und die Leute können mich besser verstehen. Aber: Natürlich muss ich auch was zu sagen haben!

Vinnie Colaiuta

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… den richtigen Sound

Das hat auch Jaco Pastorius immer gesagt: „Alles kommt von deinen Händen.“ Man kann alles mögliche auf seinem Instrument anstellen, aber wenn man keinen guten Sound hat, ist das alles wertlos.

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… Elton John

Nun, ich habe kürzlich mit ihm aufgenommen. Es handelte sich um Musik für einen Trickfilm mit dem Titel „Spanish Inquisition“, aber er wird die Songs wohl ebenfalls auch für seine neue Platte benutzen, zumindest wurde mir das so gesagt. Eltons Gesang und Keyboard waren schon auf Band.

Wir haben fünf Tracks eingespielt und die Musik war Elton John pur — das klassische Elton John Zeugs, was man von ihm gewöhnt ist. Ich bin ihm vorher gelegentlich durch Sting begegnet. Wir haben z.B. einige Wohltätigkeitskonzerte für den Tropischen Regenwald gemeinsam gespielt und traten zusammen in Malaysia auf.

Einmal trafen wir uns bei Sting zum Abendessen. So habe ich ihn also ein bisschen kennengelernt. Meiner Meinung nach ist er einer der Großen. Er und Sting haben dieses gewisse Singer/Songwriter-Kaliber. Ich will nicht unbedingt sagen, dass sie eine aussterbende Spezies sind, aber sie sind etwas besonderes, was man nicht mehr oft findet. Glücklicherweise haben sie diese Qualität durch ihre Arbeit verewigt ist. Für mich ist z.B. Burt Bacharach einer der wichtigsten Songwriter aller Zeiten. Der Typ konnte Songs schreiben!

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… die Arbeit mit Sting

Sting hat sich um mich gekümmert, als ich in Südafrika für zehn Tage erkrankte. Ich hatte irgendeinen unbestimmbaren Virus. Sting hat mich in eine Privatklinik in London gebracht und alle Kosten übernommen. Niemand wusste davon. Danach erholte ich mich drei Tage in einem Hotelzimmer in London und spielte anschließend sofort den nächsten Gig in Japan. Sting hat sich rührend um mich gekümmert. Ich bin Sting unheimlich dankbar dafür. Er ist ein guter Freund.

Vinnie mit Sting 1993 bei Studioaufnahmen:

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… seinen Ausstieg aus Stings Band

Weil ich nicht wieder für 18 Monate auf Tour gehen wollte. Ich war in meinem Leben an einem Punkt angekommen, wo es für eine Weile bergab ging. Ich war in keiner guten spirituellen Verfassung, was aber glücklicherweise vorbei ist, denn ich habe zu Gott gefunden. Das ist das beste, was mir je passieren konnte. Ja, ich hab auf Stings neuer CD gespielt und als die Tour anstand, hab ich drüber nachgedacht, es dann aber abgelehnt. Ich wollte einfach nicht mehr.

Es war einer der besten Gigs der Welt, aber es war ein Gig und jeder Gig endet nun mal früher oder später. Und es ist nicht dein Leben! Für einige Leute kann es eine Art Ersatz werden, aber es wird irgendwann zu Ende gehen. Und ab einem gewissen Punkt muss man der ungewissen Zukunft in die Augen sehen. Mit der Tour hätte ich diesen Zeitpunkt nur ein bisschen weiter weggeschoben. Man versucht das unvermeidliche zu verhindern. Das ist alles.

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… die Tour mit Alan Holdsworth

Mit 21 war eine Zweijahrestournee gar nichts. Heute ist das für mich etwas anderes. Das erinnert mich an die Tour mit Alan Holdsworth. Nachdem wir „Secrets“ eingespielt haben, sind wir für zwei Wochen durch die USA getourt, Und zwar in einem Mini-Van. Wir haben uns beim Fahren abgewechselt.

Die Gigs waren alle ein bisschen bizarr. Einmal traten wir in einer alten Fahrstuhlfabrik auf und ein anderes Mal spielten wir zusammen mit Ronnie Montrose. Die Hälfte des Pubilkums bestand aus nach Bier stinkenden Rockern, und die andere Hälfte waren diese intellektuellen Typen, die Alan Holdsworth sehen wollten. Jedes Konzert war extrem gut, und Alan war einfach unglaublich. Und jeden Abend kam er von der Bühne und sagte: „Sorry, I sucked.“ Und Jimmy Johnson und ich mussten ihn gleich mal beruhigen und versichern, wie großartig er geklungen hatte. Ich verstehe das nicht, er war jede Nacht so drauf. Und dabei hat er das unglaublichste Zeug gespielt, dass ich je gehört habe. Wer kann überhaupt auf so was kommen? Und es sind nicht nur seine unglaublichen Chops, sondern die Noten, die er spielt, und die Tonwahl. Sein gesamtes Konzept ist so verschieden von anderen.

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… Musiker, mit denen er gerne live spielen würde

Ich könnte dir eine ellenlange Liste aufzählen, aber ganz spontan fallen mir jetzt Me’shell N’degeOcello und außerdem noch Tom Morello ein, der Gitarrist von Rage Against The Machine. Mir gefällt wie er spielt. Ich finde es musikalisch interessant, kreativ und wertvoll. Es spricht mich einfach an.

Außerdem würde ich natürlich gerne mehr mit Michael Brecker spielen. Und ich mag Wayne Shorter. Ich habe niemals zuvor mit Joe Zawinul oder John McLaughlin gespielt. Und ich heiße jede Gelegenheit willkommen, um mit meinem Freund Steve Tavaglione zu spielen. Ich mag Funk-Music und würde gerne mit Marcus Miller spielen. Wir haben schon gemeinsam Platten aufgenommen, aber noch nie einen Live-Gig gespielt.

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… Musik als Kunstform

Manchmal stellt man theoretisch Wunschkombinationen von verschiedenen Musikern zusammen. Ja, es klingt aufregend, aber weiß man auch, ob es überhaupt funktionieren würde? Wenn mir z.B. jemand sagt: „Oh, ich würde dich gerne mal mit ‘Soundso’ spielen sehen!“, dann frage ich zurück: „Warum?“ und die Antwort ist meist: „Na ja, ihr seid beide super Musiker.“

Diese Antwort reicht mir aber nicht. Was genau ist es, was derjenige hören will? Warum gerade diese Zusammenstellung? Das klingt für meinen Geschmack zu sehr nach einem sportlichen Wettkampf. Und Musik ist nun mal kein Sport! Wenn ich den schnellsten Wirbel spiele, dann gewinne ich, oder was? Nein danke, für mich ist Musik keine Sportveranstaltung — und auch keine Unterhaltung.

Es heißt, sowie man auf die Bühne tritt, unterhält man das Publikum. Ich bin aber keine Zirkusnummer! Meiner Meinung nach muss man Kunst und Unterhaltung voneinander trennen. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass jemand durch mich unterhalten wird, ohne dass ich daran bewusst beteiligt bin.

Und was ist Kunst überhaupt? Eine einseitige Sichtweise von Realität? Und wie lässt sich das auf Musik anwenden? Musik hat ihre eigene Realität. So abstrakt sie auch sein mag, es ist eine Sprache, die bei Leuten entweder Harmonie oder Dissonanz hervorruft. Das glaube ich zumindest, aber was weiß ich schon wirklich darüber.

Vinnie Colaiuta beim Modern Drummer Festival 2000: 

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… die richtige Technik

Was ist Technik überhaupt? Ich hab darüber nachgedacht, denn ich finde, das ist eine interessante Frage. Was ist Technik? Es bedeutet: Wie man etwas tut. Wir haben erkannt wie schwierig es ist, einen sauberen Single- oder Double-Stroke-Roll zu spielen. Aber was bedeutet das schon? Wenn Elvin Jones darüber nachgedacht hätte, hätte er nicht so geklungen wie er klingt. Auf der anderen Seite fahren alle darauf ab wie Elvin spielt und keiner kann es ihm nachmachen. Was ist besser?

Viele Leute sagen: „Schnelligkeit beeindruckt.“ Na und? Man kann aber auch so abstumpfen, dass einen überhaupt nichts mehr beeindruckt! Sagen wir mal, da ist jemand, den wir alle sehr respektieren und der vielleicht sogar noch nicht mal die Hälfte von dem spielt, was wir drei so gewöhnlich machen und was wir so mögen. Aber derjenige denkt an so was gar nicht, sondern betrachtet Drums mehr von der musikalischen Seite und schert sich nicht darum, wen er womit beeindruckt. Vielleicht sollte ich mal darüber mehr nachdenken …

Drumming der westlichen Hemisphäre wird immer etwas geringschätzig betrachtet. Aber Rhythmus hat nun mal Power und da ist es egal, wie toll man Tablas spielen kann, denn man kann eine ganze Menge mit einem 4/4- Groove anstellen. Und mir ist es wurscht ob es sophisticated ist oder nicht. Es muss sich einfach nur gut anfühlen und einen zum grooven bringen und Emotionen hervorrufen. Ansonsten ist es einfach nur eine intellektuelle Übung.

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Welches Equipment spielt Vinnie Colaiuta?

Drums: Gretsch

Seit 1997 ist Vinnie Colaiuta Endorser für Gretsch Drums. Dieser Hersteller fertigte für ihn eine eigene „Vinnie Colaiuta Signature“-Serie mit weiß lackierten Kesseln und schwarzer Hardware. Alle weiteren konstruktionstechnischen Details entsprechen denen der regulären Gretsch Drums: 6lagige Maple-Kessel (nordamerikanisches Bergahorn), kleine Einzelspannböckchen (Besonderheit: nur 5 beim 12″ Tom), serienmäßige Guss-Spannreifen bei allen Toms. Innerhalb Vinnies „Signature“-Serie sind Toms in den Größen 10″×7″, 12″×8″, 13″×9″, 14″×10″, Floor-Toms in den Abmessungen 14″×14″, 16″×16″ und 18″×16″, 18″×16″ und 22″×18″ Bassdrums sowie 14″×5″ und 14″×6,5″ Maple-Snaredrums und eine 14″×6″ Brass-Snaredrum erhältlich.

Vinnie spielt je nach den musikalischen Anforderungen unterschiedliche Drumset-Konfigurationen aus den oben genannten Trommelgrößen. Oft von ihm gespielte Tom-Zusammenstellungen bestehen aus z.B. 10″×7, 12″×8″ Toms plus 14″×14″ und 16″×16″ Floor-Toms oder 10″×7″, 12″×8″ und 13″×9″ Toms plus 16″×16″ und 18″×16″ Floor-Toms, jeweils in Kombination mit einer 22″×18″ Bassdrum. Die 18″×16″ Bassdrum wird von ihm hauptsächlich für akustische Jazz-Gigs eingesetzt.

Wie schön das sein muss, sein eigenes Drumset auszupacken…

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Cymbals: Zildjian

Schon immer spielte Vinnie ausschließlich Zildjian Cymbals, deren Endorser er seit 1978 ist. Auch war er sehr oft an der Entwicklung neuer Cymbal-Modelle und Serien aktiv beteiligt (so z.B. für die K Custom Ride-Cymbals und in ganz besonderem Maße an der Entwicklung der A Custom Cymbals). Selbstverständlich setzt Vinnie je nach musikalischer Anforderung eine Vielzahl von verschiedenen Cymbal-Modellen ein; ein von ihm sehr oft gespieltes Setup besteht aus einer 14″ A Quick Beat Hi-Hat, 20″ Oriental China Trash, 6″ A Custom Splash, 17″ A Custom Crash, 10″ A Custom Splash, 8″ K Splash, 20″ A Ping Ride, 12″ A Special Recording Hi-Hats (close mounted), 15″ A Custom Crash und 18″ A Custom Crash (Cymbal-Set von links nach rechts). Diese Konfiguration wurde von ihm z.B. fast immer live mit Sting eingesetzt, sehr oft auch im Studio.

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Sticks: Zildjian

Ebenfalls von Zildjian stammen Vinnies Drumsticks. Auch hierbei gibt es wieder ein eigens für ihn konzipiertes „Signature“-Modell aus Zildjians „Artist“-Serie. Dabei handelt es sich um Sticks aus selektiertem amerikanischen Hickory mit einer Länge von 15 15/16″ bei einem Schaftdurchmesser von 0.595″. Die Sticks verfügen über einen recht kurzen und nicht allzu starken Verlauf von Schaft zur Stockspitze, die recht stark abgesetzt ist und eine pfeilförmige Kopfform aufweist.

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Felle: Remo

Obwohl Vinnie sehr oft mit verschiedenen Fell-Kombinationen von Remo experimentierte, so verwendet er doch meist Remo „Ambassador“-Felle in der „Coated“-Version (einlagige Felle von ca. 0,25mm Stärke mit weißer, rauher Oberflächenbeschichtung der Mylar-Folie) als Schlagfelle und Remo „Ambassador“-Felle in der klaren Version als Resonanzfelle der Toms.

Für die Snaredrum kommen entweder Remo „Ambassador Snare“- oder „Diplomat Snare“- Modelle als Resonanzfell zum Einsatz, bei der Bassdrum entweder ein schwarzes Remo „Ambassador Ebony“ oder ein weisses, rauhes „Ambassador“, jeweils mit einem seitlich positioniertem, ca. 8″ durchmessenden Luftausgleichsloch. Meist ist die Bassdrum mit einem Dämpfungskissen leicht abgedämpft, bei der Snaredrum und den Toms wird nach Möglichkeit auf jegliche Dämpfung verzichtet.

Die Equipment-Auflistung ist aus einer älteren STICKS Ausgabe und ist deshalb nicht mehr auf dem neuesten Stand. Von 2012 bis 2016 hatte Vinnie beispielsweise ein Intermezzo mit Ludwig-Trommeln und Paiste-Becken – doch nun hält er wieder Gretsch die Treue.

Story: Kathrin Kraft

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Vinnie Colaiuta Diskografie (Auswahl)

  • 1979 – Joe’s Garage (mit Frank Zappa)
  • 1981 – Tinsel Town Rebellion (mit Frank Zappa)
  • 1981 – Shut Up ’N Play Yer Guitar (mit Frank Zappa)
  • 1981 – Nightwalker (mit Gino Vannelli)
  • 1982 – Wild Things Run Fast (mit Joni Mitchell)
  • 1984 – Emotion (mit Barbra Streisand)
  • 1985 – Soul Kiss (mit Olivia Newton-John)
  • 1986 – The Bridge (mit Billy Joel)
  • 1987 – Collaboration (mit George Benson)
  • 1988 – Talk to Your Daughter (mit Robben Ford)
  • 1988 – I’m Your Man (mit Leonard Cohen)
  • 1988 – Guitar (mit Frank Zappa)
  • 1989 – Secrets (mit Allan Holdsworth)
  • 1989 – Still Cruisin’ (mit The Beach Boys)
  • 1991 – Any Way the Wind Blows (mit Frank Zappa)
  • 1991 – Night Ride Home (mit Joni Mitchell)
  • 1992 – Wardenclyffe Tower (mit Allan Holdsworth)
  • 1993 – Ten Summoner’s Tales (mit Sting)
  • 1993 – The Wedding Album (mit Duran Duran)
  • 1993 – My World (mit Ray Charles)
  • 1994 – Vinnie Colaiuta (Solo-Album, feat. Herbie Hancock, Chick Corea, Sting, Michael Landau)
  • 1994 – Emperors of Soul (mit The Temptations)
  • 1995 – Mercury Falling (mit Sting)
  • 1995 – Good News from the Next World (mit den Simple Minds)
  • 1995 – The Promise (mit John McLaughlin)
  • 1997 – Live From Blue Note Tokyo (mit Chick Corea)
  • 1997 – Let’s Talk About Love (mit Céline Dion)
  • 1999 – Enrique Iglesias (mit Enrique Iglesias)
  • 1999 – Brand New Day (mit Sting)
  • 2000 – My Kind of Christmas (mit Christina Aguilera)
  • 2003 – Michael Bublé (mit Michael Bublé)
  • 2003 – 1 2 to the Bass (mit Stanley Clarke)
  • 2003 – Sacred Love (mit Sting)
  • 2004 – The System Has Failed (mit Megadeth)
  • 2004 – Heart and Soul (mit Joe Cocker)
  • 2005 – Never Gone (mit den Backstreet Boys)
  • 2005 – Pieces of a Dream (mit Anastacia)
  • 2005 – It’s Time (mit Michael Bublé)
  • 2005 – #1’s (mit Destiny’s Child)
  • 2005 – Fireflies (mit Faith Hill)
  • 2005 – Soulgrass (mit Bill Evans)
  • 2006 – Industrial Zen (mit John McLaughlin)
  • 2006 – The Ultimate Adventure (mit Chick Corea)
  • 2006 – Amore (mit Andrea Bocelli)
  • 2006 – Givin’ It Up (mit George Benson)
  • 2007 – Call Me Irresponsible (mit Michael Bublé)
  • 2007 – River: the Joni Letters (mit Herbie Hancock)